Der Tagesspiegel macht seinem Ruf wieder alle Ehre. Er hetzt, spaltet, provoziert. Man gibt sich vermeintlich solidarisch, links und empathisch, ist aber in Ton, Inhalt und Argument, kinderfeindlich, abwertend und autoritär. Und merkt es wohl selbst nicht einmal. Aktuelles Beispiel: »Frisch infiziert in die Ferien.« Allein der Titel ist kinderfeindlich. Sascha Karberg (Leiter Ressort Wissen & Forschen) spricht in einem Meinungsartikel über den wiedereinsetzenden Präsenzunterricht in Berlin, ab Mittwoch, den 9. Juni 2021. Der ganze Artikel trieft von Unkenntnis des Schulalltags, interessiert sich null für die Interessen und Bedürfnisse der Kinder und ist voller Vorwürfe und Anklagen. Aber der Reihe nach. Weiterlesen
Archiv der Kategorie: Medien
Corona Time (25)
Gegen die Ignoranz der Massen anzuschreiben, macht müde. Unglaublich müde. Eigentlich ist auch alles gesagt. Mehrfach. Dutzende, ja Hunderte Argumente, Studien, Analysen und Fakten wurden ‑nicht nur hier- sondern in vielen kritisch-alternativen Medien, Videos und Blogs (siehe unten) aufgezeigt. Sie werden von den Maßnahmen-Befürwortern systematisch beiseite gewischt oder als Verschwörungstheorie abgestempelt. Weil sie glauben wollen. Und weil sie Angst vor dem Tod haben. Ich habe auch Angst. Angst davor, dass unsere demokratisch-plural-liberal-offene Gesellschaft (zumindest was von ihr übrig war) nun komplett der Vergangenheit angehört. Es geht nicht um Gesundheit. Ging es nie. Es geht um eine Schocktherapie und die damit verbundene Transformation der Gesellschaft in einen digitalen Überwachungskapitalismus. China ist weiterhin das große Vorbild.
»Es ist leichter die Menschen zu täuschen, als sie zu überzeugen, dass sie getäuscht worden sind.«
Mark Twain
Anstatt also erwachsen in den Spiegel zu schauen, wird stattdessen weiterhin die einzig verbliebene Opposition als Nazi beschimpft. Alles ignoriert und verleugnet, was nicht ins Killerseuchen-Narrativ passt. Es besteht zwar weiterhin Maskenpflicht, aber viele haben ihre sozialen Masken komplett fallen lassen. Ihren Hass gegenüber Kritikern und Andersdenkenden ausgelebt. Ihre Selbstentfremdung weiter kultiviert. Ihren autoritär-totalitären Charakter gezeigt. Ihre tief sitzende Sehnsucht nach einer starken Hand und einer starken Führerin offenbart. Deutschland ist dieser Tage sehr häßlich und lebensfeindlich. Eine persönliche Zwischenbilanz. Weiterlesen
Propaganda
Im Jahr 1928 erschien Edward Bernays Buch »Propaganda«. Das Werk gilt bis heute als Grundlagen-Bibel für die Marketing- und PR-Branche. Da Bernay den Begriff »Propaganda« positiv besetzt, spricht er in seinem Werk auch offen über Strategien und Methoden zur Manipulation der öffentlichen Meinung. Gezielte Regierungs- und Unternehmenskommunikation seien »in einer Demokratie notwendig, um zu verhindern, dass der Souverän zu unerwünschten Entscheidungen kommt« (S.12. Orange Press Verlag. Berlin 2007). Die Bevölkerung müsse von oben geführt und gelenkt werden. Er hegte ein tiefes Misstrauen gegenüber den Wünschen, Bedürfnissen und Interessen des einfachen Bürgers. Die Manipulation der Massen, zum Schutz vor sich selbst, war für ihn ein elementarer Bestandteil demokratischer Gesellschaften. Weiterlesen
Tagesspiegel
