Pressefreiheit?

»Anzeigenkunden stellen Forderungen, der Übergang zur Prostitution ist schleichend.«
(Gabor Steingart am 10. Mai 2019 auf meedia.de)

»Um den Bruch mit den Medien zu verstehen, muss man sich klarmachen, dass für den Journalismus die Nähe zu den Mächtigen überlebensnotwendig ist, um gegenüber der Konkurrenz zu bestehen.«
(Jun Branco. »Julian Assange — erst gefeiert, dann fallen gelassen«. Le Monde Diplomatique. Mai 2019. S. 21) Weiterlesen

Zwei Meldungen. Ein Irrsinn.

»Anwalt von Stephan E. erstattet Strafanzeige wegen Geheimnisverrats. Der Anwalt will wissen, wer Informationen zu seinem Mandanten weitergab, der im Mordfall Walter Lübcke verdächtigt wird. Er vermute jemanden in den Ermittlungsbehörden.« (zeit.de vom 8. Juli 2019)

Anmerkung: Der Anwalt eines Mörders will den Staat verklagen? :shock:

»Nun hat auch die Internationale Atomenergiebehörde bestätigt, dass der Iran mehr Uran anreichert als im Atomdeal erlaubt. Während die USA erneut drohen, setzt Frankreich auf Diplomatie.« (tagesschau.de vom 8. Juli 2019)

Anmerkung: Die USA kündigen einseitig das Atomabkommen und beschweren sich dann, wenn der Iran sich nicht mehr daran halten will? :shock:

Es ist kafkaesk, grotesk und absurd. Aber gleichzeitig völlig normal. »Weitergehen! Hier gibt es nichts zu sehen!« :jaja:

Der pädagogische Happen (28)

Kind: »Nein, ich habe mich für den Ausflug gar nicht eingetragen!«

Pädagoge: »Selma, Du stehst aber hier in der Liste!«

Mutter: »Nein, das kann gar nicht sein. Sie hat von keinem Ausflug gesprochen!«

Pädagoge: »Selma, ist das hier Deine Schrift?«

Kind: »Nein, das hat jemand anderer geschrieben. Ich war das nicht!«

Mutter: (zum Pädagogen) »Ich verstehe nicht, was das jetzt soll?«

Pädagoge: »Selma, wenn Du Dich für etwas verbindlich einträgst, dann müssen wir uns auch darauf verlassen können! Wir berechnen unser Personal danach, müssen Lunchpakete bestellen, den Ausflug vorher organisieren und planen. Du kannst nicht einfach 15 Minuten vorher absagen, weil Du keine Lust mehr hast!«

Kind: »Ja okay, ich wars. Aber ich möchte heute lieber mit meiner Freundin spielen!«

Mutter: (zum Pädagogen) »Jetzt lassen Sie sie doch!«


Der pädagogische Happen (1−27)

Sommerpause

Verehrte Leserinnen und Leser, der Blog-Opa epikur (mehr als 2.000 Beiträge in 10 Jahren) geht in die Sommerpause. Bloggen ist ja sowieso total out, embedded von Industrie und Kommerz sowie einfach nur belanglose, selbstreferentielle Laber-Sülz-Scheiße. WhatsCrap, Fickbook, Finstergramm, Schinder, Zwitter, youfuube und wie sich der ganze andere »Bla-Bla-Blubber-Ich-bin-so-wichtig-und-hab-ein-soooo-tolles-Leben-Rotz« (aka s‑oz-i-a-l‑e Medien) noch so nennt, sind angesagt! Ich bin da sowas von vorgestern! :jaja:  Weiterlesen

Demokratieverständnis

Beliebter als Diskurse über »Demokratie«!

1.) Warum sollen »soziale Medien« eine Gefahr für die Demokratie sein, wenn sie doch primär von der Bevölkerung mit Inhalten gefüllt werden? Ist Demokratie nicht Volksherrschaft?

2.) Was haben eigentlich internationale Schiedsgerichte für Konzerne ‑die damit auch Staaten wegen Profitgefährdung verklagen können- mit dem Prinzip der Demokratie am Hut?

3.) Wieso gibt es bei den wirklich wichtigen Entscheidungen (Kriegen, Währungsreform, Sozialstaat, Bildung, Klimaschutz etc.) keine Volksentscheide?


