»Politisch mag das Scheitern der Jamaika-Verhandlungen aufwühlend sein. Der deutschen Wirtschaft dürfte es aber kaum schaden. Denn die fährt schon eine Weile ganz gut ohne Politik. [...] Vieles spricht dafür, dass ein paar weitere Monate politischer Stillstand der Wirtschaft zumindest kurzfristig sogar ganz gut tun. [...] Und egal ob es nun auf eine Große Koalition, eine Minderheitsregierung oder Neuwahlen hinausläuft — keines der möglichen Szenarien würde die grundsätzliche Stabilität Deutschlands infrage stellen.«
spiegel.de vom 20. November 2017
Anmerkung: Ergo, es ist völlig egal, ob und welche Regierung wir in Deutschland haben, solange sie nur im Sinne von Banken, Konzernen, der Finanzindustrie, Wirtschaftskanzleien und Millionären Politik macht oder zumindest keine Politik gegen sie macht. Auch ist die »grundsätzliche Stabilität Deutschlands« gleichzusetzen mit der Profit- und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Ob die Menschen, also die Bevölkerung glücklich und zufrieden sind (Haha!), interessiert absolut gar Niemanden. Mit solchen Sätzen offenbaren Journalisten sehr deutlich und direkt, dass sie zum Sprachrohr des Establishments mutiert sind und den Anschluss an die »normale Bevölkerung« längst verloren haben. Die Selbstbeweihräucherung als »Vierte Gewalt« kann hier nur noch als schlechte Satire durchgehen.


Die chinesische Regierung hat die EU ‑und insbesondere Deutschland- für ihre Menschenrechtslage gerügt. Dabei ging es nicht nur um die Flüchtlingspolitik sowie angezündete Flüchtlingsheime, sondern auch um die EU-Frontex-Mauer, Geheimdienste, die außerhalb des Rechtsstaates agieren und um prügelnde Polizisten.
Wenn ich mich mit Freunden, der Familie oder mit Arbeitskollegen über Menschen wie beispielsweise Daniela Katzenberger, Dieter Bohlen oder Verona Pooth unterhalte, kommt irgendwann die Floskel, dass die alle ja doch irgendwie klug und clever seien, weil sie es schließlich geschafft hätten, irgendwie Geld zu machen. Echte Kenntnisse in Literatur, Musik, Kunst, Wissenschaft oder Kultur spielen bei der Bewertung von Menschen scheinbar nur noch insofern eine Rolle, wenn dieses Wissen irgendwie nützlich zur Geldvermehrung, im Beruf oder für den persönlichen Vorteil verwertet werden kann. Intelligent sei, wer sich oder irgendeinen Mist verkaufen kann. Ansonsten ist es per se unnützes Nerd-Wissen oder Klugscheißerei. Hierbei stelle ich mir folgende Fragen:


