»Im übrigen gilt ja derjenige, der auf den Schmutz hinweist, als viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht.«
Kurt Tucholsky
Die hiesige Presse hält das Thema eher klein. Eine kleine dpa-Meldung, aber keine Talkrunden oder Reportagen. Und für die US-Regierung soll ein Exempel statuiert werden. Die Botschaft lautet: Niemand deckt ungestraft Verbrechen der US-Regierung, der NATO oder des US-Militärs auf. Ein wirklich schöner »Werte-Westen« ist das. Weiterlesen →
Es wurden monatelang Millionen von Menschen nicht nur sozial und ökonomisch ausgegrenzt, sie wurden auch in tiefe Depressionen gestürzt, zu Freiwild erklärt, schikaniert, beleidigt, diskriminiert, abgewertet und diffamiert. Ungeimpfte Obdachlose wurden aus den U‑Bahnhöfen verjagt. Ungeimpfte Angehörige durften ihre Eltern nicht in den Pflegeheimen besuchen. Ungeimpfte Studenten wurden von den Universitäten vertrieben. Zahlreiche Auszubildende mussten ihre Ausbildung abbrechen, weil die Unternehmen 2G eingeführt hatten. Ungeimpfte Gläubige durften nicht mehr an Gottesdiensten teilnehmen. Hochzeitsfeiern für Ungeimpfte wurden verboten. Selbst die Tafeln führten teilweise 2G ein. Viele Maßnahmen-Kritiker wurden gecancelt oder gekündigt.
Eine menschenverachtende Ausgrenzung von Millionen von Menschen, das es so in dieser krassen Ausprägung seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr gegeben hat! Viele Familien und Freundschaften wurden durch die politisch und medial motivierte Hetzjagd zerrissen. Und wofür das Alles? Um einen eiskalten Impfdruck aufzubauen für eine »Impfung«, die diesen Namen nicht einmal verdient hat. Kein Fremdschutz. Keine sterile Immunität. Eine Wirkung von maximal einigen Monaten. Mit einer bedingten Zulassung. Dafür die Möglichkeit von schwerwiegenden Impfnebenwirkungen. Außerdem wurde das Vertrauen mutwillig zerstört. In den Rechtsstaat. In die Wissenschaft. In die Massenmedien. In die Politik. In die Kirchen. In die Polizei und in staatliche Behörden. In die Medizin. Und in die Demokratie.
Aber die Vorsitzende des Deutschen Ethikrats (!!) wundert sich ernsthaft, woher diese große Empörung und Entrüstung eigentlich kommt? Sie glaubt weiterhin daran, etwas Gutes für die Gesellschaft getan zu haben? Sie müsste sich in Grund und Boden schämen, sich entschuldigen und um Verzeihung bitten! Stattdessen inszeniert sie sich als Opfer und zeigt voller Stolz ihre nicht vorhandene Empathie und ihren ausgewachsenen totalitären Narzissmus: »Wir brauchen mehr Regulierung für Twitter! Wir müssen aus allen Rohren schießen!« Weiß Frau Buyx etwa nicht, dass bereits Zehntausende Twitter‑, Facebook- und YouTube-Accounts in den letzten Zwei Jahren gesperrt und gelöscht wurden? Reicht wohl nicht, hm?
Während in allen anderen Ländern in Europa (mit Ausnahme von Österreich) Normalität einkehrt und Corona für die Menschen vorbei ist, wird in Deutschland der Kult weiter zelebriert. Wir werden wohl noch Jahre brauchen, um die Massenpsychose zu überwinden. Wenn überhaupt.