Ich weiß nicht, was Sebastian Leber vom Tagesspiegel geritten hat. Seine Beiträge triefen vor Abwertung, Diffamierung und Verächtlichmachung. Er ignoriert und missachtet systematisch den Pressekodex: Wahrhaftigkeit und Achtung der Menschenwürde, Persönlichkeitsrechte, Schutz der Ehre, Unschuldsvermutung. Seine Texte sind durchsetzt von negativ konnotierten Begriffen und Vokabeln. Alles böse Verschwörungsspinner. Nazis. Antisemiten. Und so weiter und so fort. Ein paar Beispiele:
»Schauspieler und ihre Corona-Kritik ›Alles dicht machen‹ ist so schäbig, dass es weh tut«
»Wie viel Querdenken steckt in „Die Basis“? Partei für Energetiker, Aidsleugner und Holocaustverharmloser«
»Verschwörung, Extremismus und Judensterne: Die Querdenker-Gruppen sind sich einig – in antisemitischen Stereotypen«
»Biografien von Verschwörungsideologen: Erst Friedensaktivist, jetzt Corona-Verharmloser«
»Die Verschwörungsmärchen, die Ovalmedia verbreitet«
»Die lausige Trefferquote der Verschwörungsideologen«
»Ovalmedia verbreitet Verschwörungslügen – und produziert für Arte«
Wo bleibt der Wille, sachlich, neutral und objektiv zu berichten? Wo der Erkenntnisdrang, eine Sache ganzheitlich durchdringen zu wollen? Wo die Offenheit für alternative Sichtweisen und Perspektiven? Warum wird hier ständig nur über, aber nie mit den Personen gesprochen? Was ist mit journalistischen Standards? Weshalb bekommt so ein Redakteur auch noch einen Preis? Ich mein, ich bin ein kleiner Pups-Blog, aber wenn Journalisten von großen Tageszeitungen so einen hetzerischen Sermon abliefern, werden sie dafür auch noch gefeiert? Wo sind wir hier gelandet?
Abschließend kann ich nur den Mehrdenker von DS-Pektiven zitieren: »Ihr prügelt ausgerechnet auf jene ein, die Euren Arsch retten wollen, die für das Wieder-Inkraftsetzen der Grundrechte eintreten und dabei Ansehen und Job riskieren.« Thats it!
Ziegenjournalismus (8): Deutungshoheit

Haben Journalisten den Mut, die Hand zu kritisieren, die sie füttert?
Die Rubrik »Ziegenjournalismus« will sich mit den ganz alltäglichen und üblichen Methoden der Mainstream-Presse, der Leitmedien, der bürgerlichen Medien (oder wie auch immer man sonst die großen, auflagen- und reichweitenstärksten Presseerzeugnisse nennen will) beschäftigen. Der Verlust der Deutungs- und Meinungshoheit sowie der Glaubwürdigkeit großer Medienhäuser, hat eben nicht erst mit den Social-Media-Phänomenen, vermeintlichen Fake News, »Verschwörungstheorien«, Putintrollen, den Lügenpresse-Vorwürfen oder mit dem Populismus angefangen, sondern schwelt im Hintergrund schon seit Jahrzehnten.
Heute geht es um die Meinungs- und Deutungshoheit. Sie bezeichnet den Anspruch über eine Sache, ein Ereignis oder eine Person, die Definitionsmacht zu haben. Was als wahr gilt und was nicht. In einer freiheitlich-pluralistischen Demokratie soll und muss es stets ein öffentliches Ringen darüber geben, was letztendlich die »Wahrheit« sei. In Diktaturen hingegen, bestimmen die Regierungen die »Wahrheit«. Das Bundesverfassungsgericht hält hier fest:
»Die Organisation des öffentlich-rechtlichen Rundfunks muss als Ausdruck des Gebots der Vielfaltsicherung dem Gebot der Staatsferne genügen.
Von pluralistischer Berichterstattung ist seit gut einem Jahr absolut nichts mehr zu sehen. Stattdessen: Gleichschaltung, Diffamierung der Kritiker und Tagesschau Aktuelle Kamera.
