Was macht eigentlich...Horst Köhler?

Am 31. Mai 2010 ist der damalige Bundespräsident Horst Köhler überraschend von seinem Posten zurückgetreten. Seine Begründung war die heftige Kritik an seiner Äußerung zu Auslandseinsätzen der Bundeswehr:

Die Kritik geht aber so weit, mir zu unterstellen, ich befürwortete Einsätze der Bundeswehr, die vom Grundgesetz nicht gedeckt wären. Diese Kritik entbehrt jeder Rechtfertigung. Sie lässt den notwendigen Respekt für mein Amt vermissen. Ich erkläre hiermit meinen Rücktritt vom Amt des Bundespräsidenten – mit sofortiger Wirkung.

Inwiefern das wirklich zutrifft oder Köhler auch andere Beweggründe hatte, wird bis heute scharf diskutiert. Einige Wochen später verflog der Medienwirbel um den, von der Presse so zitierten, »Mann des Volkes«. Heute gibt es so gut wie keinen Beitrag mehr über ihn in der bürgerlichen Presse. Was aber macht Horst Köhler heute? Weiterlesen →

Schluss mit Motzeritis!

Ab heute ist Schluss mit motzen, jammern, heulen, klagen, kritisieren, nörgeln und hinterfragen. Ab heute wird positiv gedacht! Das Leben ist schön und toll! Ich bin jedenfalls nur noch gut drauf, seitdem ich nach meinen Glück-Regeln lebe. Und da ich als total überfröhlicher Mensch euch gerne daran teilhaben lassen will, gibt es hier und heute exklusive Tips und Ratschläge zum glücklich werden. Vergesst Eckhart von Hirschhausen und die anderen Pseudo-Ratgeber! Mit den ZG-Glück-Regeln wirst Du lächeln bis zum jüngsten Tag! Weiterlesen →

Reichtum und Armut

Neulich war ich mit meiner Freundin im Dunkelrestaurant in Berlin, der sog. »Unsichtbar«. Ich hatte einen Gutschein zu Weihnachten geschenkt bekommen. Das Besondere an diesem Restaurant ist, dass man komplett im Dunkeln speist. Da der Laden sehr voll war, durften wir lange warten. Nach knappen zwei Stunden ist unser Geduldsfaden gerissen und wir sind gegangen. Obwohl wir Tage vorher reserviert hatten. Angeblich hatte eine Touristengruppe sich spontan angekündigt gehabt und damit die gesamte Organisation durcheinandergebracht. Die Preise in der Unsichtbar sind nicht ohne: das Günstigste 4‑Gänge Menü (vegetarisch) für eine Person ohne Getränke kostet 41,50 Euro. Weiterlesen →

ZG-Visitenkarten

Im letzten Jahr haben wir uns recht günstig ein paar ZG-Visitenkarten gemacht. Also selbst entworfen und auf vorgestanzten Bögen gedruckt. Natürlich hatten wir verschiedene Designvorschläge zur Auswahl. Hier die engere Wahl, die wir euch nicht vorenthalten möchten.

Fangen wir mit meinem Favoriten an. Ich finde ja eine Visitenkarte muss die des Gegenüber auf eine simple Art komplett ausstechen. Hier ist alles auf das Wesentliche reduziert. Beruf und Logo zeigen wunderbar die Überlegenheit.

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Bewerbungsanalphabeten

In der vermeintlich linksbürgerlichen Süddeutschen Zeitung gibt es einen Artikel vom 28. Oktober 2010 mit Tips und Ratschlägen für das Bewerbungsschreiben und das Vorstellungsgespräch. Mithilfe von Bewerbungstrainern, wird den jobhungrigen Bewerbungsanalphabeten nahe gelegt, dass die Chance, eine sozialversicherungspflichtige Lohnarbeit zu erhalten, einzig und allein vom richtigen Verhalten der Bewerber abhängt. Beziehungen, sozialer Status, Glück und Aussehen spielen dabei natürlich eine untergeordnete Rolle. Folgendes sollte, laut dem lustig-lustig geschriebenem SZ-Bewerbungsknigge beachtet werden (mit bissigen Kommentaren von mir): Weiterlesen →

Kinder in Deutschland; Teil 9: Bedürfnisse

»Alle Kinder auf der Welt haben das Bedürfnis zu spielen und zu lernen. Und nicht nur das: Sie wollen selbst bestimmen, was sie tun, und sie wollen mit Liebe und Respekt behandelt werden. Sie haben also etliche Grundbedürfnisse, und erst wenn diese erfüllt sind, sind sie wirklich glücklich«.

- Justine Mol, Aufwachsen in Vertrauen: Erziehen ohne Strafen und Belohnungen, 2008, Seite 32

Kinder sind Menschen und jeder Mensch hat Bedürfnisse. Das mag für einige banal klingen, leider gehen aber viele Erwachsene auf die Bedürfnisse von Kindern nicht entsprechend ein. Viele Erwachsene kümmern sich häufig in erster Linie um ihre eigenen Bedürfnisse und vernachlässigen die ihrer Kinder. Neben Nahrung, Schlaf und Wickeln bei Kleinkindern, gibt es noch weitere wichtige Grundbedürfnisse von Kindern. Oft sollen Kinder nur gehorchen, sich den Erwachsenen anpassen und funktionieren.

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Der Datenmensch

Wir sehen keine Patienten, wir sehen Daten.

- Aussage eines anonymen Managers eines Unternehmens, dass klinische Studien in Osteuropa betreibt. Zitiert aus »Arme Schlucker«, Dezember-Ausgabe der le monde diplomatique, von Carl Elliot, Seite 12

In der Dezember-Ausgabe der le monde diplomatique gibt es einen interessanten Artikel über das Millionen-Geschäft der klinischen Studien. Menschen als Versuchskaninchen für neue Medikamente. Die Pharmaindustrie nennt sie euphemistisch Probanden. Nachdem es in den USA einige spektakuläre Skandale im Rahmen von klinischen Studien gab (Probanden an denen Psychopharmaka und Antidepressiva getestet wurden begannen Suizid), starteten große Pharmakonzerne, wie z.B. Eli Lilly, eine PR-Kampagne. Demnach sind Versuchskaninchen auch keine Probanden mehr, sondern Medical Heroes: Helden der Medizin.

Wer rettet die Berliner S‑Bahn?

Nachdem die Berliner S‑Bahn ab dem 3. Januar 2011 ihren Notfahrplan zu einem Super-Notfahrplan umgestaltet hat (was soviel bedeutet wie: ab jetzt fährt noch viel weniger als vorher!) hat sie endlich Konsequenzen aus dem Chaos gezogen: pünktlich zum Jahresbeginn hat die Berliner BVG samt S‑Bahn die Fahrpreise erhöht! Schließlich bedeuten weniger Züge und höhere Wartezeiten, mehr Service für die Fahrgäste: sie müssen sich nicht in vollen Bahnen drängen, sondern  können gemütlich auf den Bahnhöfen frieren! Da es aber immer noch Schwarzseher, Nörgler und Pessimisten da draußen gibt, muss ein S‑Bahn-Retter her! Wer könnte dieser Aufgabe gewachsen sein?