Jeder weiß, dass wir in Deutschland mindestens jede dritte, eigentlich jede zweite, Klinik schließen sollten. Dann hätten wir anderen Kliniken genug Personal, geringere Kosten, bessere Qualität, und nicht so viel Überflüssiges. Länder und Städte blockieren https://t.co/Ffyf8Ue5ZX
— Prof. Karl Lauterbach (@Karl_Lauterbach) June 4, 2019
Seit rund 8 Wochen wird an sechs Universitätskliniken in Nordrhein-Westfalen gestreikt. Die Massenmedien berichten nur spärlich darüber. Die kognitive Dissonanz zum Corona-Thema würde wohl zu sehr auffallen. Denn das Ganze ist mittlerweile nur noch als grotesk zu bezeichnen. Da wird abermals ein zusammenbrechendes Gesundheitssystem (was man selbst mitverursacht hat!) im Herbst beschworen, während man gleichzeitig die Hilferufe aus der Pflege, aus den Krankenhäusern und den Kliniken komplett ignoriert. Stattdessen haben die Klinikleitungen sogar versucht, die Streiks gerichtlich verbieten zu lassen. Und das man mit der einrichtungsbezogenen Impfpflicht weiterhin Fachkräfte aus der Pflege vergrault — geschenkt!
In einem offenen Brief der unfallchirurgischen Kliniken der Universitätsmedizin in NRW heisst es:
»In den vergangenen Jahren hat sich die allgemeine Situation in den Krankenhäusern unter extremem Kostendruck im Gesundheitssystem, der Corona-Pandemie und dem allgemeinen Pflegemangel kontinuierlich verschärft. Viele Pflegekräfte fühlen sich ausgenutzt und wenden sich vermehrt anderen beruflichen Tätigkeiten zu.«
Hier sehen wir ganz deutlich, was das Gerede von Lauterbach und dem BMG wirklich wert sind: alles heiße Luft. Es ging nie um die »vulnerablen Gruppen« oder um »Gesundheit«, denn dann würde man nicht seit Jahren und Jahrzehnten achselzuckend dabei zuschauen, wie unser Gesundheitssystem kaputt gespart und an die Wand gefahren wird. Lauterbach und das BMG könnten die Milliarden, die für kaum wirksame »Impfstoffe«, Testzentren und Impf-Kampagnen rausgefeuert werden, sofort in der Pflege einsetzen. Das wird aber nicht getan. Warum?
Haben Journalisten den Mut, die Hand zu kritisieren, die sie füttert?
Die Rubrik »Ziegenjournalismus« will sich mit den ganz alltäglichen und üblichen Methoden der Mainstream-Presse beschäftigen. Der Verlust der Deutungs- und Meinungshoheit sowie der Glaubwürdigkeit großer Medienhäuser, hat eben nicht erst mit den Social-Media-Phänomenen, vermeintlichen Fake News, »Verschwörungstheorien«, »Putintrollen«, den Lügenpresse-Vorwürfen oder mit dem »Populismus« angefangen, sondern schwelt im Hintergrund schon seit Jahrzehnten. Der große Glaubwürdigkeitsverlust der Massenmedien hat viele selbstverschuldete Ursachen. Diese Rubrik will einige davon näher beleuchten. Heute geht es um »Framing«. Weiterlesen →
Der Schuldirektor an meiner Grundschule hat Geburtstag. Er wird 60 Jahre alt. Einige Kolleginnen überlegen in der Teamsitzung, wie sie ihm eine Freude machen können. Man einigt sich auf einen Gutschein für ein Gourmet-Restaurant sowie auf eine Überraschungsfeier am Abend. Von 18 bis 22 Uhr. Nach Feierabend. An einem Mittwoch im Juni. Das ist natürlich keine bezahlte Arbeitszeit, sondern Freizeitvergnügen. Dennoch wird um zahlreiches Erscheinen »gebeten«. Es geht schließlich um den Schuldirektor und nicht um irgendeinen Untermenschen Praktikanten!
Einige Tage später wird der Bundesfreiwillige (auch euphemistisch »Bufdi« genannt) damit beauftragt, von sämtlichen Mitarbeitern Geld für den Gutschein einzusammeln. Jeder soll soviel geben, wie er oder sie möchte. Außerdem soll er eine Teilnehmer-Liste für die Geburtstagsfeier führen. Natürlich nicht, um einen subtil-sozialen Druck aufzubauen, sondern nur wegen der Planung der Feier. Transparenz und so. Ein Pädagoge, der musikalisch begabt ist, will sogar ein eigenes Stück für den Direktor komponieren und aufführen. Das alles wird selbstverständlich für normalsterbliche Kollegen nicht gemacht. Warum auch?
