Ziegenjournalismus (15): »Öffentlich-rechtlicher Rundfunk« (ÖRR)

Haben Journalisten den Mut, die Hand zu kritisieren, die sie füttert?

Der ÖRR ist zu einem Regierungsinteressenvertreter-Organ mutiert. Fundamentale Kritik, an der jeweils aktuellen Regierung sowie den jeweils aktuellen Erzählungen (Corona. Ukraine. Migration. Klima. Gender. Gaza. AfD. Trump.), muss man inzwischen mit der Lupe suchen. Ganz im Gegenteil: Regierungskritiker, jedweder politischen Richtung, werden systematisch verunglimpft und unmöglich gemacht. Seit Jahren. Intern, wie extern.

Andersdenkende Meinungen und Deutungen werden, ganz gezielt und ganz bewusst, als außerhalb des Overton-Fensters platziert. Sie sind dann wahlweise »Verschwörungserzählungen«, »AfD-Sprech« oder »Putin-Propaganda«. Wenn sie denn überhaupt vorkommen. Denn der ÖRR ist vor allem auch ein Organ der »Lückenpresse«. Was nicht passt oder gefällt, wird als nicht relevant eingestuft und eisern verschwiegen.

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Presseblick (94)

Das nächste Streitgespräch in den freien Medien. Diesmal geht es um das Thema »Migration«. In der Diskussion prallen Welten aufeinander. Es wird sich kräftig gestritten, ohne »einzuordnen« oder zu »framen«. Meines Erachtens, hat der von mir ansonsten sehr geschätzte Paul Brandenburg mit seiner »Islam-Sippenhaft« stark überzogen und Tariq Hübsch hat hier die deutlich besseren Argumente. Aber das ist nur meine Einschätzung.

Die Altmedien können oder wollen so ein Format nicht mehr. Da gibt es bei vielen Themen nur noch eine Meinung und eine Haltung. Wer da andere Töne anschlägt, wird ganz schnell sozial und/oder ökonomisch geächtet. Bestes Beispiel sind die »Klar«-Reportagen von Julia Ruhs. Die freien Medien machen nun zunehmend das, was die etablierte Presse konstant verweigert: Demokratie, Diskurs und Meinungsfreiheit. Weiterlesen

Presseblick (93)

Flavio von Witzleben war mal gelegentlich bei Manova und Apolut zu sehen. Nun geht sein YouTube-Kanal durch die Decke. Und Warum? Weil er Journalismus der alten Schule macht. Er reist vor Ort (Sankt Petersburg / Thomas Röper) und er bringt Menschen an einen Tisch, die gegensätzlicher nicht sein könnten. Er wertet nicht. Er framt nicht. Er diffamiert nicht. Er stellt kritische Fragen, bleibt aber immer fair. Er überlässt das Denken und die Wertung seinen Zuschauern. Das ist Diskurs. Das ist Vielfalt. Das ist Demokratie. Die Altmedien haben das ‑vor lauter Aktivismus gegen Rechts- vollkommen vergessen. Weiterlesen

Presseblick (92)

Es bleibt leider nicht aus, sich gelegentlich den »Mainstream« anzutun. Nicht nur, um zu wissen, wie und mit welchen Argumenten aus der Tagesschau der Arbeitskollege am nächsten Tag ankommen wird, sondern auch, um sich zu erden und die innere Mitte nicht zu verlieren. Denn was uns hier teilweise »Redaktionen« und »Redakteure« als »Berichterstattung« präsentieren, um SEO zu huldigen, hat mit Journalismus kaum noch etwas zu tun.

