Misserfolge sind Erfolge

»Frankreich engagiert sich bereits massiv in Afrika und ist nicht in der Lage, einen Krieg im Nahen Osten zu gewinnen.«

Serge Halimi. »Nichts gelernt«. Le Monde Diplomatique. Dezember 2015. S. 8

Anmerkung: Vielleicht definiert man Erfolg aus der falschen Perspektive? Vielleicht ist die derzeitige Syrien-Krise ein Erfolg für die internationale Waffenindustrie? Ein globaler »Waffenübungsplatz«, bei dem man sich eine goldene Nase verdienen kann? Vielleicht ging es beim Afghanistan-Krieg nie um Demokratisierung und Menschenrechte, sondern um die Sicherung von Rohstoff-Transportwegen (Pipelines) sowie um die Opiumfelder? Vielleicht ist die »Schock-Strategie« der Erfolg, den man will? Womöglich wäre ein dauerhafter Frieden, Freiheit und Wohlstand im Nahen und Mittleren Osten,  ein echter Misserfolg für die Interessen westlicher Regierungen und Konzerne?

5 Gedanken zu “Misserfolge sind Erfolge

  1. Schade das du dir da so unsicher bist und die richtigen schlüsse in fragen formulierst. Denn sonst würde ich sagen 1++ danke für den Beitrag.
    Und nein ich folge euch nicht auf twitter oder Facebook. :P ;)

  2. Ja, vielleicht ist das wie beim ›Shoppen‹, wo es auch nicht mehr um die erworbenen Gegenstände geht, sondern um den Akt des Kaufens an sich. Hinzu kommt, dass ›kampferprobte‹ Waffen sich einfach besser verkaufen. Las ich nicht jüngst von einer gestiegenen Nachfrage nach französischen Kampfjets aus genau diesem Grund? Und auch darum geht es bei der Erprobung: “That’s the next wave in the militarization of police,” Atkinson told The Intercept in an interview. “What we found was a whole slew of retired military officers now in the private sector now selling the exact same surveillance technology that they just got back from Iraq and Afghanistan with to local law enforcement for small money on the dollar.” Krieg stellt den Waffenverbrauch auf Dauer und bietet eine ›realistische Testumgebung‹, mit der kein Manöver mithalten kann. Und eine Dauerausstellung, besser als jede Messe, ist es auch noch.

    Und die ›großen‹ Ziele? Will man bspw die Ukraine oder Syrien wirklich an seiner Seite sehen — oder sie nur einfach der anderen Seite nicht gönnen?

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