Selbstentfremdung

selbstent_titelOft werde ich gefragt, was Selbstentfremdung durch Lohnarbeit eigentlich genau bedeuten soll? Schließlich verdiene man sein eigenes Geld, sei unabhängig, liege niemandem auf der Tasche und man würde sich mit seinem eigenen Job doch auch selbst verwirklichen? Nun zu behaupten, das Gegenteil sei der Fall, empfinden viele nicht nur als absurde und steile These, sondern auch als einen persönlichen Angriff auf ihren Lebensstil. (Lohn-)Arbeit mache doch schließlich unabhängig. Oder etwa nicht?

Im Einzelfall mag es Jobs geben (besonders im sozialen, geisteswissenschaftlichen oder künstlerischen Bereich), in denen Menschen Sinnerfüllung und Freude durch ihre Tätigkeiten erfahren und davon sogar noch halbwegs gut leben können. In den meisten Fällen dürfte es aber eher so sein –insbesondere in Anbetracht des Arbeitsmarktes- das Mann und Frau an Lohnarbeit nehmen, was sie kriegen können. Hauptsache Arbeit. Egal welche. Eine Funktion ausfüllen ohne erfüllt zu sein.

Endlich angekommen!
Ich wuchs in sehr ärmlichen Verhältnissen auf. Mit 18 Jahren bekam ich damals noch monatlich 30 Deutsche Mark Taschengeld. Ich hatte weder Marken-Kleidung noch andere Dinge, die besonders wertvoll waren. Dennoch bin ich gut erzogen worden. Meiner Mutter war es wichtig, dass ich meine Mitmenschen achte, Verständnis für andere Lebensvorstellungen und ein soziales Gewissen zeige. Mit Anfang 20 wollte ich die Welt ein klein wenig zu einem besseren Ort machen. Ich war politisch aktiv, beteiligte mich an Demonstrationen, organisierte Spenden-Veranstaltungen mit und war immer bemüht, den finanziell schlecht aufgestellten Menschen zu helfen. Doch dann machte ich Karriere, heiratete und wurde Vater. Von da an zählte nur noch meine kleine, heile Biedermeier-Ich-Welt.

„Wo Freiheit draufstand, steckte irgendwann nur noch mittelständische Finanzkraft drin. […] Egalitarismus als gesellschaftliches Ideal ist verschwunden ebenso wie die Vorstellung von einer Freiheit, die nichts damit zu tun hat, was man sich leisten kann“

Katharina Döbler. „Gammler, Yuppies, Stuhlkissen.“ Le Monde Diplomatique. Ausgabe November 2016. S. 2

Frau, Kinder, Auto, Haus, Garten, Urlaub und Familie kosten eben Geld. Ich machte mich zum Sklaven meiner Lohnarbeit. Unterwarf mich den Interessen meines Feudalherren, auch genannt Arbeitgeber. Ich war nicht gierig. Noch nicht. Eigentlich ging es mir nur um Anerkennung und Respekt: „das aus mir was geworden ist“, wie man so schön sagt. Und natürlich darum, meine Familie zu versorgen. Ihnen etwas zu „bieten“. Im Grunde genommen hasste ich mich dafür, ohne es bewusst zu wissen. Ich bin zu einem konservativen, spießigen, angepassten, gehorsam vorauseilenden Mittelschichts-Spießer geworden. Genau das wollte ich nie werden! Ich hatte zwar Geld, aber was bedeutete das schon, wenn man dafür sein Selbst, seine Moralvorstellungen, seine Empathie und seine Mitmenschlichkeit aufgeben, sowie seine Seele verkaufen musste? Genau: alles! Geld adelt. Ich war endlich angekommen.

So oder so ähnlich (mit leichten oder mittelgroßen Abweichungen inklusive Bestechungen, Bedrohungen, Klüngel und Erpressungen) muss es wohl bei der SPD, den Grünen, etlichen Alt-68ern, Gerhard Schröder, Joschka Fischer, Christopher Lauer und vielen, vielen anderen, abgelaufen sein. Und wer sich der neofeudalen Anpassung und Unterordnung in irgendeiner Form verweigert, wird systematisch verachtet und ausgegrenzt. Oder auch: „Werd Du erstmal erwachsen!“

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Arbeit macht Brei!
Anpassungs- und Konformitätsdruck, Selbstverleugnung, die Unterdrückung eigener Gedanken, Meinungen und Gefühle -weil sie häufig auf der Lohnarbeit unerwünscht sind, den Chef verärgern oder den Betriebsablauf stören würden- bleiben nicht ohne Folgen. Es ist beispielsweise mittlerweile erwiesen, dass ständiges Dauer-Lächeln krank macht, obwohl man eigentlich ganz anders empfindet. Laut einer DAK-Studie nehmen Millionen Deutsche Aufputschmittel am Arbeitsplatz (vom tonnenweisen Kaffee-und-Zigaretten-Konsum ganz zu schweigen). Während jedoch landläufig bei der Tour de France, Doping als schweres sportliches und moralisches Vergehen -ganz abgesehen von den gesundheitlichen Risiken- betrachtet wird, seien Medikamente bei der Lohnarbeit eher ein Kavaliersdelikt. Jedenfalls gibt es hier keine rigorosen Kontrollen oder eine große gesellschaftliche Debatte.

„Wenn man ein Gefühl für soziale Gerechtigkeit und Respekt für den anderen hat, kündigt man jeden Job in den ersten fünf Minuten. Also kämpfe ich gegen mich selbst und akzeptiere die Herrschaftsbeziehungen.“

Mustapha Belhocine, „Mein erster Job im Jobcenter“. Le Monde Diplomatique. Mai 2015. S. 21

Hinzu kommt die starke Zunahme von Depressionen. Laut dem statistischen Bundesamt leidet mehr als jeder Vierte an depressiven Symptomen. Auch Burnout, Stress, Überlastung, Leiharbeit, befristete und prekäre Jobs sorgen dafür, dass Menschen verschlissen, benutzt und anschließend wie alte Waren entsorgt werden. Und obwohl die meisten Menschen sehr wohl um diesen schleichenden Prozess der Selbstzersetzung wissen, beten sie weiterhin die Lohnarbeit als Fetisch an, statt sie lediglich als (im Moment noch) leider notwendiges Übel zu betrachten. Folgende typische Sprüche für den Lohnarbeits-Fetisch sind:

„Jeder der arbeiten will, findet auch Arbeit!“
„Du hast einfach zu hohe Ansprüche!“
„Ich gehe auch mit einer Grippe zur Arbeit!“
„Und was machst Du so?“
„Ich liege dem Staat nicht auf der Tasche!“

Und anstatt die strukturellen sowie systemimmanenten negativen Einflüsse von neofeudalen Arbeitsbedingungen auf das Individuum zu thematisieren, wird -ganz im Sinne des neoliberalen Eigenverantwortungs-Dogmas- nur von Work-Life-Balance schwadroniert. Selbstbestimmung und Selbstfindung werden häufig mit Selbstoptimierung verwechselt. Denn niemand kann echtes Glück erfahren, wenn er sich selbst primär als verwertbare Ware und Nützlichkeits-Ressource definiert, anstatt die eigene Existenz einfach zu verschwenden. Also im Augenblick zu leben.

