Die große Debilmachung (27)

»Was kann Europa tun, um der Ukraine zu helfen, mehr Russen zu töten, russische Soldaten natürlich.«

- Michael Martens. FAZ. Am 8. August in Belgrad

Sie wollen Krieg. Um jeden Preis. Auf allen gesellschaftlichen, sozialen und ökonomischen Ebenen, wird der Krieg vorbereitet und geplant. Der »Casus Belli« wird entweder von Russland selbst erfolgen, weil sie von der jahrelangen Provokation und der Hass-Sprache des Westens genug haben — oder es wird eine »False-Flag-Operation« geben. Weil der Zeitpunkt gerade günstig ist.


Propaganda
Was danach folgen wird, ist jedem Handbuch für (Kriegs-)Propaganda zu entnehmen. Dann wird es Wochen‑, monate‑, ja, jahrelang in Politik und Medien um nichts Anderes mehr gehen. Es wird kein anderes Thema mehr geben können, sollen und dürfen. Beispielsweise Korruption, Lügen, Skandale oder Repressionen in Deutschland.

Auf allen Medienkanälen wird dann von der Verteidigung und der Abwehr vom »Satan-Hitler-Putin-Russland« gesprochen werden. Tausende Talk-Shows, Sondersendungen, Interviews mit »Experten« sowie »Faktenchecker«, werden die Hirne infantil-moralisch weichklopfen und jeden Zweifler als Landesverräter denunzieren.


Feindmarkierung
Das Gemeinsame »Wir« wird dann wieder beschworen werden, nachdem man jahrzehntelang bis in die Familien hinein, eine omnipräsente, gesellschaftliche Spaltung betrieben hat. Auch wird wieder »Härte« und »Resilienz« gefordert werden, nachdem man ebenfalls jahrzehntelang individuelle Unterverantwortlichkeit und Unselbstständigkeit als neue Fühli-Fühli-Wirklichkeit etabliert hat. Schließlich müssen wir unsere Frauen und Kinder sowie unsere »Werte« verteidigen, welche auch immer das ‑nach Epstein, Gaza und CumEx- noch sein sollen?

Jeder, der nicht im Gleichschritt in den gleichgeschalteten Kriegsrhetorik-Chor einsteigen will, wird nicht nur als »Putinlutscher« oder »Friedensschwurbler« beschimpft, sondern als Feind markiert werden. Nur, für was ‑wenn nicht nur für das nackte Überleben- sollen wir hier eigentlich noch »kämpfen«? Für die marode Infrastruktur? Für den andauernden politischen Verrat an der Bevölkerung?

»Dienste«, Behörden und Polizei werden erweiterte Befugnisse erhalten, damit sie gegen die inneren Feinde mit aller Gewalt vorgehen können. Grund- und Menschenrechte werden im Ausnahmezustand keine Rolle mehr spielen. Es ist ja nicht so, als wenn wir das alles nicht schon mal irgendwo genau so gesehen oder erlebt hätten. Das Drehbuch der Kriegsführung ist immer gleich.



Krieg als politische Lösung?
Die große Frage bleibt: warum wollen sie unbedingt einen Krieg? Was haben sie davon? Was sind die möglichen Gründe? Im folgenden ein paar Erklärungsversuche.

1.) Die umfassende gesellschaftliche Spaltung in Deutschland, bei denen sich oft zwei Positionen unversöhnlich gegenüber stehen (Migration. Corona. Klima. Ukraine. Feminismus. AfD. Israel. Und so weiter), kann mit einem gemeinsamen »Wir gegen die« zumindest temporär überwunden werden.

2.) Big Business. Ob die großen Vermögensverwalter, wie BlackRock und Vanguard, große Finanzakteure, Banken oder die Waffenindustrie — es gibt sehr viele Akteure, die durch Kriegsvorbereitungen, Kriege und den anschließenden Wiederaufbau, unendlich viel Profit machen. All diese Akteure haben Netzwerke, Denkfabriken und Lobby-Organisationen und insofern auch Einfluss auf Politik und Medien.

3.) Ein gesellschaftlicher, politischer und ökonomischer Reset. Das Vertrauen und die Glaubwürdigkeit in Regierung, Staat, Behörden, Medien und Politik, insbesondere in Deutschland, ist auf einem historischen Tiefpunkt angelangt. Die jahrelange, politische Verweigerung realexistierende Herausforderungen und Probleme auch anzugehen, anstatt sie nur wegzuerklären, ist, ohne Gesichtsverlust, nicht mehr machbar. Ein Krieg würde hier ein Tabula Rasa und eine große historische Vergesslichkeit schaffen.

4.) Die analoge Auslebung des tiefsitzenden Hasses gegen Andersdenkende. Ich bin mir ziemlich sicher, dass im Ausnahmezustand sowie im Kriegsgeheul, quasi nebenbei, auch alle Regierungskritiker, C‑Kritiker, Klimakritiker sowie alle anderen, seit Jahren markierten unbequemen Bürger und Organisationen, mit »abgeräumt« werden. In welcher Form auch immer. In der Kriegshysterie wird das dann kaum Jemanden auffallen.

