Wir da oben. Ihr da unten.

Die Polizisten unten mit Maske. Die klatschenden Politiker oben ohne Maske.

»Politiker sind alle korrupt.«

»Die da oben machen eh was sie wollen.«

»Der kleine Mann von der Straße muss alles bezahlen.«

Solche Redewendungen werden gerade von Bildungsbürgern, Akademikern, Journalisten und Politikern schnell als billigen Populismus abgetan und entrüstet abgewiesen. Nur, diese Vorurteile und Klischees sind nicht über Nacht entstanden, sondern haben sich über Jahrzehnte durch dutzendfache Skandale, Lügen und Affären in der Realität bewiesen. Hinzu kommen strukturelle Ungleichheiten, Ungleichbehandlungen und Ungerechtigkeiten. Das nachhaltige Empfinden in der Bevölkerung ist vielfach: für die Herrschenden (»die Elite«) gelten offenbar ganz andere Regeln. Einige aktuelle Beispiele.

Warum zahlen nicht alle in die gleiche Rentenkasse ein? Warum gibt es bessergestellte Pensionen bei gleichzeitigen Armutsrenten? Weshalb werden Privatversicherte bevorzugt und besser behandelt? Warum gibt es keine solidarische Krankenversicherung, wo alle einzahlen? Weshalb werden die Reichen und Vermögenden steuerlich besser gestellt, als Arbeiter und Angestellte? Weshalb werden Steueroasen nicht ein für alle mal geschlossen und vermögende Steuerflüchtlinge und Konzerne sanktioniert? Weshalb werden Reiche, Unternehmen, Banken und Konzerne vor Gericht häufig sehr milde behandelt, während dem einfachen Arbeiter oft die volle Härte der Justiz trifft?

Auch beim Thema Corona-Maßnahmen hat sich die abgehobene Mentalität von Politikern, Vermögenden und Reichen wieder gezeigt. Ihnen uneingeschränktes Vertrauen zu gewähren oder gar fürsorgliche Volksnähe zu unterstellen, ist naiv und realitätsfremd.

Redlichkeit
Beginnen wir mit einem schönen Gruppenfoto der SPD. Wäre es ein Treffen der »Querdenker« (oder auch ein Kinder-Chor) gewesen, würden Politiker und Journalisten unisono moralinsauer titeln: »Ohne Abstand! Ohne Maske!« So sind sie aber fleißig dabei, sich herauszuwinden und zu rechtfertigen:

»Wie die deutsche »Bild« berichtet, wären pro Verstoss bis zu 5000 Euro fällig. Oder anders gesagt: Zusammengerechnet sind auf dem Bild fast eine Million Euro an Bussgeld sichtbar. Doch Bundestagspräsident Wolfgang Stäuble (CDU) drückte nun ein Auge zu. Er beliess es bei einer Ermahnung, da der Verstoss geringfügig sei

nau.ch vom 7. Oktober 2021

»Am Vortag war in der Fraktion laut einem Sprecher kontrolliert worden, dass alle geimpft sind. Aus diesem Grunde sei der Sachverhalt nicht mit der Maskenpflicht für Schüler vergleichbar, die stundenlang zusammen säßen und mehrheitlich nicht geimpft seien.«

Stuttgarter Nachrichten vom 7. Oktober 2021

Bei der TV-Sendung »Maischberger« wurde Karl Lauterbach beim Lügen erwischt, in dem er behauptete, dass kurz vor und kurz nach dem Bild alle ihre Masken aufgehabt hätten. Was nachweislich nicht stimmte, wie Sandra Maischberger anhand eines Videobeitrages bewies. Maskenpflicht für alle Räume, inklusive Plenarsaal, Sitzungssäle und Besprechungsräume? Ist uns doch egal!

Der Corona-Panik-Guru, Karl Lauterbach (SPD), ist aber leider auch nicht frei vom Regelbruch. So trug er ausgerechnet am 25. August 2021, bei der Abstimmung über die Verlängerung der »epidemischen Lage von nationaler Tragweite«, keine Maske. Auch im ICE ist er schon ohne Maske erwischt worden.