26 Gedanken zu “Selbstentfremdung

  1. (besonders im sozialen, geisteswissenschaftlichen oder künstlerischen Bereich)

    Sie haben angeblich überhaupt keine Ahnung von Naturwissenschaften.

  2. Wenn man mitten in der Phase „Frau, Kinder, Auto, Haus, Garten, Urlaub und Familie kosten eben Geld“ steckt, liest man Blogs wie diesen nicht. Für diejenigen, die sie hinter sich haben, ist es dann die gern gelesene Bestätigung, dass man nicht allein ist. Schön.

  3. Sam Sebow sagte am Freitag, 13. Januar 2017 um 08:34 :

    „Wenn man mitten in der Phase „Frau, Kinder, Auto, Haus, Garten, Urlaub und Familie kosten eben Geld“ steckt, liest man Blogs wie diesen nicht.“

    Ich stecke (noch) in dieser Phase und lese trotzdem diesen Blog. Habe halt den Fehler gemacht, das bürgerlich-kapitalistische Setup zu lange nicht hinterfragt zu haben. Als ich gemerkt habe, was für einem perversen und infamen Mist ich da aufgesessen bin, war es natürlich zu spät. Ich kann doch nicht die Folgen meiner persönlichen (falschen) Entscheidungen den Kindern aufhalsen. Daher versuche ich sie (so gut ich kann) zu mündigen, emphatischen und aufgeklärten Menschen zu erziehen, auf das sie später hoffentlich besser ihr eigenes Tun und Handeln reflektieren können. Ansonsten wird an einer Exit – Strategie gebastelt und Konsum und Besitz runtergefahren, wo es nur geht.

  4. Sehr guter Artikel.
    Unabhängiges Geld, jemandem nicht auf der Tasche liegen, so etwas gibt es nicht in einer arbeitsteiligen Gesellschaft. Alles hängt mit allem zusammen.
    Abhängigkeit wird da grundsätzlich nur im Zusammenhang mit dem Staat formuliert, die zahlreichen anderen Abhängigkeiten werden einfach negiert, wie die vom Arbeit-„Geber“, vom Arbeitsmarkt und der Wirtschaftslage, von der eigenen, oft nie hinterfragten Erziehung, den regionalen Bedingungen, den aktuell vorherrschenden Diskriminierungen, den Umweltbedingungen vor Ort, und und und…

    Letztlich steht dahinter nicht eine „unabhängige“ Denkweise, sondern eine ganz billige, rechtsanarchistische Staatsfeindlichkeit.

    Dabei paart sich einmal mehr exorbitante Dummheit mit ungeheurer Selbstanmaßung. Denn eigentlich sagen die Vertreter der „Unabhängigkeit durch Lohnarbeit“ nichts anderes, als daß sie auch im 21.Jhd. noch so denken wie in kleinteiligen Gruppen aus grauer Vorzeit.
    An moderne Strukturen gehen sie heran mit Denkweisen, die selbst in den Stammesgesellschaften schon rückständig waren, fleißig natürlich unterstützt von verkommenen „Eliten“, die glauben, davon zu profitieren.

  5. Ist das Foto mit dem Biber-Brüder-Graffito Absicht – oder Zufall? Auf jeden Fall ne schöne, leider eingestellte Serie mit vielen versteckten Anspielungen auf unsere Gesellschaft. ;)

    So vereinnahmt „das System“ halt spielend leicht den Menschen als Solchen; entfremdet und entwöhnt ihn von Kindesbeinen an von seinen (natürlichen) Wünschen und Bedürfnissen, bestimmt sein Denken – und die wesentlichen Handlungen im Alltag. Jeden Monatsende muss ausreichend Kohle auf dem Konto sein, sonst ist man ein Versager, kriegt keine Freundin, keine Frau, keine Kinder, kein soziales Umfeld. Und ein „Versager“ will man ja nun wirklich nicht sein. Also rackert man sich halt ab und hinterfragt diesen ganzen Scheiß höchstens dann, wenn man selbst ordentlich auf die Fresse geflogen ist…

    „Selbstverwirklichung“. Was ein Bullshit. Klar, man verwirklicht sich ja so sehr selbst, wenn man als Bürokraft in ner kleinen Firma die Buchhaltung macht… 90 % der Jobs sind monotone, auf Dauer jeden lebendigen Geist abtötende Folterkammern.

    Die größte Absurdität ist für mich wirklich immer, wenn sich Lohnabhängige grade in Diskussionen über Arbeitslosigkeit („jeder, der arbeiten will, findet auch eine“) als „Unabhängig“ bezeichnen. Das fängt ja im Grunde so richtig mit dem Auszug aus dem Elternhaus an; jetzt ist man ja aber sowas von krass „unabhängig“, nicht wahr…!? Okay, jetzt muss man statt nervigen Eltern nervige Vermieter und Nachbarn ertragen. Und da man dafür ja Geld braucht, einen nervigen Chef und nervige Kollegen, Kunden, Antragsteller… Jeden Monat muss man dann einen riesigen Batzen für Miete, Strom, Heizung, Telefon und sonstigen Kram aufbringen – aber hey – man ist ja jetzt „Schmied seines eigenen Glücks“… Man ver“dient“ es sich!

    Das hat was von Stockholm-Syndrom: Menschen, die kein Kapital, nix anderes anzubieten haben, als ihren Körper und ihre Arbeitskraft; jederzeit vollkommen finanziell und von der Gnade ihres Chefs (oder „Fallmanagers“) abhängig sind, bezeichnen sich als „unabhängig“…!

    Debattiere mit solchen vernagelten Michels dann mal über „Freiheit“. Oder Alternativen. Sie wollen es nicht anders – man ist in diesem System ja als Lohnarbeitender („Hauptsache, Arbeit! Ich würde zur Not auch Klos putzen“ usw.) respektiertes Mitglied dieser „Gesellschaft“ – und kann sich ja noch ein paar Statussymbole vom Munde absparen. Dazu noch regelm. einen Sündenbock (bevorzugt von „draußen“) – und schon isser glücklich, der Michel…!

  6. Puuh, Selbstverwirklichung duch Arbeit. Wenn man die heiße Luft rausläßt ist Arbeit schlicht ein Tausch: Deine Zeit gegen Geld. Wieviel und zu welchen Bedingungen kannst du hoffentlich selber in gewissen Grenzen bestimmen. Deinen Geldbedarf kannst du ebenfalls steuern. Wenn du auf ‚mein Haus, mein Auto, mein Pferd, meine Yacht…‘ reinfällst ist das erstmal dein Problem. Wenn deine Umwelt so drauf ist dann würde ich mich schlicht um einen anderen Bekanntenkreis bemühen.
    Leben ist gewiss kein Ponyschlecken, aber man muß es sich auch nicht aus purer Ideologie schwerer machen.

  7. @Art Vanderley

    „Abhängigkeit wird da grundsätzlich nur im Zusammenhang mit dem Staat formuliert, die zahlreichen anderen Abhängigkeiten werden einfach negiert“

    Ja, das ist ein ganz wichtiger Aspekt und verdeutlicht die neoliberale Staatsfeindlichkeit, die viele Menschen heute schon mit der Muttermilch aufsaugen. Der Markt -also Konzerne, Banken und Milliardäre (nichts anderes ist der ominöse „Markt“)- seien jedoch die Garanten der Freiheit. Deswegen ja auch „Freihandelsabkommen“. Letztlich ist das alles jedoch nichts anderes als Neofeudalismus.

