Der Praktikantenstaat

1.    In der Oberschule: dreiwöchiges Praktikum.
2.    Während des Studiums oder der Ausbildung: Praktikum.
3.    Nach dem Studium oder der Ausbildung: Praktikum.
4.    Während der Fortbildung oder der Umschulung: Praktikum.
5.    Praktikumsbörsen werden manchmal von Praktikanten organisiert.
6.    Absagen auf Praktikastellen werden häufiger von Praktikanten geschrieben.
7.    Praktikanten werden nicht selten von Praktikanten eingearbeitet.
8.    Das Gehalt eines Praktikanten wird in Form von Lob und Zeugnis ausbezahlt.

Praktika gehören zur Berufswahl dazu. Irgendwann macht fast jeder eines. [...] Ein Praktikum kann die Eintrittskarte in die Job-Welt sein. [...] Die Tatsache, dass man seine Freizeit dafür geopfert hat, zeigt Motivation und Leistungsbereitschaft.

- Bundesagentur für Arbeit

Vermarktbare Lebenswelten

Die öffentlichen Verkehrsmittel sind Werbeflächen.
Strassen, Häuser und Bäume sind Werbeflächen.
Schulen und Universitäten sind Werbeflächen.
Kinos und Museen sind Werbeflächen.
Krankenhäuser sind Werbeflächen.
Das Internet ist eine Werbefläche.
Restaurants sind Werbeflächen.
Kaufhäuser sind Werbeflächen.
Baustellen sind Werbeflächen.
Menschen sind Werbeflächen.

ZG-Rückblick: Einmal Pferd, bitte!

Nach Gammelfleisch, BSE, Schweinegrippe, EHEC, Dioxin, Vogelgrippe, SARS und etlichen weiteren (uns vermutlich nicht einmal bekannten) Lebensmittelseuchen, wurde nun in Nudelgerichten, Lasagnen und Tiefkühlpizzen Pferdefleisch entdeckt. Versagen die Lebensmittelkontrollen in Deutschland? Sind solche Ereignisse in einer Überflussgesellschaft — in der in Massen geschlachtet, tiefgekühlt und chemisch behandelt wird — unumgänglich? Oder ist die Lebensmittelindustrie nicht anders wie andere Wirtschaftszweige, in der für den Profit systematisch gelogen und betrogen wird?

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