Anstand
Weiter gehts mit dem politischen Schlagabtausch von Baerbock, Laschet und Scholz beim sog. »Triell« auf dem TV-Sender RTL vom 1. September 2021. Während 5- bis 6‑jährige Schulkinder, die im Sommer 2020 eingeschult wurden, fast 15 Monate täglich stundenlang eine Maske tragen mussten — hat man es sich im VIP-Bereich zum »Triell« ohne Maske gemütlich gemacht. Zu sehen ist hier unter anderem Saskia Esken (SPD), die im August 2020 noch lautstark Menschen als »Covidioten« beschimpft hatte, weil sie keine Maske im Freien (!) tragen wollten und die Corona-Maßnahmen als grundgesetzwidrig kritisiert hatten:

RTL hat den Triell-Tweet vorsorglich gelöscht. Warum eigentlich? Viele Twitter-User haben ihn gerettet. Zu sehen sind hier, unter anderem, nicht nur Saskia Esken (SPD), sondern auch Dorothee Bär (CDU) und Volker Bouffier (CDU), Ministerpräsident von Hessen — der gerade in Hessen beim Impfapartheids-Konzept »2G für Supermärkte« keinen juristischen oder politischen Widerstand geleistet hat, sondern darauf vertraut, dass die Supermärkte das schon irgendwie nicht verwenden werden.

Und nein, das sind keine kleinen gezielten Ausschnitte, die das Bild verfälschen — es wurde eine große Party gefeiert, wie man hier deutlich sieht. Ohne Maske! Ohne Abstand!

Hier sehe ich schon die Aerosole fliegen! Test und/oder Impfung bieten auch weiterhin keinen 100-prozentigen Schutz vor Covid-19. Das wissen auch Armin Laschet und seine Freunde. Und wo bleibt hier eigentlich die vorbildliche Panik- und Angstmache vor der absolut tödlichen Seuche? Dürfen negativ getestete Corona-Maßnahmen-Kritiker auch solche Partybilder posten, ohne das Sebastian Leber, Correctiv oder Patrick Gensing daraufhin Hetzartikel verfassen?

Integrität
Drei weitere kleine Fundstücke verdeutlichen, dass wir es mit einer fundamentalen Klassengesellschaft zu tun haben. Für Gut Situierte und Vermögende gelten die Corona-Regeln offenbar nur partiell oder gar nicht.

1.) Der Milliardär Elon Musk darf mit doppelt sovielen Gästen Party feiern, als es die Corona-Verordnung eigentlich erlaubt. Er stellt einen Antrag für eine »Ausnahmegenehmigung«, die natürlich auch prompt gewährt wird. Außerdem kommt die Polizei, die auf Staatskosten die Party sichert. Ob mir das auch alles genehmigt werden würde?

2.) Die Lohnfortzahlung für Ungeimpfte, die in Quarantäne gehen müssen, wurde ab dem 1. November 2021 eingestellt. Aber nicht für Beamte! Und was ist die Begründung dafür? »Natürlich ist die Besoldung von Beamten anders zu bewerten als der Lohn von Angestellten.« Aha? Keine weiteren Fragen.

3.) US-Präsident Joe Biden hat eine umfassende Impfpflicht für US-Bundesbedienstete angekündigt. Ausgenommen davon sind Mitglieder des US-Kongresses sowie Angestellte, die für den US-Kongress oder das US-Bundesjustizsystem arbeiten.

Fazit
Meine Meinung zu Masken dürfte bekannt sein. Mir geht es in diesem Beitrag auch nicht um eine pedantische, deutsche Regelungswut. Ich bin sofort und unverzüglich für einen »Freedom Day« und für gesundheitliche Selbstbestimmung. Es gibt keinen medizinisch-wissenschaftlich-nachvollziehbaren Grund mehr, die Corona-Maßnahmen in Deutschland weiterhin aufrecht zu erhalten! Nur, wer ständig und überall die Moral-Keule von Masken und Abstand gegenüber allen Maßnahmen-Kritikern schwingt, sich dann aber selbst nicht daran hält, hat jede Glaubwürdigkeit verloren.


Wir sind nicht die Guten!
Bigotterie. Doppelmoral. Scheinheiligkeit.

12 Gedanken zu “Wir da oben. Ihr da unten.

  1. Es gibt keinen medizinisch-wissenschaftlich-nachvollziehbaren Grund mehr, die Corona-Maßnahmen in Deutschland weiterhin aufrecht zu erhalten!