    @Dennis82

    „Ist das Foto mit dem Biber-Brüder-Graffito Absicht – oder Zufall?“

    Meine Fotoauswahl bei den Artikeln ist immer „Absicht“. ;) Ich habe das Bild jedoch weniger wegen der Zeichentrick-Serie verwendet, sondern als Symbol für Lohnarbeiter (vorn mit geheucheltem Lächeln) und Chef (dahinter mit schallendem Lachen). Das Graffiti habe ich zufällig in Berlin entdeckt, wie viele andere Fotomotive.

    „„Selbstverwirklichung“. Was ein Bullshit. Klar, man verwirklicht sich ja so sehr selbst, wenn man als Bürokraft in ner kleinen Firma die Buchhaltung macht… 90 % der Jobs sind monotone, auf Dauer jeden lebendigen Geist abtötende Folterkammern.“

    Aber nicht doch! Damit widersprichst Du ja 90 Prozent aller Hollywood-Filme! Büroarbeit macht doch Spass! Frag mal Bernd Stromberg! :d

    @derda

    „Puuh, Selbstverwirklichung duch Arbeit. Wenn man die heiße Luft rausläßt ist Arbeit schlicht ein Tausch: Deine Zeit gegen Geld.

    Heiße Luft. Das wäre auch mal ein wichtiges Thema. Was da häufig von Unternehmerseite an Kompetenzen, Anforderungen, Fachwissen etc. nicht nur gefordert, sondern auch postuliert wird und wenn man sich dann mal ganz genau einerseits das Wissen/die Expertise von vielen Chefs sowie das wirklich notwendige Wissen, um die Arbeit vor Ort ordentlich zu verrichten anschaut; dann ist da sehr oft viel heiße Luft dabei. Warum man für viele Jobs immer noch eine dreijährige Ausbildung benötigt, obwohl man das, was man dann danach wirklich macht, in locker einem Jahr lernen kann, erschließt sich mir auch nicht. Aber da fühlen sich natürlich sofort alle auf den Schlipps getreten, die ständig von Bildung, Bildung, Bildung schwadronieren und sich selbst über ihr vermeintliches „Fachwissen“ definieren.

    Fakt ist, in vielen Jobs macht man viel eintönige und anspruchslose Tätigkeiten, die man in einem Jahr lernen kann. Aber 3 Jahre Ausbildung und/oder langjähriges Studium müssen natürlich sein!

  8. @ derda
    »Wenn man die heiße Luft rausläßt ist Arbeit schlicht ein Tausch: Deine Zeit gegen Geld.«

    »Arbeit« ist kein Tausch Zeit gegen Geld. Menschenleben ist nicht eindimensional (logischerweise müßten sonst alle den gleichen Lohn pro Stunde bekommen). Es wird ein Wertverhältnis ermittelt und in einem Preis (Lohn) abgebildet. Damit ist es ein in »Recht« gegossener Kauf und beruht ursprünglich auf dem locatio conductio rei (-> locatio conductio operarum -> modernes Arbeitsrecht).
    Außerdem ist »Arbeit« nicht definiert. Im obigen Fall kann es sich damit nur um Erwerbsarbeit handeln.
    Ein anderes Problem der Gegenwart ist, dass das moderne Geld eine Schuld und keinen positiven Wert darstellt. Es ist gut verschleiert, denn es ist logisch nicht zu vermitteln, warum Menschen für Schulden arbeiten sollten. Normalerweise arbeiten sie (auch häusliche Tätigkeit), damit sie positive Werte erhalten (Essen, Trinken, Dach über dem Kopf…).

    Wenn man die »heiße Luft rausläßt« hat man gar keine Erklärung.

  9. @Epukur
    Du versuchst grad den Spagat zwischen Links fühlen und am kleinbürgerlichen Rattenrennen teilnehmen. Das wird nichts. Entweder-oder.
    Der Gegenentwurf war mal das Kollektiv mit Einheitslöhnen. Hat manchmal geklappt, manchmal nicht. Oder der selbstverwaltete Laden ohne einen explziten Chef. Du aber erwartet daß sich tiefkapitalistische Strukturen von selbst ändern. Nee, das wird nichts. Sie können sich ändern wenn es eine gute und tragfähige Alternative gibt.

  10. Man müsste vielleicht noch sagen, dass es mit dem Selbst in der Selbstentfremdung durchaus auch Probleme gibt. Man kann die Sache nämlich derart sehen, dass ein Selbst angenommen wird, das im Einzelnen schlummert, jedoch durch die äußere Unterdrückung nicht zum Aktivität kommt. Außen ist Lebensform m über Zwang und Druck eingefordert, das Selbst, könnte es voll aktiv sein, lebte aber Lebensform n. Aber woher kommt das Selbst und was ist es? Da auch es im gesellschaftlichen Zusammenhang nur entstehen kann, kann man ja annehmen, dass es genau so ist, dass die Lohnarbeit es erfüllt und bei sich sein lässt bzw. nicht von sich entfremdet. Das ist das Tragische am beherrschten Mensch. Der herrschende Mensch ist übrigens nicht anders zu betrachten. Seine Position, in die er gefallen ist, bringt ihm ohne Zweifel mehr Annehmlichkeiten ein, aber mehr auch nicht. Wenn man so etwas wie einen Abbau der Entfremdung anpeilen will, dann bewegen sich ja beide auf demselben Niveau. Abbau der Entfremdung scheint aber so etwas wie Schaffung von Nähe zu sein. Nähe zu was? Eine Nähe zu sich selbst? Aber wenn das Selbst auch gesellschaftlich geschaffen ist, dann ist der Beherrschte ja eventuell schon ganz bei sich. Nähe wozu also?
    Aber abgesehen davon, die Normen sind eine große Last für jene, die von ihnen abweichen. Die Abweichung erzeugt Gewicht, die Konformität erzeugt Leichtigkeit. Die Norm ist wie die Gesundheit. Ihr Gewicht zeigt sich erst, wenn sie fehlt. Wer krank ist, erfährt die Schwere, wer abweicht, erfährt die Schwere. Von daher sind wir, was die Normen in Hinsicht auf den Komplex der Lohnarbeit angeht, noch im unreflektierten Naturzustand. Man schaue nur: wer heute transsexuell mit bisexuellen Seiten ist, dem wurde schon viel Gewicht abgenommen, auch er kann sich leicht fühlen oder leichter zumindest als noch vor 50 Jahren. Wer heute aber nicht der Lohnarbeit einen hinreichenden Sinn abgewinnen kann und lustlos arbeitet bzw. so wenig als möglich arbeitet, dem lastet ein großes Gewicht auf. Er wird auch in seinen Lebensoptionen von außen eingeschränkt, ihm werden Optionen vorenthalten. Nein, Schwule dürfen da nicht hinein. Ihm wird eine Barriere aufgebaut. Oft heißt es dann: das bekommst du nur mit einem höheren Geldbetrag. Er kann mitunter auch verspottet werden oder jedenfalls der Gleichgültigkeit anheim fallen. Es heißt: du kannst ja arbeiten gehen! Aber heißt es dann auch: du kannst ja heterosexuell werden?! Du kannst dir ja deine Haut weiß färben lassen?! Du kannst ja ein Mann werden?!