5.) Die Einführung eines digitalen Kontroll- und Überwachungsstaates. Es ist kein Geheimnis, dass sog. Philanthropen, Milliardäre, Libertäre, Transhumanisten sowie Big Tech, eine Art weltweite-digital-vernetzte Regierung anstreben. Dazu gehört die digitale Identität, die Zurückdrängung des Bargeldes und die Einführung digitaler Währungen sowie SmartCitys.

All das könnten Gründe und Motive sein, warum alle Zeichen auf Krieg stehen. Denn mit einer traumatisierten und vom Krieg zerrütteten Gesellschaft, lassen sich viele Dinge leichter durchsetzen und einführen.


»Codex Russonoia: Ein visuelles Dokument der Zeitgeschichte. Gegen das Vergessen. Aufgelesen und unkommentiert.«

(Substack von epikur)


Die große Debilmachung

10 Gedanken zu „Die große Debilmachung (27)

  1. Nein, all das sind nur die Werkzeuge.
    Die wollen uns einfach loswerden, weil sie zukünftig die letzten verbleibenden Ressourcen nicht weiter mit uns teilen wollen.
    Seit 1974 bekunde ich das, aber was red ich...

  2. ein ganz starker artikel!

    für mich einer deiner besten (von so vielen so starken!), seit ich 2020 ‑in tiefster bestürzung und bedrohlicher verzweiflung befindlich-
    zu beginn des kap.fa***en, als pandemieausbruch gelableten, putsches das glück hatte, auf das zg-blog zu stoßen.

    23x dankeschön und immer auch:
    eisern!

  3. Wir leben zweifellos in Zeiten, in denen die Engstirnigkeit und die Kleingeistigkeit fürwahr unvorstellbare Ausmaße angenommen haben. „Hybrid“ ist so ein Begriff, mit dem die ganz große Mehrheit absolut nichts anfangen kann, außer dass er Unsicherheit und Angst erweckt. Dazu klingt er irgendwie kryptisch und gescheit.

    Gleichzeit wird das flankiert von einer Selbstgerechtigkeit, Selbstherrlichkeit und Selbstverliebtheit in geradezu kosmischen Dimensionen. Da ist alles vollständig aus dem Ruder gelaufen. Die Mixtur des westlichen Zeitgeistes ist toxischer als jeder andere bekannte Stoff.

    Der kriegstüchtige Putinhasser und/oder Klimahysteriker wärmt sich derweilen an den Bildern der Medien von Feuer und Rauch, wie an einem heimeligen Lagerfeuer. Einerlei ob das durch „unsere“ Vorwärtsverteidiger beim kannibalischem Russen verursacht wurde oder durch den Brüller mit der Selbstentzündung der Wälder aufgrund der Höllensommertemperaturen über 30 Grad.

    Is wuaschd, wei eh ois g’logn is, wia oiwei.“

  4. »„Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. 10 Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf die Gefahr des Galgens.“ Karl Marx, „Das Kapital“, Band 1 (MEW Bd.23, S.788, Fußnote 250) Marx zitiert den englischen Gewerkschaftsfunktionär Thomas Joseph Dunning«

  5. yipp, klasse podcast mit OLAFO...hatte ick mir heute am frühen morgen schon rinjezoren.

    absolut empfehlenswert.

    deutschland bedeutet, dass nicht menschen wie er (bzw. seines schlages) bei 42 prozent stehen, sondern der tangermünder volkstribun Ulli Grinsemann.

    dies ist und bleibt ein zutiefst notorisch-pathologisches, hochgefährliches staatsvolk:

    immer wieder mit vollgas auf dem weg in apokalyptisch entartende, ins unfassbar grauenvolle hin erweiterte suizide.

    diesmal werden es Die Guten ™ sein, die die welt in den ‑wahrscheinlich dann finalen- höllengrund hinabreißen.

  6. nun gut, wenn hier nichts dazwischen kam, muss ick wohl doppelposten...

    Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden, die Deutschen glauben sie. Um eine Parole, die man ihnen gab, verfolgen sie ihre Landsleute mit größerer Erbitterung als ihre wirklichen Feinde.”

    Napoleon Bonaparte

    original oder zuschreibung?...egal.
    könnte so oder ähnlich auch von Heinrich Heine stammen.

    nach meinem empfinden trifft diese kurzanalyse jedenfalls weitgehend zu!

    solch einem denkfaulen, feigen, zuhauf mit thrashfood vollgefressenen, dreckskonsum- und schundmedienverblödeten, ignoranten, unterwürfigen, stiefelleckenden und vorauseilend gehorsam buckelnden, auf dem nächstschwächeren mitmenschen herumtrampelnden volk, kannst du alles als »reform« verkaufen, alles!

    zitat Georg Schramm:
    »Du musst sie nur weiter systematisch verblöden, denn nur Idioten kaufen und fressen Gammelfleisch.«

    mir ist schlecht — ich will hier RAUS!

    https://www.berliner-zeitung.de/article/das-schweigen-der-lemminge-sozialabbau-statt-weltkrieg-10279286

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