    Und es gab auch nie einen!

  2. ——-> Vertrauen für weitere 4Jahre ausgesprochen <—–

    *finde den Fehler

    A people that elect corrupt politicians, imposters, thieves and traitors are not victims… but accomplices. George Orwell« passt im besonderen auf die Deutschen von 33 bis heute

  3. wer sich aus freien stücken zum büttel des kapitalfaschistischen regimes macht, trägt seinen untertanenmaulkorb doch bebend vor heiligem stolz, den demaskierten systembonzen dienen zu dürfen.

  4. Einer jeden Person, die auf diesen Fotos ohne Maske zu sehen ist, unterstelle ich, dass sie über die Inszenierung der sogenannten Pandemie bestens informiert ist! Wie man sieht, sind nicht nur einzelne Funktionsgrößen Büttel des Systems — nein, der ganze Verein besteht ausschließlich aus Psycho- und Soziopathen!

  5. Jo @epikur — dann geht aber die Drecksarbeit erst richtig los! Die haben soviel Schuld auf sich geladen, das darf nicht ungesühnt bleiben. Das muss weg — sonst fangen die mit perfider Verbesserung baldigst von Neuem an...
    Aus diesem Globalistendreck raus und in die regionale Vernunft mit Hilfe ehrlicher Wissenschaftler, das wird der lange Weg.

  6. @M. Sobol

    »Die haben soviel Schuld auf sich geladen, das darf nicht ungesühnt bleiben.«

    Ach was, alles eine Frage der Vermittlung, des Framings, des Narrativs und der Sprache.

    Wie schon mehrfach beschrieben, werden wir unisono hören und lesen: »wegen der Pandemie...« Von der politischen Verantwortlichkeit von Lockdowns, Suiziden, Vernichtung von Arbeitsplätzen und Existenzen, Depressionen, Traumatisierungen, Kindesmisshandlungen, Spaltung der Gesellschaft, Wirtschaftskrise etc. etc. — werden wir freilich nichts lesen. Höchstens in den alternativen Medien. Aber das sind ja eh alles Corona-Leugner, Nazis und Verschwörungstheoretiker.

    Und selbst das will dann Niemand mehr hören — weil alle froh sind, dass es irgendwie vorbei ist. Wenn das denn überhaupt jemals »richtig vorbei« sein sollte. Die digitale Infrastruktur von Überwachungs-Apps will man sicher nicht so schnell aufgeben...

    Ergo: die werden so tun, als wäre nichts gewesen und jede »Krise« der Pandemie zuschieben.

  7. @M.Sobol

    Natürlich lassen »wir« das zu .. »Wir« haben H4 , Altersarmut, Bankenderegulation ‑nach Gusto ergänzen — zugelassen.. Auch die umpfänglichsten Freiheitseinschränkungen und Eingriffe in die körperliche Unversehrtheit in der Nachkriegsgeschichte hat der Michel mit dem Vertrauen für weitere 4 Jahre belohnt ..

    Also bitte keine Träumerreien von Widerstand etc. Ich bin da voll bei Epikur ..nichts wird passieren außer verständigem nicken .

  8. Es gibt diverse Untersuchungen (die z.B. Prof. Mausfeld zitiert), die besagen, daß die Interessen der Reichen fast immer durchgesetzt werden, während die Interessen der ärmeren Mehrheit der Bürger ignoriert werden.
    Ich kann ein weiteres Beispiel geben. Eine Kapitalgesellschaft zahlt in D ca. 27% Steuern auf die Gewinne (Körperschaftssteuer). Meine Freundin hat dagegen als Privatperson einen Steuersatz von 35%! Warum haben wir bei Unternehmen einen linearen Steuersatz, während natürliche Personen einem progressiven Steuersatz unterliegen!
    Auch hätten die gesetzlichen Versicherungen keine Finanzierungsprobleme, wenn alle gleich behandelt würden. Warum muß eine Krankenschwester oder eine Putzfrau eigentlich den vollen Sozialversicherungssatz zahlen, während der gut verdienende Angestellte einen auf die Beitragsbemessungsgrenze begrenzten Satz zahlt?

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