  11. Was mich an dieser Linksintellektuellen / Bildungsbürgerlichen Sichtweise stört: Sie ist einseitig. Sie verstellt sich selbst den Blick darauf, das Arbeit auch unabhängig vom Inhalt ein Mittel zum Zweck ist.
    Ihr verkennt in der industrialisierten Gesellschaft das die Zwangslage „Brot durch Arbeit!“ keine Erfindung des kapitalistischen Ausbeuters ist, sondern eine gegebene Notwendigkeit.
    Ihr verkennt auch, das es auch erfüllend, befriedigend sein kann, einer einfachen Arbeit nachzugehen, weil man es für die Kinder, die Familie das sichern des Lebens macht.

    Was ihr wollt, ist, das die Arbeit Glückseligkeit und Identität vermittelt. Das ist aber nur einer kleinen Menge Bürgerlicher vergönnt. Es können nicht alle Arzt sein, die es wollen. Es können nicht alle alles machen. Die arbeitsteilige Gesellschaft erzwingt Spezialisierungen weil das die Produktivität erhöht und das erzeugt oft stupide Arbeitsinhalte. Dabei ist man heute in den Branchen, die es betrifft sich oft sogar dessen bewußt und fördert Abwechslung und versucht einseitige Belastung der Arbeitskräfte zu vermeiden.

    Wenn ihr auf einer Insel ohne Industrie lebtet, die nicht durch ihre Lage in der Südsee und wild wachsende Nahrung hochbegünstigt ist, dann müsst ihr arbeiten um zu überleben. Der Natur das Lebensnotwendige abtrotzen. Und genauso im übertragenen Sinne ist es heute im Dschungel der industriellen Gesellschaft.

    Dieses ganze Gerede könnte man auch anders gestalten. Weniger Gesellschaftsfeindlich und Selbstrühmend. Man könnte der arbeitenden Gesellschaft aufzeigen, wie sie innerlich soweit wachsen können, das sie eine authentisch selbstgewählte Entscheidung treffen über ihr Leben. Und die meisten Menschen machen das. In Deutschland sind die meisten mehr oder weniger mündig und arbeiten in einem Job oder Beruf, der ihnen am ehesten noch liegt.
    Das brutale Jobmanagement das Sie postulieren gibts in Detuschland nicht mal in der Zeitarbeit. Auch dort ist man nicht für alle Jobs eingetragen, sondern für die, für die ich ausgebildet bin oder mich tauglich sehe.
    Das was Sie meinen ist der Hilfsarbeiter. Der ist aber eher arbeitslos und Arbeitslosigkeit ist gerade für viele schlichtere Gemüter, die die Mehrheit der bildungsfernen Aushilfsarbeiter stellt, nun mal eher doof. Solange diese ihre fünf Sinne beisammen haben, wollen diese Leute arbeiten, weil sie ARBEITER SIND! Genau darum geht es:

    Sie haben eine intellektuelle Identität und verweigern allen, die eine andere Form der Selbstidentität gebildet haben mit ihrem Gerede eine eigene Entscheidung.

    Diese Selbstentfremdung ist vor allem die Entfernung des Menschen von seiner empathischen Gefühlswelt und die hat sehr oft andere Gründe – wenn auch Sie nicht gänzlich unrecht haben: Zum Reich werden setzen sich viele schlimmen Dingen aus. Sie übervorteilen und betrügen. Das ist ein viel stärkerer Kern der Selbstentfremdung – die begründet sich aber in der Neigung zur Geldliebe und Habgier. Ganz einfach eigentlich. Versteht jedes Kind. Da muss man nicht soviel Erklären wie Sie glauben.

  12. @GeistlosBlog (interessanter Name, wenn auch nicht sehr einfallsreich! :SHOCK: )

    „Wenn ihr auf einer Insel ohne Industrie lebtet, die nicht durch ihre Lage in der Südsee und wild wachsende Nahrung hochbegünstigt ist, dann müsst ihr arbeiten um zu überleben. Der Natur das Lebensnotwendige abtrotzen. Und genauso im übertragenen Sinne ist es heute im Dschungel der industriellen Gesellschaft.

    Dieser Vergleich hinkt vorne und hinten, aber ist typisch für BWL´er und Lohnarbeitsfetischisten, welche die marxsche Selbstentfremdung verleugnen, weil sie die ökonomische Kritik dahinter scheuen. Wenn ich alleine im Dschungel bin, arbeite ich für mich und/oder meine Familie und das ganz direkt. Mir „gehören“ (ja, eigentlich der Natur) die Produktionsmittel und die Erzeugnisse, die ich da baue und anpflanze.

    Es geht nicht nur um eintönige und/oder vermeintlich stumpfsinnige Arbeit, es geht vor allem auch darum, dass vieles davon einfach gar keinen gesellschaftlichen und/oder produktiven Mehrwert mehr hat. Ich erinnere beispielsweise an die „Bullshit-Jobs“, die Börse, die Finanzindustrie oder Banken-Lebensmittel-Spekulationen. Warum in alles in der Welt „muss sowas von irgendjemanden“ gemacht werden?

  13. @Geistlosblog

    Das Argument wird gerne angeführt, daß Kritiker der Arbeitswelt gegen die Arbeit an sich seien.
    Blödsinn, daß ein Minimum an Arbeit notwendig ist, ist eine Binsenweisheit, die so banal ist, daß sie hier gar nicht erst erwähnt wird.
    Sie können ja gerne kritisieren, aber Sie sollten schon verstehen, worum es eigentlich geht.
    Wer gibt eigentlich denen, die gerne, viel und/oder zu allen Bedingungen arbeiten, das Recht, einseitig die Verhältnisse auf dem Arbeitsmarkt zu bestimmen, außer dem Umstand, daß es schon immer so war und man die Mehrheit hinter sich glaubt.

    Aber ist vielleicht genau das der Punkt? Haben die Arbeitsfetischisten das Gefühl, daß ihnen die bisherige Deutungshoheit abhanden kommen könnte?

  14. @Geistlosblog: „Die arbeitsteilige Gesellschaft erzwingt Spezialisierungen weil das die Produktivität erhöht und das erzeugt oft stupide Arbeitsinhalte“.

    Meinst du das ernst? Die Produktivität erhöht? So direkt aus der Zentrale eines größeren Konzerns kann ich dazu nur sagen, dass sich selbstverständlich der Output ständig erhöht. Nur leider ist das „Produzierte“ zu nichts zu gebrauchen. Unendlich viele „Manager“ wollen ständig „informiert“ sein und überall mitreden. Dabei verliert sich die Verantwortung in einem unendlichen Irrgarten von Gremien und Berichtslinien, so dass am Ende eigentlich niemand konkret etwas entscheidet und (ganz wichtig!) niemand für Fehler und Missstände gerade stehen muss. Zumindest nicht auf den oberen Ebenen. Den Rest erledigt dann der Zahlenwahn vom Controlling, der vollkommene Irrwitz der Rechnungslegung und Bilanzierung und die ebenso bürokratischen wie vergeblichen Versuche der Aufsichtsbehörden, dass irgendwie unter Kontrolle zu kriegen. Jetzt noch ein paar Bullshitschleudern (aka Unternehmens“berater“) und einen schönen IT-Dschungel dazu und fertig ist der Moloch, der sich schneller und schneller nur um sich selbst dreht und niemanden dient außer sich selbst.