Wir leben in wilden und verrückten Zeiten. Für halbwegs gebildete und halbwegs selbstdenkende Menschen, muss das hier die »Matrix«, die »Truman-Show« oder einfach nur bittere Realsatire sein? Ich könnte fast täglich einen »Presseblick« veröffentlichen. Nur, woher die Zeit nehmen? Im folgenden also eine lose Kommentierung von ausgewählten Pressebeiträgen. Weiterlesen

Die »Tagesschau«

pixabay.com

In einer feierlichen Zeremonie hat das Bundespräsident*in der »Tagesschau« das Bundesverdienstkreuz verliehen. Außerdem hat die »Tagesschau« den Stern-Preis, den Theodor-Wolff-Preis, den Medienpreis für Qualitätsjournalismus, den Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis, den Hildegard-von-Bingen-Preis für Publizistik, den Otto-Brenner-Preis sowie alle anderen Journalisten-Preise die es in Deutschland (und in der Ukraine) so gibt, gleich mehrfach erhalten.

Für besondere Dienste, im Geiste des Haltungsjournalismus und des betreuten Denkens, habe die »Tagesschau« jede Erklärung der Bundesregierung sowie jede offizielle Meinungs- und Deutungshoheit zu den Themen Corona, Ukraine, Klima, Gaza, AfD, Trump und Migration, mit Sondersendungen, Experten, Talk-Formaten und Faktencheckern, uneingeschränkt unterstützt und gegen alle Kritiker verteidigt und abgeschirmt. Weiterlesen

Presseblick (91)

Er hat Bill Gates gesagt! Das genügt anscheinend heutzutage schon vielen Journalisten und Politikern, um sofort abzuschalten. Wer alleine Bill Gates erwähnt, ist schon ein rääächter Verschwörungsschwurbelleugner. Fakten interessieren da nicht mehr. Da werden der Bill-Gates-Stiftung 600 Millionen Euro geschenkt und die wissen nicht einmal warum und wofür?

Vielleicht für die digitale Ausweispflicht, die Bill Gates gerne möchte? Für die weltweiten Kampagnen gegen das Bargeld, für die digitale ID oder die Impfallianz Gavi? Niemand in Deutschland hat diesen Mann gewählt, weshalb bekommt er überhaupt deutsche Steuergelder in Millionenhöhe? Weiterlesen

Stellenausschreibung: »Schreibtisch-General« (m/w/irgendwas)

So macht man das! (spiegel.de)

Beschreibung
Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt vollblütige Schreibtisch-Generäle (w/m/irgendwas). Es gibt in Deutschland leider immer noch viel zu viele Menschen, die in Putin nicht den leibhaftigen Teufel sehen wollen. Dabei ist er ‑und auschließlich er- für alles (!) verantwortlich. Sie sind bei uns richtig, wenn Sie auf jede zweite Frage nur: »Putin! Putin! Putin!« brüllen.

Ihre Aufgabe ist es, in diversen Social-Media-Kanälen, die Kriegsbegeisterung und die Solidarität mit der Ukraine bei der deutschen Bevölkerung, weiterhin hoch zu halten. Ihr Ziel ist es, jede Diskussion zu moralisieren und zu personalisieren, bei dem das ultimativ Böse immer feststeht: »Puuuutin!« Mit sachlichen Argumenten, Kontexten oder Hintergründen müssen Sie sich nicht aufhalten oder gar auskennen.

Was Sie erwartet und was wir Ihnen bieten

  • Eine hermetisch abgeriegelte und komplett einseitige Sicht auf die Welt.
  • Einen digitalen Raum zum Austoben, bei dem Sie Andersdenkende nach Belieben fertig machen dürfen.
  • Sprengstoff in Pflanzenform.
  • Einen Workshop mit Annalena Baerbock zum Thema »Gewaltfreie Kommunikation«.
  • Mehr als 100.000 Euro für Styling und Kosmetik.
  • Borschtsch und Soljanka.

Ihre fachliche und persönliche Qualifikation

  • Sie kommen vom Völkerrecht und sind kein Schweinebauer.
  • Sie sind für die Einführung einer allgemeinen Wehrpflicht, einer allgemeinen Impfpflicht, einer allgemeinen Sozial-Jahr-Pflicht und einer allgemeinen Alles-Pflicht.
  • Sie kennen sich mit Tierpanzer aus.
  • Sie tragen weiterhin überall eine FFP2-Maske und sind 6x gegen Corona geimpft.
  • Sie machen gerne 360-Grad-Wenden.
  • Sie haben keine abgeschlossene Berufsausbildung, aber dafür ein abgebrochenes Studium.
  • Sie sind faul wie ein Waschbär.