Als der Bufdi zu mir kommt, versuche ich erst gar nicht, mir billige Ausreden zu überlegen. Dieses unwürdige und neofeudale Spektakel, muss und will ich mir nicht geben. Noch vor einigen Monaten wollten mich viele Kolleginnen — wegen meinem Impfstatus, meiner Maßnahmen-Kritik, meiner Verweigerung ständig »Maaaske« zu brüllen sowie wegen meiner Frechheit, selbst zu denken — am Liebsten (und mit voller Überzeugung, das Richtige zu tun) in die Gosse stoßen. Jetzt tun sie wieder alle so, als wäre nie etwas gewesen. Aber ich soll nun ganz devot und geschichtsvergessen der Führung huldigen?
Ein ungeimpfter, maßnahmenkritischer Mensch, der den Frieden liebt und gegen Waffenlieferungen in die Ukraine ist? Dann wird aber die zärtliche Regenbogenfahne in Sekundenschnelle zum staatlichen Knebel und Frau Esken’s Mundwinkel werden hart wie Stahl. Dann ist nämlich Schluß mit lustig Lächeln!
Da viele Menschen extrem vergesslich zu sein scheinen und eher unangenehme Ereignisse in die dunkelste Ecke ihres Kleinhirnes verbannen, gibt es heute ein wenig Erinnerungskultur. Manche können es nicht mehr hören und andere wollen es nicht hören. Aber solange die Massenpsychose unter der Oberfläche noch weiter schwelt, werde ich damit nicht aufhören. Viel Spaß bei den Auswüchsen des Coronismus! Weiterlesen →
Viele Menschen in Deutschland sind schnelllebig und geschichtsvergessen. Alles was länger als Zwei Jahre her ist, ist quasi aus dem Bewusstsein und damit aus der Wahrnehmung verschwunden. Wenn man dann noch mit Ereignissen kommt, die vor rund 50 Jahren stattgefunden haben, die weit vom eigenen Alltag entfernt und dann noch am anderen Ende der Welt passiert sind — dann können damit viele Menschen absolut nichts mehr anfangen. Dabei gilt nach wie vor der Satz: wer aus der Geschichte nicht lernt, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.
In den Jahren 1965 bis 1966 wurden ca. 500.000 bis 2 Millionen Menschen in Indonesien brutal ermordet. Staatlich gelenkte, antikommunistische Propaganda wiegelte die Menschen gegeneinander auf. Zu Tausenden wurden sie gefoltert, in Arbeitslager verschleppt und mit Macheten hingerichtet. Leichen in Massengräbern verscharrt oder in Flüsse geworfen. Die Frontlinien gingen durch alle Familien und Gesellschaftsschichten hindurch. Wie konnte das passieren? Weiterlesen →
Vor der »Corona-Pandemie« war der »Querdenker« ein eher positiv besetzer Begriff. Er bezeichnete Menschen, die durch ihre Kreativität, ihre Eigenwilligkeit und ihren alternativen Blickwinkel, für frische Ideen und Konzepte sorgen würden. Sie hätten besonders in Unternehmen dazu beigetragen, eingefahrene und verkrustete Strukturen zu erkennen und zu verbessern. »Querdenker« seien Menschen, die sich nicht an die üblichen Denkweisen halten und Innovationen befördern würden.
Im April 2020 gab es die ersten großen Maßnahmen-Proteste, die von Michael Ballweg in Stuttgart organisiert wurden. Er nannte die Bewegung »Querdenken«. Daraufhin gründeten sich bundesweit viele kleinere und größere Initiativen und Bewegungen, die teilweise bis heute Bestand haben, aber auch aufgelöst wurden. Bundesweite Bekanntheit erlangte die »Querdenken-Bewegung« durch die großen Demonstrationen am 1. und am 29. August 2020 in Berlin. Weiterlesen →
Eine weitere Form von alltäglicher Propaganda ist der Kulturimperialismus. Er bestimmt, wie wir unser Leben gestalten und was wir über andere Nationen, Kulturen, Völker und Religionen denken sollen. Außerdem gibt er vor, was ein erstrebenswertes und erfolgreiches Leben sein soll (Auto, Haus, Kinder, Lohnarbeit, Ehe, Geld etc.). Essentiell ist dabei auch das vorgeschriebene Mantra: »Denke positiv!« — das überall als alternativloses Lebenskonzept propagiert wird. Wer nicht positiv denken würde, sei automatisch unzufrieden und unglücklich, so das Credo.