    Ach so, eins noch: Mein Job ist überhaupt nicht stupide, sondern sogar sehr komplex. Und immerhin 10% meiner Zeit widme ich sogar der sinnvollen Aufgabe, auf die Kohle der Witwen und Waisen aufzupassen. Ansonsten „produziere“ ich komplizierte Dinge, die keinen tieferen Sinn ergeben. Aber immerhin muss ich niemanden betrügen oder übervorteilen, da ich mit Privatkunden nichts zu tun habe.

  15. epikur sagte am Montag, 16. Januar 2017 um 18:45 :

    @GeistlosBlog (interessanter Name, wenn auch nicht sehr einfallsreich! :SHOCK: )

    Ich ändere den Nick in „Blogwatch“

    :P fiel mir grad so ein, mir war nicht bewußt, das der auch in der URL wörtlich steht … warscheinlich fiel er mir deshalb auch ein …

    „Wenn ihr auf einer Insel ohne Industrie lebtet, die nicht durch ihre Lage in der Südsee und wild wachsende Nahrung hochbegünstigt ist, dann müsst ihr arbeiten um zu überleben. Der Natur das Lebensnotwendige abtrotzen. Und genauso im übertragenen Sinne ist es heute im Dschungel der industriellen Gesellschaft.

    Dieser Vergleich hinkt vorne und hinten, aber ist typisch für BWL´er und Lohnarbeitsfetischisten, welche die marxsche Selbstentfremdung verleugnen, weil sie die ökonomische Kritik dahinter scheuen. Wenn ich alleine im Dschungel bin, arbeite ich für mich und/oder meine Familie und das ganz direkt. Mir „gehören“ (ja, eigentlich der Natur) die Produktionsmittel und die Erzeugnisse, die ich da baue und anpflanze.

    Nun dann bau doch einfach deinen Kram an, ohne die Hilfe von Industriellen, Kapitalisten und Geldverwertern, Geldvermehrern. Dann regulier doch deinen Lebensabend ohne Bankkonto und so weiter…
    Tja, da mussde halt auswandern. In Asien und Afrika, im austr. Outback vielleicht, oder in einem Waldstückchen in Kanada könnte es gehen. Aber auch nicht zurück kommen, wenn de krank wirst, weil das ist nun wirklich eine fiese Kapitalistenveranstaltung – so Pharmaindustrie und medizinisch-industrieller Komplex und so…

    Mit ist das einfach alles zu realitätsfremd. Mir gings darum die Echokammer aufzuzeigen, in der Sie sich verschanzt haben.

    Es gibt einen wichtigen Punkt, den Marxisten immer vergessen: Tatsachenbeobachtungen unterliegen einer Interpretation.. Sie beschreiben dies mit Hilfe eines Definitionsmodells, das ich nicht in jeder Hinsicht für richtig halte. Sie berufen sich stur auf das Modell um zu zeigen das ich Unrecht habe. Nicht so ganz koscher. Das machen übrigens ähnlich die Rechten.

    Das was Sie kritisieren ist durchaus Kritikwürdig, aber die Systematik dahinter definiere ich anders. Die Gesellschaft hat sich für ein Modell des Wirtschaftens entschieden, der heutige Wasserkopf des Kapitals liegt wohl unter anderem daran, das die Produktivität heute so hoch ist und noch weiter steigt. Viel Kapital braucht Verzinsung, klar. Sie gehören zu den Zinskritikern wenn sie die Kapitalakkumulation als Quell allen Übels sehen, der den Besitzstand einiger weniger Kapitalisten sichert.
    Trotzdem braucht es erheblich Kapital um heutige Produktionsprozesse einzuleiten. https://de.wikipedia.org/wiki/Halbleiterwerk oder die Kosten für Energiewende z.B. https://www.bundesregierung.de/Content/DE/StatischeSeiten/Breg/Energiekonzept/0-Buehne/kosten-nutzen-energiewende.html

    Diese Kosten werden auch durch die kapitalisierte Ökonomie erwirtschaftet.
    Sind Sie der Meinung das ist alles nichts wert?

    Wenn Sie wollen ziehen Sie ihr Auto wieder mit einem Ochsen, den füttern Sie dann allerdings auch und brauchen Platz für den und was PETA dazu sagen wird, nehmen Sie sich vor dem Tierrechtlershitstorm in Acht!

    Sie machen es sich zu einfach. Selbstentfremdung hat viele Ursachen. Eine Ursache sind unter anderem ökonomische Zwänge, die vergleichbar sind mit Überlebenszwängen, aber auf gesellschaftliche Dimensionen übertragen.

    Lasst den Leuten ihre Identität. Die meisten lehnen eine – wieder böse formuliert – linksgrünökogenderfeministische Sichtweise ab. Die meisten wollen einfach ihr Leben leben und dazu gehört arbeiten dazu.

    Arbeiter und Bauernstaat als früherer Entwurf des Kommunismus hat schon zig Millionen Menschen das Leben gekostet. Wieviele möchten Sie dieser Theorie noch opfern?

    Art Vanderley sagte am Montag, 16. Januar 2017 um 21:59 :

    @Geistlosblog

    Das Argument wird gerne angeführt, daß Kritiker der Arbeitswelt gegen die Arbeit an sich seien.
    Blödsinn, daß ein Minimum an Arbeit notwendig ist, ist eine Binsenweisheit, die so banal ist, daß sie hier gar nicht erst erwähnt wird.

    Wieso ein Minimum? Was meinen Sie ist das ein Minimum in der Landwirtschaft ohne Maschinen und moderne Werkzeuge zu arbeiten? Der feuchte Traum der Ökos platzt nämlich schneller als Sie denken. Zeitweise standen über 90% der Bevölkerung mehr oder minder mit der landwirtschaftlichen Produktion bzw. Lebensmittelproduktion in Verbindung und es gab trotzdem von allem nur wenig bzw. ausreichend und das obwohl es nur ein Bruchteil Bevölkerung gab.

    Alles was heute die Arbeit leichter macht, ist ein Ergebniss von Kapital und Arbeit im kapitalistischen Sinne. Sie sind Nutznießer und beißen und hetzen gegen die Hand, die dies möglich gemacht hat.
    Oder teilen Sie in einen guten Kapitalismus und einen bösen Kapitalismus?
    Sitzen Sie etwa an Computern, in denen Kupfer verarbeitet ist? Nutzen Sie Handies, die zu Dumpinglöhnen gefertigt werden? Fahren Sie ein KFZ das die Umwelt belastet?

    Heuchelei ist das.

    Und wenn irgendein Finanzkapital eine Finanzblase erzeugt, dann weil es das kann und damit Geld scheffelt. Der Konkurrenzkampf aus der Realwirtschaft in die Kunstblase des Kapitals gehoben.

