Intellektuelle Beleidigung (11)

Die Journalistin Melanie Amann, ehemalige stellvertretende Chefredakteurin des Spiegel sowie Dauergast bei »Markus Lanz«, war vor einiger Zeit bei »Ben Ungeskripted«. Nachdem sie Ben ständig vorgeworfen hatte, dass er nicht einfach Björn Höcke einladen und mit ihm ein Gespräch führen könne, ohne das Gesagte »einzuordnen« und sie Ben’s Reichweite beeindruckend fand, hat sie ein eigenes Podcast-Format gestartet: »Amann Unframed«.

Der erste Gast war Ben (»Wie viel hast du mit Björn Höcke verdient, Ben Berndt?«). Schon in den ersten Minuten des Gesprächs hat sie den Bedeutungsrahmen vorgegeben, Aussagen eingeordnet und das Erzählmuster gesteuert. »Amann Unframed« hat schon in den ersten Minuten geframt. Zu einem offenen, vorurteilsfreien und wertschätzenden Dialog, ist sie offenbar überhaupt nicht bereit. Wer das beispielsweise sehr gut macht und kann, ist Flavio von Witzleben.

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Die Zehn Gebote (3)

1.) Du musst nichts über Irgendetwas wissen! Du benötigst nur die richtige Meinung, die richtige Haltung und das richtige Fühli-Fühli!

2.) Die AfD ist eine verfassungsfeindliche und antidemokratische Partei. Deshalb dürfen wir mit verfassungsfeindlichen und antidemokratischen Methoden, Maßnahmen und Gesetzen, die AfD bekämpfen. Weil wir Demokraten sind.

3.) Putin will uns 2029 angreifen. Deshalb müssen wir ganz Deutschland auf einen Krieg vorbereiten.

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Intellektuelle Beleidigung (10)

Es gibt Rechtsextreme und Nazis, die Symbole und Tarnbegriffe verwenden, damit sie nicht strafrechtlich verfolgt werden können. Die »18« als Synonym für den deutschen Nazi-Diktator beispielsweise. Aber vermeintlich linksliberale Komiker und Influencer übertreiben häufig ihre »Deutungen« und erweisen damit dem echten Antifaschismus einen Bärendienst. Für den Influencer »Dara« ist die Kritik an »Wokeness« und an der »EU« quasi Antisemitismus.

Für den System-Komiker Florian Schroeder ist der Begriff »Machenschaften« ein Synonym, aka eine rechte dog whistle, für »Juden«. Björn Höcke hat im Ungeskripted-Podcast gesagt, dass sein Vater das Parteileben zunächst ablehnte, weil es dort zu viele »Machenschaften« geben würde. Schröeder leitet daraus nun einen AfD-Antisemitismus ab.

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Zwangsharmonie (2)

Vor rund 7 Jahren wies ich darauf hin, dass die ehemaligen »Gesellschaftskritiker« heute selbst die größten Spießer und Realitätsverleugner sind. Es herrscht eine regelrechte Allergie gegen (Gesellschafts- und Medien-)Kritik sowie gegen Andersdenkende. Um sich vor solchen »Gedanken« zu schützen, wird sich ideologisch und mental eingebunkert und abgeschottet.

Ich erlebe das nicht nur auf der Lohnarbeit und in der Familie, sondern überall. Sobald sich alle bei einem Thema einig sind, haben sich auch alle bei dem Thema einig zu sein! Basta. Aus. Bitte keine weiteren Diskussionen. Die sind anstrengend und gefährden nur unnötig die mühsam aufgebaute Zwangsharmonie. Weiterlesen

Der autoritäre Geist (5)

Juso-Plakat. Aufgenommen in Berlin. Im Januar 2025.

Neulich gab es auf meiner Lohnarbeit ein hitziges Gespräch im Pausenraum mit einem Kollegen. Es ging um die AfD und um »Demokratie«. Mein Kollege verglich die AfD mit der NSDAP und behauptete, dass wir kurz vor einem neuen 1933 stehen würden. Deshalb müssten wir eben alles dagegen unternehmen. Explizit auch antidemokratische Mittel und Methoden seien hier »leider« notwendig.

Schließlich habe die NSDAP auch die »Demokratie« ausgenutzt, so die Argumentation. Ein zweiter Kollege klinkte sich ein und meinte, dass, wenn die AfD an die Macht kommen würde, das Grundgesetz sowie unsere »Demokratie« in drei Monaten abgeräumt seien.
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Die Zehn Gebote (2)

Robert Habeck (Grüne). Auf dem »Siegestor« in München. Januar 2025.

1.) Wer nicht CDU/CSU/SPD/FDP/GRÜNE/LINKE wählt — der ist ein Demokratieverächter und ein Delegitimierer des Staates.

2.) Wer den Namen »Bill Gates« in den Mund nimmt oder gar über seinen finanziellen Einfluss und seine Netzwerke spricht, ist ein Verschwörungsspinner.

3.) Die USA ist gut. Russland ist böse. Jede Form der Differenzierung ist eine Verschleierungstaktik vom Bösen.

