Die Angst vor dem Tod

Wir alle werden sterben! Irgendwann. Vielleicht morgen. Vielleicht in einer Woche. Einem Jahr. Oder in 30 Jahren. Wir alle werden ihn erleben. Ausnahmslos. Das muss man sich immer und immer wieder klar machen! Und damit -sowie mit sich selbst‐ seinen Frieden machen. Das Leben künstlich verlängern oder die ewige Jugend erleben wollen, indem man seine grauen Haare, Falten und andere Alterserscheinungen versteckt, ist ein aussichtsloser Kampf. Den Tod zu verdrängen, bedeutet letztlich, das eigene Leben zu negieren. Bewusst leben, heisst auch nicht zwingend rauchen, saufen, Dreck fressen oder sich anderweitig ungesund zu betäuben oder seine unerfüllten Bedürfnisse zu kompensieren. Ich glaube ja, dass die Coronoia‐Massenhysterie gerade deshalb so gut funktioniert, weil die Angst vor dem eigenen Tod so weit verbreitet ist.

Es ist sicher kein Zufall, dass rund 80 Prozent aller Lohnarbeiter in Deutschland Schlafstörungen haben. Schopenhauer nannte den Schlaf den »kleinen Bruder des Todes«. Sich in etwas Unbekanntes fallen‐ das zu‐ und los‐lassen (den Traum), die Kontrolle aufgeben, den Kopf ausschalten: immer mehr Menschen sind dazu nicht mehr in der Lage. Schließlich könnte das Unterbewusstsein Gedanken und Emotionen an die Oberfläche bringen, die man ganz bewusst tief in sich selbst vergraben hat (Selbstentfremdung). Die Angst zu Nichts zu werden, wo wir doch gerade im Social‐Media‐Zeitalter alle so unglaublich wichtig sind, versetzt wohl viele in lähmende Schockstarre. Und was macht man dann? Nach Mutti (Merkel) und den großen Bruder (Drosten) rufen. In der Hoffnung, dass sie einen beschützen mögen.


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Neusprech: Traumberuf

Das Reich der Freiheit beginnt da, wo Arbeit aufhört.
- Karl Marx

ZG-Artikel: Neusprech HeuteWerbekampagnen, Plakate, Jobcoacher oder Artikel sprechen häufig vom sog. »Traumberuf«. Gemeint ist hierbei, dass man die Lohnarbeit bekommen hat und ausführt, die einem am meisten Sinnerfüllung, Gehalt, Lebensfreude, Motivation und Spaß verspricht. Umso höher die gesamtgesellschaftliche Erwerbslosigkeit und umso niedriger das Stellenangebot, umso größer ist der Wunsch nach dem Traumberuf ausgeprägt. Das Nomen Traum soll hierbei als positive Aufladung fungieren, ähnlich wie bei Traumhaus, Traumauto, Traumpartner, Traumhochzeit und Traumurlaub. Weiterlesen