Neusprech: Befriedung

»Obama hatte im Dezember 2009 das Militär angewiesen, das Land nachhaltig zu befrieden und die Verantwortung schrittweise an die afghanische Regierung zu übergeben.«

- SpiegelOnline vom 15. November 2010

Als Befriedung wird eine gezielte Maßnahme verstanden, die dafür sorgen soll, dass Frieden und kein Kampf oder Krieg in einem bestimmten Gebiet mehr herrscht. In der Regel sollen Konfliktparteien daran gehindert werden, ihren Streit auszutragen. Von Befriedung wird meist dann gesprochen, wenn ein Krieg schon ausgebrochen ist. Denn befrieden meint selten eine Entmilitarisierung. Meist soll mithilfe des Militärs Frieden geschaffen werden. Das Schlagwort Befriedung ist nicht selten ein Euphemismus für Eroberung und Unterwerfung.

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Jetzt gehen wir in die Lobby...

Kaum geht das Kontaktformular wieder, schon flattert ein Hinweis hinein für ein nettes Video. Wie ich gerade sehe, konnte man das auch schon beim Spiegelfechter sehen. Naja, wenn schon wiederholter Content, dann aber richtig: Deswegen vorher noch ein Video, was ich beim Binsenbrenner gesehen habe:

Und nun der Hinweis vom Blinzler (Wenn schauen, dann bis zum Ende):

Die Jugend von heute

Die Jugend von heute sei größtenteils nicht ausbildungsfähig und nicht ausbildungswillig, wird oft behauptet. Sie seien undiszipliniert, vorlaut, wollen nur rumhängen, vor dem PC oder dem Fernseher sitzen, saufen, sms schreiben, mp3´s hören und chatten. Viele Ausbildungsbetriebe beklagen sich, dass Jugendliche große Bildungslücken aufweisen würden. Kurz: die Jugend ist dumm und schuld! Für viele Jugendliche gibt es heute nur zwei Perspektiven: Superstar werden oder Hartz 4 beziehen. Nach den Ursachen fragt wie immer keiner.

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Vertrauen ausverkauft

Die Deutschen vertrauen ihren Chefs nicht. Ich vermute, unseren Bossen bleibt vor lauter Profitmachen einfach keine Zeit, Vertrauen zu ihren Mitarbeitern aufzubauen. Laut Wiki versteht man unter Vertrauen das Vorhandensein einer Handlungsalternative. Die gibt es auf dem Arbeitsplatz natürlich in Hülle und Fülle. Manche werden auch mal wegen einer Frikadelle oder einem Pfandbon fristlos gekündigt. Dafür sollten wir Lohnarbeiter einfach mal Verständnis haben, oder nicht?

- Quelle der Statistik: Böckler-Impuls 16⁄2010 der Hans-Böckler-Stiftung

Petitionsausschuss über Grundeinkommen

Heute wird in einem öffentlichen Petitionsausschuss u.a. das Thema »Einführung eines bedingungslosen
Grundeinkommens« behandelt. Die Petenten dürfen noch mal frei vorreden und müssen dann Rede und Antwort stehen. Das ganze kann man ab 13 Uhr live unter www.bundestag.de verfolgen. Danach steht es wohl als Video-on-Demand zur Verfügung. Na mal gucken...

» Petition zum Grundeinkommen

Marktintelligenz

Wann immer ich mich mit Leuten über die Intelligenz von bekannten Werbeikonen, Models oder B‑Promis unterhalte, bekomme ich als Antwort: »so doof können die ja gar nicht sein, schließlich machen sie viel Geld«. Man kann versuchen Intelligenz auf vielerlei Art zu messen: ob mit einem Intelligenzquotienten (von dem ich auch gar nix halte) oder daran ob und wie schnell jemand Dinge und Sachverhalte versteht, zu Reflektion und Kritik in der Lage ist, wieviel Ahnung er oder sie von Kunst, Literatur, Sport oder Musik hat, wieviel Fachwissen jemand besitzt usw. Ob man Intelligenz überhaupt messen kann oder nicht will ich hier mal dahingestellt lassen.

Heute heißt Intelligenz jedenfalls, Geld zu machen, sich anständig zu vermarkten, Dinge zu verwerten. Intelligenz an sich, ist für viele wertlos geworden, ja sogar lästig und nervig (»Diese Klugscheißer«). Intelligent sein ist nur dann erstrebenswert, wenn man sie gewinnbringend nutzen kann. Der individuelle geistige Horizont spielt hier eine untergeordnete Rolle. Einfach nur Dinge zu begreifen, zu hinterfragen und zu wissen, wird von vielen als wertlos und lästig erachtet. Wir leben in einer Zeit der Nützlichkeitsidiotie.