4.) Die Tagesschau spricht immer die Wahrheit und hat immer Recht!

5.) Wer Frieden in Gaza will, ist ein »propalästinensischer Antisemit«. Wer Frieden in der Ukraine will, ist ein Putinknecht.

6.) Donald Trump und Elon Musk sind böse Superschurken. Barack Obama ist ein guter Friedensengel.

7.) Die alternativen und freien Medien verbreiten Desinformation, Lügen, Hass und Hetze und müssen deshalb politisch »reguliert« werden.

8.) Für den Terroranschlag auf NS2 sind nicht die USA verantwortlich. Für den Terroranschlag auf NS2 sind nicht die USA verantwortlich. Für den Terroranschlag auf NS2 sind nicht die USA verantwortlich.

9.) Gib Dich der Resignation, dem Fatalismus und dem politischen Desinteresse hin!

10.) Jeder hat das Recht, die richtige Meinung frei zu äußern!


Bekenne Dich! Lass ab von der Sünde des Selbstdenkens! Befreie Dich von unreinen Gedanken! Sei kein Nazi! Komm zu uns! Bekenne Dich!


Die Zehn Gebote

ZG-KI-Blog

Mein geschätzter Blog-Kollege »maschinist« hat die  Twitter-X-KI »Grok« nach seinem Blog befragt. Ich war neugierig und tat es ihm gleich. Das kam heraus:

»zeitgeistlos.de/zgblog/ ist ein kritischer Blog, bekannt unter dem Namen ZG Blog. Hier sind einige zentrale Punkte über den Blog:

Inhalt: Der Blog behandelt eine Vielzahl von Themen, darunter Kritik an politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen, besonders in Bezug auf Deutschland. Es gibt Artikel über Medien, Satire, und die Analyse von aktuellen Ereignissen und Trends.

Philosophie: Der ZG Blog ist dafür bekannt, eine kritische Perspektive auf die etablierte Erzählung zu werfen. Er hinterfragt oft die Mainstream-Medien und die politischen Narrative, indem er über Themen wie Menschenrechte, Freiheit, und die Auswirkungen von Regulierungen schreibt.

Stil: Die Beiträge sind oft satirisch, ironisch oder sarkastisch und haben den Anspruch, den Leser zum Nachdenken über aktuelle Geschehnisse und deren Hintergründe zu animieren.

Geschichte: Der Blog existiert seit mehreren Jahren und hat sich in dieser Zeit eine treue Leserschaft aufgebaut, die seine oft provokanten Kommentare zu schätzen weiß.

Bedeutung: Er gilt als eine Plattform für alternative Stimmen und Meinungen, die sich gegen die Mainstream-Medien und die politische Elite stellen.

Beispielhafte Themen: Einige der behandelten Themen umfassen die Kritik an der Impfpflicht, die Behandlung von Minderheiten, Medienmanipulation, und die Diskussion über zivilisatorische Werte.

Interaktion: Der Blog ermöglicht Diskussionen durch Kommentare, wobei der Autor darauf hinweist, dass er selten Kommentare zensiert oder moderiert, was eine offene Debatte fördern soll.

Zusammenfassend bietet der ZG Blog eine Plattform für kritische Reflexion und Diskurs über eine Vielzahl von Themen, die oft von den etablierten Medien nicht oder anders dargestellt werden.«


Schon erstaunlich (und erschreckend), wie eine künstliche Intelligenz rund 17 Jahre Blog-Geschichte, mit mehr als 2.500 Beiträgen, in knapp 5 Sekunden das Archiv durchforstet und den Kern des Blogs vergleichsweise gut einfängt. »Matrix« und »Terminator« sind deutlich näher, als viele wahrhaben wollen.

Ziegenjournalismus (14): »Selbstzensur«

Haben Journalisten den Mut, die Hand zu kritisieren, die sie füttert?

Die Methoden zur Unterdrückung und Ausgrenzung von nicht erwünschten Meinungen, Analysen und Argumenten, sind immer auch ein Ausdruck des jeweiligen Zeitgeistes und der konkret vorhandenen technischen Möglichkeiten. Im Zeitalter der Digitalisierung braucht es kein Wahrheitsministerium, sondern Faktenchecker. Es benötigt keine öffentlichen Bücherverbrennungen, sondern Algorithmen, die narrativkritische Beiträge zum Verschwinden bringen. Man braucht keine »bösen Mächte« oder einen »Diktator«. Es genügen Sozialtechniken, wie Nudging, Gaslighting oder Kontaktschuld.

Auch eine staatlich verordnete Zensur ist nicht mehr nötig, da sich Bürger und Journalisten zunehmend selbst zensieren. Aus Angst vor Rufschädigung, Karriereknick oder Jobverlust ‑und wegen finanziellen Abhängigkeiten- werden viele Themen freiwillig gemieden. Methoden, zur Aufrechterhaltung der Meinungs- und Deutungshoheit, sind zudem deutlich günstiger, ressourcenschonender und unsichtbarer, als ein politischer Repressionsapparat. Weiterlesen

Empfehlungen (9)

Eine Putinversteher-Straße.