    Ist das Schrott? Ja, vielleicht. Am Ende sind das aber nicht die Reichtümer von wenigen Kapitalisten, sondern die Ersparnisse und Renten von Millionen, da oben drauf mögen noch erhebliche Anteile echten Kapitals von den Leuten sein, die als Kapitalisten das System für ihre Zwecke laufen lassen, aber vergleichsweise ist der Anteil sogar gering, denn die meisten Superreichen haben ihren Reichtum in Investitionsgeschäften oder Staatskrediten gebunden.

    Also welchen Sinn hat das wohl? Das der Geldwert über die Zeit gerettet werden soll. Wer das gut macht, der kriegt viel Geld, wer das schlecht macht, der (sollte) gekündigt werden.

    Auch morgen wollen die Leute Rendite und Rente. Auch die kleinen Anleger bei den Versicherungen!

    Vieles weitere ist mit der Staatenkonkurrenz erklärbar. Wenn Staaten sich in Wirtschaftskonkurrenz befinden, dann werden sie sich auch gegenseitig versuchen was abzujagen.

    Ist das sinnlos? Warscheinlich irgendwo schon. Wird sich das ändern? Nur wenn die Propheten vom Paradies recht behalten, solange diese Welt ist wie sie ist und der Mensch ist wie er ist, wird sich nichts ändern.

    Vieles ist einfach auch menschlich – insbesondere die Unmenschlichkeit wurzelt darin, das Menschen so sind wie sie sind.

    Rano64 sagte am Dienstag, 17. Januar 2017 um 09:21 :

    @Geistlosblog: „Die arbeitsteilige Gesellschaft erzwingt Spezialisierungen weil das die Produktivität erhöht und das erzeugt oft stupide Arbeitsinhalte“.

    Meinst du das ernst? Die Produktivität erhöht?

    Ja. Ihr Einwand ist auf eine konkrete Situation und Lebenserfahrung und auf Organisationsprobleme zurückzuführen. Klar, ist nicht einfach in Institutionen das zwischenmenschliche, Verantwortungsflucht, die Probleme zu meistern.

    Trotzdem kostet heute ein Computer nur noch einen Bruchteil bei höherer Leistungsfähigkeit als vor 75 Jahren. Auch Milch, Butter, Brot, Fleisch und Äpfel sind günstiger und werden in gigantischen Mengen produziert, wir könnten noch viel mehr produzieren, alleine es fehlt das Kapital und die Kaufkraft in der Welt.

    Spezialisierungen sind in der arbeitsteiligen Gesellschaft super. Sie können ja mal versuchen ihr eigenes Sandwich herzustellen. https://www.youtube.com/watch?v=URvWSsAgtJE

  16. Nun, m.E. steigt die Produktivität nicht durch Arbeitsteilung, sondern vor allem durch höheren Technologie (=Kapital) – Einsatz. Ich glaube nicht, dass man Ricardo auf die Mikro-Ebene übertragen kann. Oder jedenfalls nur sehr eingeschränkt. Das würde ja bedeuten, dass die Arbeitsteilung dazu führt, dass jeder genau die Tätigkeit ausübt, die ihm/ihr besonders liegt und er/sie damit besonders „produktiv“ ist. Das geht an der Wirklichkeit mächtig vorbei. Die immer weiter zunehmende Spezialisierung führt zu Monotonie und zum Verlust der Identifikation mit dem Produkt. Es ist nun mal was anderes, ob ich zu Hause liebevoll das Hochbeet bepflanze oder tagaus, tagein monoton mit dem Mähdrescher über unendliche Sojafelder fahre.

    Daher ist es völlig irrational, in dieser unserer Arbeitswelt einen wie auch immer gearteten Sinn für sich persönlich zu erwarten. Klar gibt es ein paar Glückspilze, die noch einen Nische finden, in der das gelingen mag, aber für fast alle ist es einfach nur ein Tausch von Zeit gegen Geld. Und es ist völliger Blödsinn, auch nur ein winziges bisschen der sehr wertvollen Lebenszeit herzugeben als gerade eben nötig. Klar muss man arbeiten für die Erfüllung der elementaren Bedürfnisse. War schon immer so. Aber für all den nutzlosen Plunder, den unser ach so tolle kapitalistische Welt bereit hält, muss man gar nichts.

    Und den Punkt kriegen die meisten Leute nicht gebacken.

  17. Arbeitsteilung ist ja auch, das Produkte nicht komplett hergestellt werden. Das ginge heute gar nicht mehr. Der eine sammelt das Erz in Skandinavien, der nächste kauft das Erz und macht daraus Roheisen, der nächste Stahl. Dann kauft einer den Stahl und vieles andere und macht daraus ein Schiff. Die Motoren kommen von wieder anderen, die nächsten liefern die Schiffsschraube, sehr hochspezialisierte Arbeit.

    Natürlich ist das eine höhere Produktivität. Diese erlaubt erst so komplexe Maschinen zu bauen wie sie heute gebaut werden. Auch die Fließbandproduktion erzeugt erst die preiswerteren Produkte, ich schätze wir sind nicht ganz eins was den Begriff Arbeitsteilung angeht, dürften Sie aber anhand des Beispiels jetzt erkennen was ich damit meine.
    Weiteres Beispiel: Das Auto. Hochspezialisierte Firmen bauen einzelne Teile, die werden irgendwo hingekarrt und dort zusammengeschraubt. Während die Planungen und das Know How irgendwo anders her kommt. Es können einzelne Schritte und Teilschritte von hochspezialisierten Firmen und Arbeitern übernommen werden.

    Ohne Arbeitsteilung und Spezialisierung ist die heutige Arbeit nicht teilbar. Auch die Landwirtschaft profitiert davon. Wir haben gut ausgebildete Landwirte. Heute produzieren diese mit dem Know How der Universitäten und mit Hilfe der Werkzeughersteller aus Industrie ein vielfaches dessen was früher produziert wurde. Wie die das machen? Beste Bearbeitungsmethoden, immer besseres Saatgut, Hi-Tec-Hilfsstoffe für Schädlings- und Unkrautbekämpfung. Verbesserte Bodenqualität und viel Know How der Landwirte selbst.

    Das ist Arbeitsteilung. Und langweilig ist das ganz sicher nicht. Es ist vielfach eine Berufung, gerade weil die meisten deutschen Landwirte auch ihre eigenen Unternehmer sind, für sich selbst wirtschaften ist das ein schlechtes Beispiel für öde Arbeit.
    Und selbst wenn man sich über manche stupide Bereiche ärgern mag, so bleibt das gute Gefühl das konventionelle (größtenteils auch bei Bio) Landwirte von heute die besten Nahrungsmittel seit Menschheitsgedenken produzieren helfen in Mengen, die für alle reichen können.

    Der Sinn für einen Landwirt ist es, die Grundlage für Nahrungsmittel für Millionen bereit zu stellen. Das Problem ist das viele Linke längst die Bodenhaftung verloren haben weil sie nur noch die Brille ihrer Ideologie kennen. Die Liebe zur Arbeit oder zu den Menschen, die von der Arbeit profitieren können, wird kaputtgeredet weil es die Ideologie so will.