Der Journalist und Autor Giuseppe Gracia nimmt dieses propagandistische Dogma ein wenig auseinander. Zunächst unterscheidet er zwischen positivem Denken und einer positiven Lebenseinstellung. Das Narrativ des positiven Denkens blendet nicht nur alle Übel in der Welt gezielt aus, sondern fördert auch Resignation und Fatalismus. Schlimmer noch: jedes persönliche Schicksal wird via Victim Blaming den Personen selbst zugeschoben: »Selbst schuld! Hättest Du mal positiv gedacht!« Die ständige Propaganda des »positiven Denkens« blendet somit systemische und strukturelle Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten aus, und schiebt sie auf die persönliche Verantwortung des Einzelnen.
Vor rund 6 Jahren habe ich schon einmal getitelt: »Kritik ist positives Denken«. Denn wer seinen Verstand, seine Vernunft, seine Emotionen und sein Wissen, nicht mehr einsetzen will, hat in Wahrheit resigniert. Hat aufgegeben. Sich dem Fatalismus hingegeben. Wer nicht mehr kritisieren sowie Sachverhalte durchdenken, sondern nur ständig »abschalten« will — ist der eigentliche Pessimist. Wer nicht mehr kreativ-schöpferisch tätig sein und wer nicht mehr unser aller Leben aktiv mitgestalten will — hat die eigentlich negative Lebenseinstellung.
»Zwangsoptimismus als Herrschaftsprinzip, bei dem jeder Freidenker zu einem unangenehmen Zeitgenossen gemacht wird.«
Im Umkehrschluss heißt das aber auch nicht, dass man sich deshalb eine zynische, fatalistische oder pessimistische Lebenseinstellung zu eigen machen muss, wenn man kritisch sein will. Denn es ist durchaus möglich, sich ein positives und lebensbejahendes Verhältnis zum Leben, zu seinen Mitmenschen und zum kreativ-schöpferischen Tätigsein anzueignen und gleichzeitig kritisch zu sein.
Ich weiß, ich bin spät dran. Dennoch: ein wirklich gut gemachter Film vom Publizisten Milosz Matuschek und dem Filmemacher Marijn Poels über den Corona-Wahnsinn der letzten Zwei Jahre. Er wurde komplett durch Spenden finanziert. Eine politische Aufarbeitung findet in Deutschland weiterhin nicht statt. Ganz im Gegenteil. Es gibt weiterhin Repressionen gegen Maßnahmenkritiker und im Herbst 2022 droht der autoritär paternalistische Irrsinn zum dritten Mal Realität zu werden. In der Zwischenzeit übt man sich weiter in Panikmache, Ausgrenzung und Diffamierung. Gegenüber NATO-Kritikern und Pazifisten.
Das gerade in Deutschland Millionen von Menschen (»Ungeimpfte«) monatelang vom öffentlichen Leben ausgeschlossen und kriminalisiert (2G) sowie von Politik und Presse zum Abschuss freigegeben wurden, ist nach wie vor ein Skandal. Das muss aufgearbeitet werden! Nur: Lauterbach sowie Politik und Medien können und wollen offenbar nicht anders. Die reden jetzt schon wieder von 3G, 2G, Maskenpflicht und Lockdown. Ohne jede wissenschaftliche Evidenz und Evaluation. Soll das jetzt ewig so weiter gehen? Es ist höchste Zeit, dass auch vermehrt geimpfte Menschen endlich »Nein!« sagen. Sonst kommen wir aus der Massenpsychose nie mehr raus.