Der tägliche Lohnarbeitswahnsinn (18)

Arbeitsrechte, Arbeitsbedingungen und Krankenkassen stehen unter Beschuss. Viele zivilisatorische und soziale Errungenschaften, die teilweise über Jahrhunderte, mit viel Blut, Schweiß und Tränen von Lohnarbeitern, Gewerkschaftern und Betriebsräten, erkämpft wurden — will man nun sukzessive wieder zurückfahren. Gleichzeitig war die Organisation der Arbeiterklasse noch nie so schlecht, wie im Jahr 2026.

Gewerkschaften und Betriebsräte haben immer weniger Mitglieder. Demonstrationen, Streiks und Proteste werden immer kleiner. Von ein paar Ausnahmen abgesehen. Die nachwachsende Jugend fordert zwar Work-Life-Balance, für dessen Umsetzung sollen aber bitte andere kämpfen.

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Der tägliche Lohnarbeitswahnsinn (17)

Die libertäre Jasmin Kosubek hat den fast schon sozialistisch anmutenden Kriegsdienstverweigerer, Ole Nymoen, zu einem Gespräch eingeladen. Es ging, unter Anderem, auch um unsere Arbeitswelt. Er kritisiert kapitalistische Selbstverständlichkeiten, die es in Deutschland in keinen Beitrag der Altmedien und in keine ÖRR-Talkshow mehr schaffen.

Ausbeutung. Umverteilung von unten nach oben. Parasitärer Reichtum. Eigentumsprivilegien. Armut als Herrschaftsinstrument. Westlicher Imperialismus. Profitorientierung. Selbstverwirklichung auch ohne Lohnarbeit. Und einiges mehr.

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Neulich bei der Betriebsversammlung...

Seit rund zwei Jahren bin ich im Betriebsrat. Machen statt meckern. Zwei mal im Jahr machen wir eine Betriebsversammlung. Es kommen durchschnittlich 100 Kolleginnen und Kollegen. Es geht um Arbeitsbedingungen, Tarifanpassungen, Gesundheitsschutz, Betriebsvereinbarungen, Finanzen, Arbeitsschutz und vieles mehr.

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Neulich auf der Lohnarbeit (4)

(Fünf Jahre nach der »Corona-Pandemie«. Oder auch: So geht Selbstentfremdung!)

Kollege: »Ich fühle mich nicht so gut. Ich mache mal einen Corona-Test.«

Ich: »Aber wenn Du Dich nicht gut fühlst, brauchst Du doch keinen Test machen?«

Kollege: »Ich will nur wissen, ob ich Corona habe.«

Ich: »Vertrau doch auf Dein Körpergefühl. Entweder Dir gehts gut oder eben nicht gut? Dann gehst Du Nachhause, zum Arzt oder bleibst auf der Arbeit. Wozu musst Du einen Test machen?«

Kollege: »Ich mache jetzt den Test.«

Ich: (20 Minuten später) »Und?«

Kollege: »Puh, Glück gehabt! Ich habe kein Corona. Ich kann wieder arbeiten gehen. Aber ich habe trotzdem Kopfschmerzen und Gliederschmerzen.«


Neulich auf der Lohnarbeit (1)
Neulich auf der Lohnarbeit (2)
Neulich auf der Lohnarbeit (3)

Presseblick (94)

Das nächste Streitgespräch in den freien Medien. Diesmal geht es um das Thema »Migration«. In der Diskussion prallen Welten aufeinander. Es wird sich kräftig gestritten, ohne »einzuordnen« oder zu »framen«. Meines Erachtens, hat der von mir ansonsten sehr geschätzte Paul Brandenburg mit seiner »Islam-Sippenhaft« stark überzogen und Tariq Hübsch hat hier die deutlich besseren Argumente. Aber das ist nur meine Einschätzung.