    Natürlich gibts Ausbeutung, das steht ausser Frage. Die ist auch systematisch bedingt, die hat aber weder mit Arbeitsteilung zu tun, noch ist sie allein für das Verhalten der Menschen verantwortlich noch ist es die öde Arbeit, die die Selbstentfremdung bewirkt. Vielmehr sind Menschen, die sich Selbstentfremdet sind, die aus Gier um Reichtum, Besitz und Macht buhlen, weit von ihren eigentlichen zwischenmenschlichen Bedürfnissen entfremdet. Dafür kann es also viele individuelle Gründe geben.

    Die Verdinglichung des Seins, die Besitzattitüde und die Verwechslung des Habens mit dem Sein ist damit auch nicht unbedingt einhergehend. Ich teile auch die Kritik das vieles in der Welt einfach nutzloser Plunder ist. Aber z.B. die positiven Seiten von Smart Phone und Facebook zu verneinen ist auch falsch. Damit kann man schon etwas machen, aber dafür muss der Nutzer Selbstbestimmt sein und bleiben und die Objekte seiner Lebensgestaltung und seinen Lebenszielen unterwerfen und nicht umgekehrt. Dazu gehören natürlich auch Waren und Dienstleistungen. Die sind kein Selbstwert sondern vermitteln nur einen Nutzwert oder individuellen Wert (wie ein Geschenk vom verstorbenen Opa).

    Den Leuten zu vermitteln das sie das können oder lernen könnten und das das vernünftig ist, das ist eher etwas was ich von Leuten wie Ihnen, die hier einen solchen Blog betreiben erwarte und Sie würden sich umschauen wie reizend die meisten Menschen sein können, wenn man ihnen eben nicht mit dem erhobenen Zeigefinger entgegentritt, nicht so besserwisserisch sondern wenn man ihnen zu einem wachsenden Selbst verhilft indem man ihnen Möglichkeiten zum Wachstum anbietet aber auch respektiert wenn sie es nicht wünschen.

    Das ist weit entfernt von der selbstgefälligen nölenden Art wie man es hier an Board lesen kann. Wiewohl es schon ein netter Blog ist und die Inhalte zum Lesen einladen.

    Es ist halt recht eintönig immer die sich im Kreis drehende Kritik zu lesen, die nicht sehr einladend ist. Das fühlt sich schlimmer an als fünf Stunden öde Arbeit :d

  18. @Blogwatch

    „Natürlich gibts Ausbeutung, das steht ausser Frage. Die ist auch systematisch bedingt“ […] „Dafür kann es also viele individuelle Gründe geben“

    Ja, was denn nun? Systemisch bedingt oder doch individuell?

    „Den Leuten zu vermitteln das sie das können oder lernen könnten und das das vernünftig ist, das ist eher etwas was ich von Leuten wie Ihnen, die hier einen solchen Blog betreiben erwarte.“

    Ich schreibe hier nicht -kostenfrei und voller Leidenschaft- Artikel seit über 8 Jahren um „Erwartungen“ zu erfüllen oder um Leuten gerecht zu werden. Auch ist das hier keine (Job-)Coacher-, Lebensratgeber- oder So-werden-Sie-glücklich-Plattform. Obwohl: „Verschwende Dein Leben!“

    „Das ist weit entfernt von der selbstgefälligen nölenden Art wie man es hier an Board lesen kann. Wiewohl es schon ein netter Blog ist und die Inhalte zum Lesen einladen.“

    Ich habe die schlechte Welt nicht gemacht! Aber schön, dass Sie trotzdem gerne hier lesen.

  19. epikur sagte am Mittwoch, 18. Januar 2017 um 15:30 :

    @Blogwatch

    „Natürlich gibts Ausbeutung, das steht ausser Frage. Die ist auch systematisch bedingt“ […] „Dafür kann es also viele individuelle Gründe geben“

    Ja, was denn nun? Systemisch bedingt oder doch individuell?

    Eben beides!
    Die systemische Ausbeutung, die gewisse Sachzwänge erzeugt und nicht immer für einen Unternehmer vermeidbar ist wie zum Beispiel die Tatsache, das ein Betrieb nur mit Rendite überlebensfähig ist oder Löhne immer unterhalb der Kosten liegen müssen.
    Die individuelle Ausbeutung, die der Mensch dem Menschen ohne äußeren Zwang antut und die Selbstausbeutung könnte man noch von der individuellen Ausbeutung abgrenzen vielleicht, obwohl sie darunter fällt.

    Ausbeutung ist relativ.

    Letztens sprach ich mit jemandem, der darauf bestand das Löhne in Richtung 7000 Euro im Monat nicht so selten seien. Die Zahlen, die ich im Vorlegte, das das schon ziemlich obere 10% der Gesellschaft sind, sein müssen!, das ließ er nicht gelten. Alles Gewerkschaftergeschwätz.
    Dieser Mensch ist also wirklich der Auffassung das man solche Löhne an jeder zweiten oder mindestens dritten Ecke finden kann. Was wäre für diesen Ausbeutung? Löhne bis 4000 Euro?

    Viele sind froh für 2000 Euro zu arbeiten, andere verlangen mehr. Manche investieren bewußt viel mehr Zeit für Ausbildung, ärgern sich wenn sich das dann nicht im Lohn niederschlägt. Andere arbeiten besonders hart, bekommen aber diese Mehrleistung nicht wirklich vergütet und oft nicht mal anerkannt.

    Schauen wir uns Hartz4 an, kann man sehen das man für eine Familie mit 4 Personen bei einer mittleren deutschen Miethöhe etwa auf etwa um 2000 Euro monatlich kommt KDU und Regelsatz zusammen.
    Sind Löhne darunter dann Ausbeutung?

    Oder gilt alles als Ausbeutung wenn ein Unternehmer mit Einsatz von Besitz, eigener Arbeit und Hirnschmalz mit Hilfe der Arbeitskraft anderer zu einem Mehrwert und einer Rendite seines eingesetzten Kapitals kommt?

    Ab wann ist Arbeit für Sie keine Ausbeutung mehr oder sieht ihr Modell grundsätzlich nur diesen Begriff für jedwede Arbeit vor?

    Die meisten Menschen sind dankbar für eine Arbeitsstelle. Wenn da halbwegs gezahlt wird, die Arbeit nicht monströs den Verschleiß fördert, sind die meisten froh weil sie so ein Auskommen und Beschäftigung haben. Die wenigsten Menschen würden sich auf den Lebensstil einlassen, den ich aus ihren Zeilen herauslese: Nix tun bzw. für sich selbst Sein. Das reicht vielen einfach nicht und ich finde das ist normal und deutet auch auf geistige Gesundheit hin, wenn der Mensch als Schaffer und Macher, als Diener und Bedienter einen Schaffensdrang und sich irgendwie einbringen will mit seiner Tatkraft. Wenn sich das für den Einzelnen auszahlt – Umso besser! Ansonsten zeigt das Ehrenamt und das Familienbewußtsein der meisten Menschen, das ihnen Arbeit alleine zu wenig zum leben ist.

    Ich schreibe hier nicht -kostenfrei und voller Leidenschaft- Artikel seit über 8 Jahren um „Erwartungen“ zu erfüllen oder um Leuten gerecht zu werden. Auch ist das hier keine (Job-)Coacher-, Lebensratgeber- oder So-werden-Sie-glücklich-Plattform.