Demokratie ist...
Der kleine Demokratietest

Intelligent Aussehen

»Dass man Menschen nicht nach ihrem Aussehen beurteilt, darauf haben wir uns zum Glück geeinigt. [...] Die Leute sehen nicht mehr ein, dass Schönheit von außen definiert wird und dann auch noch zum persönlichen Vor- oder Nachteil genutzt werden kann. [...] Zum großen Teil sind Geschäftsführerinnen, CEOs, Managerinnen, Künstler, Wissenschaftlerinnen vor allem eines, nämlich cleverer als ihre Konkurrenz.«

»Schon ein bisschen blöd«. Eine Kolumne von Ronja von Rönne. zeit.de vom 21. Juni 2019

Anmerkung: Habe ich was verpasst? Im digitalen Narzissmus-Social-Media-Verdummungs-Zeitalter, bei dem ständig alle ihr Aussehen digital inszenieren, ist Aussehen nicht mehr so wichtig?  Intelligent sei, wer beruflich erfolgreich ist? Intelligent sei, wer das zufällige Glück hatte in einem vermögenden Elternhaus geboren zu sein? Intelligent sei, wer sich gut verkaufen (also gut blenden) kann? Soll das eine intelligente Kolumne sein oder nur die herrschenden Zustände zementieren? Ich bin überfordert! :shock:


Marktintelligenz

»Kinder machen glücklich!«

Laut Statistischem Bundesamt lebten im Jahr 2017 in der Bundesrepublik Deutschland ungefähr 11 Millionen Kinder bis 14 Jahren. Nach einer Erhebung des Zentralverbandes Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands (ZZF) wohnen 34 Millionen Haustiere im Land. Und laut Kraftfahrt-Bundesamt gibt es im Jahr 2019 rund 65 Millionen Kraftfahrzeuge in Deutschland. Diese Zahlen vermitteln einen kleinen Eindruck davon, was den meisten Deutschen wirklich wichtig ist: Autos und Haustiere. Erst lange danach kommen Kinder. Weiterlesen

Sonderstellung USA

Im Juni 2018 verließen die USA den UNO-Menschenrechtsrat. Im »Krieg gegen den Terror« scheinen zudem das Völkerrecht, die Genfer Konvention, die UN-Anti-Folter-Konvention sowie Bürgerrechte verhandelbar zu sein. Und wer diese Fakten nur darstellt, ist wahlweise ein Antiamerikanist, Populist, Antisemit oder Verschwörungstheoretiker. :jaja:

Gesellschaftlicher Zusammenhalt

»Für uns war es ganz normal, die Welt in oben und unten einzuteilen. [...] Gesellschaftlicher Zusammenhalt war mit uns nicht zu machen. [...] Und diese arroganten Wichser glauben bis heute, dass es sinnvoll ist, Kinder in separate Gruppen aufzuteilen.«

(»Ansichten eines Gymnasiasten«, Michael Feindler am 29. Oktober 2017)

Anmerkung: Inklusion kann nicht funktionieren, wenn wir weiterhin ein neofeudales Schul- und Bildungssystem haben, dass auf dem neoliberalen Leistungsprinzip beruht, Kinder systematisch zu Verlierern macht und »Eigenverantwortung« zur Leitmaxime erhebt, bei denen Kinder aus schwierigen Verhältnissen alleine gelassen werden.


Berliner Bildungsprogramm: eine Kritik

Die SEO-Filter-Bubble (2)

Die devote Google-Hörigkeit (SEO) sämtlicher Online-Medienportale geht mir weiterhin gehörig auf den Sack! Warum? Weil überall Nicht-Nachrichten, Gerüchte, Spekulationen, Filterblasen und Echokammern erzeugt werden, nur damit man beim Suchmaschinenranking weit vorne steht. Es wird nicht mehr geschrieben, was Redakteure für relevant halten oder was den Leser interessieren könnte, sondern das, was der Google-Algorithmus vorgibt und belohnt. Es gibt mittlerweile unendlich viele Artikel und Beiträge im Internet, die absolut keine handfesten Infos, News oder Daten mehr beinhalten, sondern nur Keyword-und-Textbaustein-Dropping im Spekulations-Mantel betreiben. Natürlich im vemeintlich attraktiven Schablonen-Rahmen für Google. Und damit es nicht sofort auffällt, dass man absolut keine neuen Informationen oder News hat, bedient man sich gerne solcher Formulierungen: Weiterlesen