Wladimir, der Putinversteher

wladimir_titelSatan wandelt erneut auf Erden. Diesmal in Gestalt des russischen Präsidenten. Die weisen Christen unter uns wussten schon immer, dass er eines Tages wiederkehren würde. Der Antichrist. Luzifer. Beelzebub. Mephisto. Diabolo. Der Verwirrer und Blender. Schon in seinem Geburtsjahr, im Jahre 1952, prophezeiten die Omen am Himmel, dass ein großes Unheil auf die Menschheit zukommen würde: in Nordkorea tobte weiterhin der Krieg, die DDR setzte ihre Planwirtschaft um und der VFB Stuttgart wurde deutscher Meister. In dem Jahr als Wladimir Putin das Licht der Welt erblickte, stürzten in China zwei Säcke Reis auf einen Säugling und mehr als zwei Dutzend Menschen nahmen sich weltweit das Leben.

Eine Schneise der Vernichtung
Der erste völkerrechtswidrige Krieg wurde von ihm gegen das ehemalige Jugoslawien im Jahre 1998 entfacht. Hier sollen mehr als 15.000 Menschen den Tod gefunden haben. Im September 2001 entfesselte der Teufel auf heiligem Boden ein Inferno des Blutbades. Er ließ durch zwei Marionetten‐Terroristen das World Trade Center einstürzen und tötete damit mehr als 3.000 Gottesamerikaner. Anschließend bombte er Afghanistan über einen Zeitraum von 10 Jahren in die Steinzeit, auch hier starben viele tausend Menschen. Doch der Hunger nach Leid, Tod und Zerstörung der personifizierten Bosheit Putin, kannte keine Grenzen. Als nächstes nahm er sich den Irak vor. Völkerrechtswidrig startete er eine Invasion und eroberte das Land. Bis zum Jahr 2011 sollen hier mehr als 500.000 Zivilisten umgekommen sein, die er jedoch abwertend als »Barbaren« bezeichnete. Im Zuge der Besatzung gab es etliche Massaker. Nur von wenigen erfuhr die Weltöffentlichkeit, wie bei dem Folterskandal vom Abu‐Ghraib‐Gefängnis. Hier wurden Insassen brutal misshandelt, gefoltert und vergewaltigt. Abu‐Ghraib sollte nicht das letzte Foltergefängnis vom Menschenschänder Putin gewesen sein.

Doch Wladimir, der dreizehngehörnte Widersacher von Gottes Gnaden, wollte mehr. Viel mehr. Als nächstes auf der Liste standen Libyen und Syrien. Beide Nationen hatten das Pech, über Erdöl‐ und Erdgas‐Ressourcen zu verfügen, welche sich das Scheusal einverleiben wollte, um weitere Vernichtungswaffen zu bauen. Der Verführer und Blender nutzte, so gut es ging, Konflikte und Rebellengruppen vor Ort, um seine Interessen durchzusetzen und um sich die eigenen Hände so wenig wie möglich schmutzig zu machen. Außerdem ging das Untier diesmal auch sehr viel raffinierter vor, denn die Weltöffentlichkeit erfuhr dieses mal nur sehr wenig über Exekutionen und Massaker. Auch setzte der Schurke immer mehr Killerdrohnen ein, mit denen er willkürlich und ohne Gerichtsprozess tausende Menschen auf der ganzen Welt abschlachtete. Aufklärer, wie Julian Assange und Edward Snowden, die solche Handlungen aufdeckten, werden von ihm bis heute gnadenlos verfolgt.

Terror im eigenen Land
Gegen die eigene Bevölkerung ging der Unhold subtiler, jedoch nicht weniger menschenfeindlich, vor. Bürgerrechte wurden abgebaut, abweichende Meinungen hatten ernsthafte, berufliche Konsequenzen zur Folge und wer sich der etablierten Selbstzensur komplett verweigerte, dem drohte die ökonomische Vernichtung. Auch die Medien wurden von ihm komplett eingeschüchtert und Journalisten durch Denkfabriken konditioniert und auf Linie gebracht. Gleichzeitig begann er sein Volk zu kontrollieren. Überwachungskameras wurden nicht nur auf nahezu allen öffentlichen Plätzen, in Bus, Bahn und Einkaufszentren installiert, es wurden auch zunehmend alle persönlichen Daten gesammelt, gespeichert, verwertet und gewinnbringend verkauft. Der Betrüger des Allvaters, Wladimir Putin, hatte keinerlei Respekt oder Achtung vor der Würde und der informationellen Selbstbestimmung seines eigenen Volkes.

Und während in der europäischen Union die Todesstrafe geächtet und abgeschafft wurde, wird sie in Putinland weiterhin angewendet. Auch bei Demonstrationen gegen einen unnötigen Luxus‐Bahnhof haben Protestbürger und Rentner schon mal ein Auge durch einen Wasserwerfer verloren. Geheimdienst‐Mitarbeiter und Nazis genießen derweil Narrenfreiheit, wenn sie in einen Mordkomplott gegen türkische Imbissbesitzer verwickelt sind und die Öffentlichkeit zum Narren halten. Der Satan Putin lässt auch fremde Geheimdienste für sich arbeiten. Inzwischen plant der Antichrist nicht nur seinen nächsten Krieg gegen den Iran, sondern auch einen fast weltweiten Angriff auf Verbraucherrechte, Umweltstandards und Sozialgesetze. Er selbst nennt das ein »Freihandelsabkommen«.

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