Vergrabene Fragmente

Seit mehr als 8 Jahren schreibe ich mir hier nun die Finger wund. Mehr als 1.500 Artikel wurden bisher veröffentlicht. In den ersten Jahren waren meine Kollegen jtheripper und todesglupsch noch recht fleißig. Bis sie die Sinnlosigkeit des ganzes Projektes erkannt und sich zurückgezogen haben. Soweit bin ich noch nicht. Die schnelllebige Medien- und auch Bloglandschaft lässt Artikel und Beiträge schnell im Orkus verschwinden, was sehr schade ist. Um dem einmal entgegen zu wirken, und weil ich glaube das viele Texte noch immer aktuell sind, gibt es hier und heute ein paar Lesetipps aus dem Archiv. Wenn euch schon immer Fragen bezüglich dem ZG Blog auf der Seele gebrannt haben, ist das hier und jetzt auch ein guter Ort, um sie los zu werden. ;)

>> „Ein ganz normaler Amtsalltag“
>> „Die Destruktivität des Leistungsgedanken“
>> „Endlich! Todesstrafe für Kinderschänder!“
>> „Was halten Sie von Ausländern?“
>> „Die wichtigsten Fragen unserer Zeit“

5 Gedanken zu “Vergrabene Fragmente

  1. Ja, das Kurzzeitgedächtnis und die pragmatische Verarbeitung eines gewissen Actio-Reactio-Verhaltens ohne eine wirklich nachvollziehbare Konsistenz bis Wirkung kausaler Zusammenhänge, beschäftigt mich auch gerade mal wieder vehement :) Die Überlegung ist gar nicht so ohne, ob man als bloggender Anachronismus oder eben Chronist durch die Zeit eilt, deren Markt auch dies Metier überschwemmt hat. (Das mit dem Chronisten las ich mal beim feinen Sinn und fand es durchaus sinnig). Über kurz oder lang, werden wir es vielleicht sogar als missbrauchtes Archiv betrachten müssen. Wir werden sehen. Die Rippe und der Glupsch, könnten sich aber tatsächlich, ruhig mal wieder am Zeitgeschehen beteiligen. Die Entschuldigung der Sinnlosigkeit, ist mir zu fade.

  2. Zum vergrabenen Fragment Punkt 3

    Zitat aus dem folgenden Link vom 07.07.2013 vor fast 4 Jahren:

    „Ein mutiger Film,der hoffentlich nicht totgeschwiegen wird, sondern bald den Weg in unsere Kinos findet.“

    http://www.ardmediathek.de/tv/ttt-titel-thesen-temperamente/Ein-Dokumentarfilm-%C3%BCber-sexuellen-Missbr/Das-Erste/Video?bcastId=431902&documentId=15745168

    Und? Waren Sie schon im Kino und haben sich den Film hier in Deutschland angesehen?
    Sie werden vergeblich nach dem Kinostart dieses Films in Deutschland suchen. Deutschland kennt sich schließlich bestens aus mit dem Verleugnen und Vertuschen sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche!

  3. Sinn oder -losigkeit muß natürlich jeder für sich entscheiden, kommt halt aufs Ziel an. Wer die Welt verändern will im größeren Stil, läuft traditionell Gefahr, sich großen Frust abzuholen, viele sind da auch gescheitert an ihren hohen Erwartungen.
    Leichter tut sich wohl, wers einfach für sich selber macht und für diejenigen, die daran Interesse haben. Masse und Medienlandschaft waren schon immer schlechte Ratgeber für alle Arten von Schreibern, die sich vor allem für Ideen interessieren, die nicht so ganz dem mainstream entsprechen, solche Ideen kommen immer zunächst aus der Nische und fühlen sich dort auch am wohlsten.

  4. Hi eb,

    für mich war das ZG-Projekt nicht der Blog, sondern das Aufbauen von diesem digitalen Unbekannten. Deswegen hat es mir viel Spaß gebracht von einer Idee zu einer Artikelsammlung, zu einer ausgewachsenen Website mit eigener Domain, zum Blog, zu wachsen. Und selbst noch die »Vereinnahmung« von Facebook und für mich speziell Twitter. Als nächstes hätten halt Podcasts und Videos folgen müssen (und was dann?). Da dies nicht geschehen ist war ich persönlich raus, da ich kein Blogger bin. Aber ich bin froh, dass epikur fröhlich weiter tippelt.

  5. Der Blog ist ein äußerst gelungenes Projekt, das wohl viel Aufmerksamkeit abverlangt hat. Und Mut, auch Mut ist nötig, wenn man seine Gedanken exponiert. Tatsächlich ist der Mut ein seltenes Geschenk. Und nicht ohne Grund nistet sich die Mutlosigkeit nicht überall gleich ein in der Gesellschaft. Der Mut zum Sprechen ist nicht gleich verteilt. Es sprechen regelmäßig die falschen zu viel. Und mit erbitterter Notwendigkeit entspricht dem Mehr an Gesprochenen dennoch ein mehr an Verschwiegenem. Das darf man bei aller Gesprächigkeit nicht vergessen.
    Jahrelang habe ich nur diesen und jenen von De Lapuente gelesen. Hier wie dort fand ich die Konfiguration, die mir nahe steht. Selten genug findet man dies heute. Der Wirbel des medialen Geschehens dreht sich endlos weiter. Der größte Eifer ist fortwährend am Werke, die größten Energien werden eingesetzt, gestresste Journalisten pressen sich aus, ganze Häuser voller Büros und Administrationen arbeiten Tag und Nacht und dennoch kommt an Unmengen heraus, was halt heraus kommt. Dagegen kann man hier die Ruhe des Gehaltvollen genießen.

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