Neil Postman

Wir sollten wieder mehr analoge Bücher lesen. Viele Ereignisse und Probleme, die wir heute haben, wurden schon in der Vergangenheit von klugen Köpfen thematisiert. Die Sozialtechniken der Macht. Die Verdrehung der Sprache. Die Manipulation der Bevölkerung durch die Massenmedien. Der menschenverachtende Kapitalismus. Nichts davon ist neu.

Der amerikanische Medienwissenschaftler Neil Postman beispielsweise, versuchte in all seinen Büchern zu verdeutlichen, dass eine neue Technologie nichts verbessert oder verschlechtert, sondern vielmehr alles verändert. Unsere Denkweise, unsere Wahrnehmung und Bewertung der Welt sowie auch unser Verhalten gegenüber unseren Mitmenschen.

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Das Technopol

Neil Postman hat 1985 mit seinem Buch »Wir amüsieren uns zu Tode« weltweit für Aufsehen gesorgt. Seine Hauptthesen vor über 30 Jahren: die Massenmedien würden jeden Inhalt als Unterhaltung präsentieren, Sachverhalte und Kontexte aus dem Zusammenhang reißen, personalisieren statt analysieren, Bilder als Selbstzweck verwenden sowie Aufklärung, Wahrheit und Wissen, dem Verwertungszwang unterordnen. Für eingeweihte Bildungsbürger und interessierte Intellektuelle, mag das zu dieser Zeit keine neue bahnbrechende Erkennntnis gewesen sein, aber Postman schaffte es, seine Analysen in eine klare und verständliche Sprache zu verpacken. 1992 erschien dann ein weiteres Buch von ihm, das bis heute leider eher ein Nischendasein fristet: »Das Technopol«. Weiterlesen