Die beiden Jungs von den Grenzgänger-Studios rücken die derzeitige Islam-Kulturkampf-Debatte in das richtige Licht. Es geht um Ablenkung, Feindbild-Aufbau und Diskursverschiebung. Natürlich gibt es »Probleme« und »Schwierigkeiten« bei der »Integration«. Aber die AfD und die Rechten tun so, dass wir nur irgendwie dieses »Problem« lösen müssen, dann werden Milch und Honig fließen. Dann gibt es keine Massenarmut, keine Inflation, keine miesen Löhne und Arbeitsbedingungen, keine Kriege, keine horrenden Miet- und Energiepreise, keine korrupten und lügenden Politiker mehr.

Dirk Pohlmann im Gespräch mit Thomas Röper. Zwei Journalisten, die jenseits der täglichen Propaganda-Atlantikbrücke, einen kritischen Blick auf den Ukraine-Krieg werfen. Eine interessante und spannende Perspektive, die man sich als aufgeschlossener und analytisch denkender Mensch auch einmal anhören sollte.

Kritische, unterhaltsame und authentische Serien-und-Film-Kritik findet man bei »Popcornluft« und »MovieAmphs«. Vor allem trauen sich beide, woken Schwachsinn auch beim Namen zu nennen. Diversität, Vielfalt und Pluralismus sind toll, wie »Shogun« und »Pachinko« zeigen — wenn aber Hautfarbe und Sexualität wichtiger sind als Dramaturgie, Drehbuch, Logik, Schauspielkunst, Dialoge und Story, dann kommt zwangsläufig Bullshit dabei heraus. Bis heute wird diese Kritik nicht angenommen (Hallo Disney!), sondern als rechts, homophob, transfeindlich, sexistisch usw. geframt.

Habt Ihr weitere Empfehlungen?


Empfehlungen

GEW und Corona

Am 22. Mai 2024 schrieb ich der GEW-Berlin eine E‑Mail:

»Liebe GEW-Berlin,

mein Name ist Markus Vollack, ich arbeite als pädagogische Fachkraft an einer Berliner Grundschule. In der Corona-Zeit war ich, aus Gründen des Kindeswohls, ein Kritiker von Isolierungsmaßnahmen, Masken und Tests für Kinder in Schulen. Die GEW hatte hier leider für Schulschließungen, Maskenpflicht und Tests in Schulen plädiert. Teilweise auch weit über politische Maßnahmen und Forderungen hinaus (hier und hier).

Unser Betriebsrat hat nun allen Mitarbeitern empfohlen, geschlossen in die GEW einzutreten. Nach der Rolle der GEW in der C‑Zeit, kann ich das leider schwer mit meinem Gewissen vereinbaren. Daher wollte ich Ihnen ‑nach über 4 Jahren- nun die Gelegenheit geben, sich zu den Schulschließungen sowie der Masken- und Testpflicht für Kinder, erneut zu äußern.

1.) Würden Sie bei einer erneuten »Pandemie«, weitgehende Schulschließungen sowie Masken- und Testpflicht für Kinder unterstützen?

2.) Gibt es Forderungen von der GEW, während der C‑Zeit, die Sie heute als unverhältnismäßig und ungeeignet betrachten würden?

3.) Hat die GEW hier neue Erkenntnisse gewonnen oder würden Sie sagen, im Großen und Ganzen war das alles richtig?

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen!

Mit besten Grüßen
Markus Vollack«


Interessant ist, dass sie alle von Demokratie, Kommunikation und Pluralismus reden, aber gleichzeitig mit allen Kritikern und Andersdenkenden eine intensive Diskursverweigerung pflegen. Als ich mein Abo bei der »Le Monde Diplomatique« sowie bei den »Blättern« gekündigt habe, wollten sie meine Gründe erfahren. Diese habe ich ihnen ausführlich via E‑Mail geschildert, mit der Bitte um Antwort.

Frau Prof. Braun, von der Universität in Saarland, hat am 19. Dezember 2023 in der Tagesschau einen Beitrag über »Vertrauen« veröffentlicht, mit ihrer Hauptthese, dass es vor allem ein »Vermittlungsproblem« von der Politik geben würde. Auch ihr habe ich eine E‑Mail bzw. eine Replik auf ihren Artikel geschrieben.

Die GEW hatte nach rund zehn Tagen geantwortet, dass ich sie am frühen Nachmittag anrufen könne (immerhin!). Eine schriftliche Antwort auf meine Fragen habe ich bis heute nicht erhalten. Sie alle verweigern eine inhaltliche Auseinandersetzung. Bitte nicht falsch verstehen: ich nehme das weder persönlich, noch muss ich jetzt weinen. Ich habe damit sogar gerechnet. Aber genau das ist doch ein Armutszeugnis für unsere angeblich so hochgelobte »demokratische Debattenkultur«.