Schicken Sie uns schnellstmöglich Ihre aussagefähige Bewerbung — unter Beifügung einer Einverständniserklärung zur Überprüfung Ihrer politischen (Corona-und-Kreml-)Gesinnung. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!


Stellenausschreibung: »Haltungserzieher*innen« (d/d/d)
Stellenausschreibung: »Energie-Polizist« (w/m/d)
Stellenausschreibung: »Gashahn-Zudreher« (w/m/d)

Der kleine Gesinnungstest

Beweisen Sie Haltung!

1.) Sind Sie für Putin oder für Selensky?

2.) Lesen Sie Tagesschau oder RT Deutsch?

3.) Sind Sie für die Corona-Maßnahmen oder gegen die Corona-Maßnahmen?

4.) Sind für Sie alte, weiße, heterosexuelle Männer an allem übel in der Welt schuld?

5.) Sind Sie ein Klimawandelleugner?

6.) Denken Sie auch, dass wenn die AfD sagt, »Krieg ist scheiße!«, dass er dann gut sein muss?

7.) Sind Sie für Flüchtlinge oder gegen Flüchtlinge?

8.) Sind Sie für eine geschlechtsneutrale Sprache oder nicht?

9.) Sind Sie für oder gegen nachhaltige Bio-Produkte?

10.) Sind Sie für die USA oder für China?

11.) Sind Sie für oder gegen binäre Fragen, die man nur mit 0 und 1, mit schwarz und weiß sowie mit ja oder nein beantworten kann?

12.) Finden Sie es richtig und wichtig, sich zu elementaren Fragen stets eindeutig zu positionieren?

13.) Stören Sie sich auch am liberalen Nicht-Lagerdenken, bei dem Menschen ergebnisoffen diskutieren können?


Der kleine Demokratietest

Ziegenjournalismus (7): Meinungsfreiheit

Haben Journalisten den Mut, die Hand zu kritisieren, die sie füttert?

Die Rubrik »Ziegenjournalismus« will sich mit den ganz alltäglichen und üblichen Methoden der Mainstream-Presse, der Leitmedien, der bürgerlichen Medien (oder wie auch immer man sonst die großen, auflagen- und reichweitenstärksten Presseerzeugnisse nennen will) beschäftigen. Der Verlust der Deutungs- und Meinungshoheit sowie der Glaubwürdigkeit großer Medienhäuser, hat eben nicht erst mit den Social-Media-Phänomenen, vermeintlichen Fake News, »Verschwörungstheorien«, Putintrollen, den Lügenpresse-Vorwürfen oder mit dem Populismus angefangen, sondern schwelt im Hintergrund schon seit Jahrzehnten.

Heute geht es um das journalistische Selbstverständnis von »Meinungsfreiheit«. Im Jahr 2020 hat sich mehr und mehr gezeigt, dass viele Redaktionen und Journalisten nicht nur eine panische Angst vor ihrem Verlust der Meinungs- und Deutungshoheit haben, sondern auch vielfach mit verbaler Aggression und Abwertung auf alle reagieren, die ihre Beiträge, Thesen und Meinungen hinterfragen. Weiterlesen

Telegram

Ein hübsches Beispiel wie »Framing« funktioniert. Menschen, die in Belarus den Messengerdienst Telegram verwenden, sind grundsätzlich aufrechte Demokraten und Menschenfreunde: »Nur auf Telegram konnten die Protestler sich untereinander verständigen und die Welt um Hilfe rufen.«

tagesschau.de vom 20. August 2020

Ganz anders, sieht das natürlich in Deutschland aus. Dort tummeln sich nur Kriminelle, Irre, Nazis und Verschwörungsheoretiker:

tagesspiegel.de vom 18. Dezember 2020


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