    Scheint wohl meine Message nicht angekommen zu sein. Aber das macht ja nichts.

  20. @Blogwatch

    Die Dinge, die Sie an meiner Ansicht kritisieren, habe ich nirgends gesagt. Leider auch das ein typisches Vorgehen von Leuten, die es nicht verknusen können, wenn Kritik am Fetisch Arbeit geübt wird.

    Übrigens beißen Sie selber die Hand, von der Sie profitieren, ohne Kritik an der Arbeitswelt gäbe es nicht jenes heutige Wirtschaftssystem, daß Sie verteidigen. So war und ist z.B. die Abschaffung der Kinderarbeit ein klarer Standortvorteil, entgegen des kindischen Gezeters, daß die Arbeitgeber damals genauso von sich gegeben haben wie bei jeder späteren Arbeitszeitverkürzung oder unlängst beim Mindestlohn.

  21. Art Vanderley sagte am Mittwoch, 18. Januar 2017 um 21:32 :

    @Blogwatch

    Die Dinge, die Sie an meiner Ansicht kritisieren, habe ich nirgends gesagt. Leider auch das ein typisches Vorgehen von Leuten, die es nicht verknusen können, wenn Kritik am Fetisch Arbeit geübt wird.

    Übrigens beißen Sie selber die Hand, von der Sie profitieren, ohne Kritik an der Arbeitswelt gäbe es nicht jenes heutige Wirtschaftssystem, daß Sie verteidigen. So war und ist z.B. die Abschaffung der Kinderarbeit ein klarer Standortvorteil, entgegen des kindischen Gezeters, daß die Arbeitgeber damals genauso von sich gegeben haben wie bei jeder späteren Arbeitszeitverkürzung oder unlängst beim Mindestlohn.

    Schon mal daran gedacht, das Sie meine Aussagen vielleicht nicht richtig interpretiert / verstanden haben?

    Das ist das Problem mit euch linkslinken Apologeten: Es gibt nur eure eine einzige Auslegung und jeder Diskurs endet mit der Tiefe eures Horizonts.
    Alternativen habt könnt ihr nicht sehen, weil ihr diese aussiebt. Nur rummosern und die Wirklichkeit durch das winzige Nadelöhr eurer Ideologie pressen. Da bleibt natürlich von der Wirklichkeit nicht mehr viel übrig.

    Viel Spass noch mit ihrem Thesenmodell. Is ja frustrierend genug, wenn man dem Gesellschaftsüberbau nichts positives mehr abgewinnen kann. Wohlgemerkt ohne das Negative zu ignorieren, das tu ich nicht.

    Mit Ihrem Feindbild habe ich jedenfalls nichts zu tun. Ich bin weder Kapitalist noch schufte ich für Dollars mein Leben zugrunde und für Kinderarbeit war und bin ich nicht, Sonderformen wie Schule, Ausbildung oder erzieherische Lehrneinheiten und Unterstützungstätigkeiten in den Ferien wie in der Landwirtschaft üblich, mal aussen vor gelassen. Wie man sieht gibts auch hier Unterschiede, Differenzierungspotential und so weiter. Aber das wird Ihnen wieder entgehen. Ein Problem mit Ideologien, die nur noch eine einzige Definition erlauben und alles andere als Angriff und Kampf gegen sich empfinden.

  22. @Blogwatch

    Es ist immer dasselbe Prinzip, in Deutschland offenbar ganz besonders, Sie scheinen so ein richtiges Parademodell zu sein.
    Selber keine Ahnung vom Thema, aber die eigene Ignoranz mit Stolz vor sich hertragen, die schwäbische Hausfrau läßt grüßen.
    Sie sind nur deshalb so erbost, weil Sie zu denen gehören, die das nahende Ende der Pöbelherrschaft fürchten.

  23. Art Vanderley sagte am Donnerstag, 19. Januar 2017 um 20:14 :

    @Blogwatch

    Es ist immer dasselbe Prinzip, in Deutschland offenbar ganz besonders, Sie scheinen so ein richtiges Parademodell zu sein.
    Selber keine Ahnung vom Thema, aber die eigene Ignoranz mit Stolz vor sich hertragen, die schwäbische Hausfrau läßt grüßen.
    Sie sind nur deshalb so erbost, weil Sie zu denen gehören, die das nahende Ende der Pöbelherrschaft fürchten.

    Mensch, wie viel Mist kann man eigentlich so von sich geben … Watt fürchte ich? Wo bin ich erbost?
    GENAU das eben nicht! Ich werfe vor, das linke blind für alle anderen Gedanken und Erwägungen seid, blind weil diese Ideologie die Augenlieder verklebt.

    Mir gehts überhaupt nicht darum irgendetwas zu verteidigen. Es geht um alternative Sichtweisen oder besser gesagt: Um das Bewußtsein dafür, das auch linke Vorstellungen über die Gesellschaft nur E I N E Perspektive unter vielen sind. Das müsste jeder begreifen, der ernsthaft über soziologische Themen wie Gesellschaft, Marxismus, wirtschaften und so weiter referiert – oder er hat gar nichts verstanden.
    Bei Linken kommt Perspektivenbewußtsein offenbar nicht vor, weil man sich hinter der Ideologie verschanzt, die jegliche Interpretation vorgibt, ein Werkzeugkasten, aus dem immer derselbe Sermon hervorgeht. Ein Höhlengleichniss, wobei frühe Arbeiten diverser Linken Vordenker als Oberpriester über ihre Jünger jedem in den Mund legen was über was zu denken ist.

    Genau das ist einer der wenigen Punkte, die mir im sonst tollen Blog auffielen: Eben diese Einseitigkeit, das ständige drehen um dieselbe Sichtweise und Interpretation mit einer unangenehmen Penetranz und Larmoyanz.

    Dafür versuchte ich mehr schlecht als Recht Beispiele zu bringen, wofür sich dieses Thema hier ja auch sehr eignet, eigentlich.

    Mehr wollte ich gar nicht sagen.

  24. @Blogwatch

    Vielleicht sollten Sie einfach aufhören, ständig irgendeinen Mist zu unterstellen, der vom Gegenüber nicht gesagt worden ist.

    Ich sehe nicht, wo ich behauptet hätte, die Linke sei die einzige denkbare Sichtweise.
    Auch gibt es so etwas nicht wie die eine „Linke“, da gibt es ziemlich verschiedene Ansätze, die z.T. sogar miteinander unvereinbar sind.
    Und nirgends steht, Sie hätten irgendwas zu denken, daß Leute ihre Überzeugungen vertreten, damit werden Sie schon leben müssen, wenn Sie sich schon angegriffen fühlen, wenn einer seine Meinung sagt, dann haben Sie ein Problem.
    Ich habe den Eindruck, daß bei Ihnen bestimmte Vorstellungen über Linke vorherrschen, die so und so sind und damit basta.

    Von Beispielen, die zum Gesagten passen würden, keine Spur.
    Etwas falsch verstehen ist keine Schande, nur versuchen Sie gar nicht erst, herauszukriegen, was das Gegenüber meint. Hören Sie also bitte auf damit, Anderen ständig das zu unterstellen, was Sie selber am intensivsten betreiben.

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