Bei der »ZDF-Anstalt« freut man sich mittlerweile offen über den gezielten Mord an einem religiösen Führer sowie über Bomben. Es wird auf einem infantilen und sehr einseitigen Niveau Kriegspropaganda »Satire« gemacht, dass man eigentlich nur noch vor lauter Fremdscham im Boden versinken will: »Zum ersten Mal haben die Menschen Angst, dass keine Bomben mehr fallen.« Das soll »Satire« sein?
In jedem Krieg trifft es vor allem die Zivilbevölkerung. Immer so zu tun, als sei es ein Kampf »Regierung vs. Regierung« oder »Präsident vs. Präsident«, ist grenzdebiler, realitätsferner und menschenverachtender (Videospiele-)Schwachsinn. Ich weiß wirklich nicht, wen sie mit solchen Sendungen überhaupt noch erreichen wollen?


Im
Es gibt für mich nur wenige Filme, denen ich das Attribut »gegen den Krieg zu sein« verleihen würde (»Apocalypse Now«, »Der schmale Grat«, »Full Metal Jacket«). »Der Soldat James Ryan« gehört beispielsweise nicht dazu. Ein Antikriegsfilm (oder besser: Friedensfilm) muss nicht nur schockieren, nachdenklich stimmen sowie die Grausamkeit und Brutalität des Krieges zeigen, sondern darf auch keinen heuchlerischen Pathos oder verlogenen Nationalismus beinhalten. Wenn er Kriegslügen aufdeckt (oder zumindest thematisiert) und die Dämonisierung des Feindes als Propagandainstrument entlarvt, umso besser.
