Propaganda-Ursel

Wie Arbeitsministerin Ursula von der Leyen Anfang Februar 2010 schon angekündigt hatte, wird der Begriff »Hartz4« bald reingewaschen werden. Wie SpiegelOnline am 15. September 2010 berichtet hat, sollen mit dem neuen ALG2-Gesetzentwurf auch die Begriffe Hartz4 und ALG2 aus dem Gesetzestext verschwinden und mit »Basisgeld« ersetzt werden. Außerdem sollen das Elterngeld, die Beiträge zur Rentenversicherung   und der Heizkostenzuschuss gestrichen werden.

Wer die Verluste der Banken sozialisiert, ja die Lebenssituation von Millionen Menschen vorsätzlich verschlechtert, ist ein Verbrecher. Wenn Scheiße jetzt Rosenduft heißt, darf sich niemand beschweren, wenn es unangenehm riecht.

zufällig, unfreiwillig, gewollt?

Folgende Schlagzeile mit entsprechendem Bild war in der »Welt Kompakt« auf Seite 22 am Dienstag, den 14. September zu sehen: (click to enlarge)

Weiter unten im Artikel steht dann:

Wer mit einem Paket unter dem Arm an der Tür klingelt, sollte als Firmenmitarbeiter erkennbar, freundlich und Kompetent sein.

Versteckter Rassismus oder überempfindlicher epikur?

Fernsehverblödung

Am 9. September 2010 hat SpiegelOnline den Medienkritiker Oliver Kalkofe interviewt. Kalkofe weist auf einen wichtigen Punkt in der Fernsehlandschaft hin:

Ich mutmaße, dass Sender selbst die besten Ideen ausschlagen, weil sie anderes günstiger produzieren können.

In Kalkofes Mattscheibe parodiert Kalkofe schon seit längerem das Fernsehen. Ein großer Klassiker ist die Satire von Fips Asmussen:

»Danke, Herr Merz!«

Friedrich Merz verlor vor ein paar Jahren sein Notebook. Er bedankte sich bei dem obdachlosen Finder mit seinem neuen Taschenbuch

- Gastbeitrag von Jutta H.-

»Wir haben da einfach mal so rumgetippt. Da kamen dann Namen und Nummern von Edmund Stoiber, Gerhard Schröder, Angela Merkel und so«. Enrico, 42, hat 2004, vielleicht war es auch 2005, am Ostbahnhof am Taxistand das Notebook, »so ein kleines war das«, von Friedrich Merz gefunden. Friedrich Merz war von 2002 bis 2004 stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Weiterlesen →

Der 500. ZG-Artikel

Mein Gott, wie die Zeit vergeht. Diese Zeilen hier bedeuten, nach knappen 2 Jahren ZG-Blog, den 500. Blog-Artikel! Auch wenn wir uns nichts davon kaufen können (und das wollen wir auch gar nicht), sollte diese kleine statistische Nebensache mal erwähnt werden.  Wir haben noch viel vor. Die 1000 werden wir auch noch knacken. Jetzt dürft ihr uns erstmal gratulieren oder bemitleiden, wie ihr mögt :D

Neusprech: Gebär- und Zeugungsstreik

»Dieser Gebärstreik ist in Deutschland nicht Zukunftsmusik, sondern längst Realität. Immer mehr Frauen, und vor allen Dingen immer mehr besser ausgebildete Frauen, bekommen keine Kinder.«

- Barbara Vinken in ihrem TAZ-Artikel »die Zügel von Mutter Natur« vom 27. August 2010

Nach dem Freedictionary ist der Streik eine organisierte Handlung von Lohnarbeitern, um eine bestimmte Forderung durchzusetzen. Frauen treten in den Gebärstreik und Männer in den Zeugungsstreik, wird oft geschrieben. Die Begriffe unterstellen eine bewusste Entscheidung, keine Kinder zu wollen. Sie sind negativ konnotiert und stellen die grundsätzliche Selbstbestimmtheit von Männern und Frauen in Frage. So, als wäre es eine Pflicht Kinder in die Welt zu setzen. Die Schlagworte Gebärstreik und Zeugungsstreik impfen den Menschen ein Schuldbewußtsein ein und verunglimpfen ihren individuellen Lebensstil. Weiterlesen →

Kinder in Deutschland; Teil4: Prägung

»Jeder ist durch seine Vergangenheit beeinflusst, aber er wird nicht komplett durch sie bestimmt.«

- Sozialpsychologe Philip Zimbardo

Ohne Zweifel prägen uns unsere Kindheitserfahrungen. Wie stark und in welcher Form, ist aber die eigentliche Frage. Besonders zwei Lebensabschnittsphasen können als zentrale Charakterentwicklungsphasen angesehen werden. Das wäre zum einen die Phase der ersten drei bzw. fünf Lebensjahre und zum anderen die Zeit während der Pubertät. Erlebnisse und Erfahrungen, die wir in dieser Zeit machen, formen unseren Charakter. Dennoch haben wir jederzeit die Möglichkeit uns bewusst zu verändern, sofern der Wille und die Kraft dazu vorhanden sind. Weiterlesen →

Schönheitswahn

Jeder soll und muss sich Schönheit in Form von Kosmetik, Mode oder sogar Schönheits-Op›s kaufen. Denn nur wer schön und jung aussieht, ist ein gesellschaftlich anerkannter und begehrenswerter Mensch. Ziel ist es, neben den Milliardenprofiten der Schönheitsindustrie, dass am Ende alle Menschen gleich aussehen. Für Individualität ist kein Platz. Wir wollen schließlich überall Models haben und keine Freaks, oder? Weiterlesen →