»Nein« zu sagen, Dinge zu hinterfragen und sich von vorgegebenen Ansichten und Meinungen abzugrenzen, ist im Kleinkindalter und in der Pubertät ein wichtiger Entwicklungsprozess zur Autonomie und Charakterbildung. Für die Eltern sind diese Phasen oft nicht einfach, aber sie wissen, dass sie notwendig und wichtig sind, weil ein Kind dadurch seine Individualität und sein selbstbestimmtes Handeln entdeckt. Außerdem bringen wir unseren Kindern wichtige Werte wie Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit und Fairness bei.
Im Erwachsenenalter werden wir wieder zu Ja-Sagern gemacht, Anpassung und Konformität wird gefordert und wer Dinge in Frage stellt, hinterfragt oder kritisiert, gilt als Miesmacher, Pessismist und allgemein als Spielverderber. Und uns wird wieder beigebracht, dass wer ehrlich, aufrichtig und fair ist, nicht selten benachteiligt wird. Weiterlesen
Das kindliche Spiel ist selbstbestimmt und ergebnisoffen. Kinder spielen nicht, um etwas Bestimmtes zu erreichen, sondern vor allem wegen dem Spielprozess selbst. Zwar kann auch der Reiz des Gewinnens die Motivation ausmachen (z.B. bei Brett- oder Sportspielen), er ist aber nicht der Hauptgrund warum Kinder weltweit gerne spielen. Auch wenn viele Erwachsene das kindliche Spiel als sinn- und zwecklos erachten, es eben nur als eine »Ablenkung vom Ernst des Lebens« bewerten, so ist es für Kinder der Weg mit der Welt Kontakt aufzunehmen, Ideen zu entwickeln, nach Lösungen zu suchen und um sich selbst kennen zu lernen. 