Die Altmedien können oder wollen so ein Format nicht mehr. Da gibt es bei vielen Themen nur noch eine Meinung und eine Haltung. Wer da andere Töne anschlägt, wird ganz schnell sozial und/oder ökonomisch geächtet. Bestes Beispiel sind die »Klar«-Reportagen von Julia Ruhs. Die freien Medien machen nun zunehmend das, was die etablierte Presse konstant verweigert: Demokratie, Diskurs und Meinungsfreiheit. Weiterlesen

Presseblick (93)

Flavio von Witzleben war mal gelegentlich bei Manova und Apolut zu sehen. Nun geht sein YouTube-Kanal durch die Decke. Und Warum? Weil er Journalismus der alten Schule macht. Er reist vor Ort (Sankt Petersburg / Thomas Röper) und er bringt Menschen an einen Tisch, die gegensätzlicher nicht sein könnten. Er wertet nicht. Er framt nicht. Er diffamiert nicht. Er stellt kritische Fragen, bleibt aber immer fair. Er überlässt das Denken und die Wertung seinen Zuschauern. Das ist Diskurs. Das ist Vielfalt. Das ist Demokratie. Die Altmedien haben das ‑vor lauter Aktivismus gegen Rechts- vollkommen vergessen. Weiterlesen

Neulich auf der Lohnarbeit...(2)

Vor einiger Zeit absolvierte das gesamte Personal an unserer Schule einen Studientag zum Thema »Antisemitismus«. Das war eine Auflage vom Berliner Senat. Drei Dozentinnen vom »Kompetenzzentrum für antisemitismuskritische Bildung und Forschung«, vom Projekt »ACT gegen Gewalt« (natürlich gefördert vom Land Berlin), beglückten uns rund sieben Stunden mit zahlreichen Vorträgen zum Thema »Antisemitismus«. Meine Kolleginnen fühlten sich unwohl und unter Generalverdacht gestellt. Weiterlesen

»Vitamin S« (2)

Die ständige Behauptung, dass »Leistung«, »Kompetenz« und »Fachwissen« relevant bei der Beurteilung und Beförderung von Mitarbeitern und Kollegen seien, ist weiterhin eine urbane Legende. »Vitamin S« (Sympathie) schlägt alles. Ich sehe das in der täglichen Arbeit mit Kollegen, mit der Leitung, mit den Eltern, mit dem Schuldirektor, im Betriebsrat, mit Kooperationspartnern, in Gremien — ja, überall. Weiterlesen

Stellenausschreibung: »Angstporno-Beauftragter«

Berliner Zeitung vom 25. März 2025

»Krieg führen rettet Leben!«
»Die nächsten Jahre sind entscheidend!«
»Das Virus, äh der Klimawandel, äh Putin kennt keine Grenzen!«

Beschreibung
In Deutschland wagen es immer noch viel zu viele Menschen, keine Angst zu haben. Das kann so nicht weitergehen! Wie soll man so anständig durchregieren? Deshalb brauchen wir Ihre tatkräftige Unterstützung, um den naiven Trotteln den mündigen Bürgern ordentlich einzuheizen. Schließlich geht das AfD-Trump-Putin-Monster um!
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Presseblick (92)

Es bleibt leider nicht aus, sich gelegentlich den »Mainstream« anzutun. Nicht nur, um zu wissen, wie und mit welchen Argumenten aus der Tagesschau der Arbeitskollege am nächsten Tag ankommen wird, sondern auch, um sich zu erden und die innere Mitte nicht zu verlieren. Denn was uns hier teilweise »Redaktionen« und »Redakteure« als »Berichterstattung« präsentieren, um SEO zu huldigen, hat mit Journalismus kaum noch etwas zu tun.

Wir leben in wilden und verrückten Zeiten. Für halbwegs gebildete und halbwegs selbstdenkende Menschen, muss das hier die »Matrix«, die »Truman-Show« oder einfach nur bittere Realsatire sein? Ich könnte fast täglich einen »Presseblick« veröffentlichen. Nur, woher die Zeit nehmen? Im folgenden also eine lose Kommentierung von ausgewählten Pressebeiträgen. Weiterlesen