Ich habe nie verstanden, warum sich so viele Menschen freiwillig und ohne Not (sozialer Zwang?) in technisch geschlossene und eingeschränkte Systeme begeben. Nehmen wir beispielsweise die Apple-Produkte iPod, iPhone und iPad. Eigene Daten auf die Geräte spielen, sich die Benutzeroberfläche oder sich das Betriebssystem nach eigenen Bedürfnissen umgestalten, ist fast unmöglich. Aber auch Android, dass von Herstellerseite an ein Google-Konto geknüpft ist (ja, mit ein bisschen Fummelei gehts auch ohne), lässt nicht alles zu. Besonders Google blockiert den Zugriff auf bestimmte Webangebote oder verbietet ‑also zensiert- gleich spezifische Programme (beispielsweise YouTube-Downloader) in der Android-Umgebung.
Ja, es ist signifikant bequemer via Konsole statt mit einem PC zu zocken oder via Apple-Produkte mit leicht zugänglicher Benutzeroberfläche zu surfen. Aber es ist eben auch mit deutlich weniger Freiheiten verbunden. Keine Mods, keinen Zugriff auf die Spiel- oder Systemdateien und kaum Kontrolle über Datenfishing, Tracking und Cookies. Im Marketing- und PR-Bullshit-Sprech nennt man das dann euphemistisch »exklusiv«. Während man ansonsten ständig von Selbstbestimmung, Eigenverantwortung und Freiheit schwafelt, scheint das bei digitalen Unterhaltungsprodukten absolut keine Rolle zu spielen. Willkommen im digitalen Überwachungskapitalismus! »Ich habe auch nichts zu verbergen!« :jaja:
Medial verstrahlt
Die Ablehnung der Wirklichkeit
Kollektive Kommunikationspflicht

Entgegen sämtlicher Job-Coacher behaupte ich, dass viele Personaler und Chefs unsichere, nervöse und eher schüchterne Bewerber bevorzugen. Sicher, sie müssen schon das Gefühl und den Eindruck haben (wissen können sie es zu diesem Zeitpunkt meist noch nicht), dass der Kandidat die Aufgaben lösen und die entsprechenden Kompetenzen für den Job vorweisen kann. Aber wie oft habe ich es erlebt (und auch von Freunden, Kollegen und Verwandten erzählt bekommen), dass wenn man im Bewerbungsgespräch zu locker, unaufgeregt und selbstbewusst war (einfach weil der Ablauf samt Fragen immer und immer gleich abläuft), man weniger Vitamin S (Sympathie) erhält. Ganz im Gegenteil habe ich es sogar öfters wahrgenommen, dass man im Gespräch irgendwann meinen Blicken ausgewichen ist und nervös mit dem Kugelschreiber gespielt hatte.
Mutter: »Könnten Sie mir bitte helfen, meine Tochter zu finden?«
Die dominanten Nachhaltigkeits-Diskurse wirken. Das zeigen auch die Ergebnisse der
Labern. Sitzen. Labern. Saufen. Labern. Fressen. Labern. Rauchen. Labern. Schwafeln. Quatschen. Der Glaube an das Allheilmittel Kommunikation ist bei einigen Bevölkerungsschichten (Pädagogen, Psychologen und Frauen) sehr stark verankert. Auch das Quantität nicht gleichbedeutend mit Qualität ist, wollen die endlosen Quasselstrippen, nervigen Labertaschen und narzisstischen