Guido Westerwelle: Freiheit
Es ist schon ziemlich erstaunlich und verrückt, wenn man rund 10 Jahre später einen Guido Westerwelle (FDP) zitieren muss — der für viele (mich eingeschlossen) ein neoliberaler Armenverachter war (»spätrömische Dekadenz«) — um auf die Bedrohung der Freiheit aufmerksam zu machen. Wir werden weiterhin keine braunen Horden auf den Straßen sehen. Und dennoch kehrt die Impf-Apartheid ein. Und die Freiheit stirbt weiterhin scheibchenweise. Grund- und Bürgerrechte werden geschleift. Die Judikative immer weiter ausgehebelt. Richter eingeschüchtert. Eine Big-Tech-Zensur installiert. Die Massenmedien gleichgeschaltet. Kritiker diffamiert. Und Maßnahmen-Gegnern wird mit Jobverlust und Kündigung gedroht. Und fast alle klatschen Beifall, weil sie immer noch glauben, es gehe hier irgendwie um »Gesundheit«.
Nebenbei: was ist eigentlich mit Richard David Precht los? Wo hat der seine Empathie gelassen?
Merkel, die Gottkaiserin
»Und so wie Barack Obama für die globale Geschichte der Schwarzen von kaum zu unterschätzender Bedeutung ist, so ist auch Angela Merkel ein führender Platz in der Historie der Frauen sicher.« (zeit.de)
Heute machen wir mit »ooch süß süß, putzig, niedlich« — Content gleich mal weiter: Angela Merkel. Sie ist noch an der Macht. Und sie lebt. Noch. Immer noch. Trotzdem möchte ich an dieser Stelle einen Nachruf schreiben. An eine herausragende Persönlichkeit unserer Zeit. Sie hatte es nie leicht. Sie wurde ständig und überall kritisiert. Sie wurde wegen ihrer körperlichen Attraktivität beneidet. Nie hat sie etwas gesagt. Aber sehr viel gesprochen. Mit ihrer stoischen Genügsamkeit hat sie vieles platt gewalzt. Manchmal auch liebevoll durchregiert. Besonders toxische, alte, weiße Hetero-Männer hatten sie ständig im Visier. Sie alle sollen in der Hölle schmoren! Diese dummen, dreckigen Missgeburten! Weiterlesen
Vaxzevria
Corona Time (24)

Aya Velázquez hat die E‑Mails zum BMI-Strategiepapier (54 Seiten) veröffentlicht. In dem »BMI-Strategiepapier«, dass bereits im April 2020 öffentlich vorlag, waren solche kinderfeindlichen Formulierungen, wie:
»Wenn sie dann ihre Eltern anstecken, und einer davon qualvoll zu Hause stirbt und sie das Gefühl haben, Schuld daran zu sein, weil sie z.B. vergessen haben, sich nach dem Spielen die Hände zu waschen, ist es das Schrecklichste, was ein Kind je erleben kann.«
Oder mit den menschenverachtenden Worten von Spiegel Online vom 25. März 2021: »Kinder werden zur Gefahr für ihre Eltern« (Nach einem Shitstorm wurde der Titel wieder geändert!) Es wurde von Anfang an ausschließlich mit dem Worst-Case-Szenario sowie mit Angst- und Panikmache gearbeitet. In den E‑Mails wird beispielsweise ein Modell von X (der Name wurde geschwärzt) gelobt, dass »präventive und repressive Maßnahmen« ermöglicht (Seite 2). Es wird von einer »strategischen Neubewertung der Beziehungen zu China« gesprochen (Seite 6) und von »neuen Formen sozialer Kontrolle« (Seite 18). Schaut euch den Leak selbst an, das Ding hat Sprengkraft. Weiterlesen
Das Technopol
Neil Postman hat 1985 mit seinem Buch »Wir amüsieren uns zu Tode« weltweit für Aufsehen gesorgt. Seine Hauptthesen vor über 30 Jahren: die Massenmedien würden jeden Inhalt als Unterhaltung präsentieren, Sachverhalte und Kontexte aus dem Zusammenhang reißen, personalisieren statt analysieren, Bilder als Selbstzweck verwenden sowie Aufklärung, Wahrheit und Wissen, dem Verwertungszwang unterordnen. Für eingeweihte Bildungsbürger und interessierte Intellektuelle, mag das zu dieser Zeit keine neue bahnbrechende Erkennntnis gewesen sein, aber Postman schaffte es, seine Analysen in eine klare und verständliche Sprache zu verpacken. 1992 erschien dann ein weiteres Buch von ihm, das bis heute leider eher ein Nischendasein fristet: »Das Technopol«. Weiterlesen


