»Kinder sind unsere Gegenwart!«

- Ein Beitrag für mehr Wertschätzung, Empathie und Achtsamkeit -

Die Redewendung »die Kinder sind unsere Zukunft« ist mittlerweile in unser kollektives Schwarmbewusstsein fest eingebrannt. Kinder werden hier, ganz selbstverständlich, als Rohstoffe und Ressourcen, ja, als ferne Objekte der wirtschaftlichen Verwertung betrachtet. Als zukünftige Steuerzahler, Arbeitnehmer, »Leistungsträger«, Rentenbeitragszahler, Konsumenten und Wähler. Deshalb, so die gängige Argumentation, müsse man »in Bildung investieren«, damit man in Zukunft die größtmögliche »Rendite« einstreichen könne.

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Der pädagogische Happen (71)

-Essen-

»Nur das Schulessen, das war echt pfui – das muss noch besser werden«

- tagesspiegel.de vom 20. September 2025

Es gibt kaum ein anderes Motiv, was bei Eltern in Kita und Schule ständig und bei den Kindern dagegen eigentlich nie ein Thema ist: das Essen. Deshalb ist es auch völlig realitätsfern und ‑schlicht gelogen- wenn nun der Tagesspiegel behauptet, dass sei für die Kinder irgendwie wichtig. Ich kann aus rund 10 Jahren Schulalltag, mit mehr als 600 Kindern inklusive jährlich 100 neuen Kindern, eindeutig sagen: ist es nicht!

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Kinderfeindlichkeit

Ihr verachtet und missachtet seit Jahrzehnten die Bedürfnisse und Interessen von Kindern und Jugendlichen. Die deutsche Kinderfeindlichkeit hat sich nicht nur in der C‑Zeit überall gezeigt, sondern ist weiterhin ungebrochen stark. In der Politik. In den Massenmedien. In der Gesellschaft. Im Alltag. Überall.

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Der pädagogische Happen (70)

»50 Prozent mehr Schulplatz-Klagen: Berliner Gericht zwingt Pankower Gymnasium zu Klassen mit 36 Kindern. [...] Der Berliner Schulplatzmangel hat zu einer höchst ungewöhnlichen Entscheidung des Verwaltungsgerichts geführt.«

- tagesspiegel.de vom 6. September 2025

Über den Elefanten im Raum will Niemand öffentlich reden. Spricht man mit Eltern oder Lehrern wird schnell klar, warum sich immer mehr Eltern der Einzugsgebiet-(Grund-)Schule für ihre Kinder verweigern. Warum sie sich stattdessen in ihre Wunschschule reinklagen, ihr Kind auf einer Privatschule anmelden oder versuchen, mit Ummelde-Tricks einen Schulwechsel zu erzwingen. Nur mit »Schulplatzmangel« hat das nun gar nichts zu tun.

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Der pädagogische Happen (69)

-Überforderung-

Immer mehr Eltern scheinen mit ihren Kindern überfordert zu sein. Wie ich zu dieser anekdotischen Analyse komme? Zahlreiche Erlebnisse und Elterngespräche aus rund 10 Jahren Schulalltag. Wie äußert sich diese »Überforderung«? Im folgenden einige Beispiele. Weiterlesen →

Der pädagogische Happen (68)

-Ehrfurcht vor der Natur-

Viele Kinder haben leider keinerlei Respekt und Achtung vor Tieren und Pflanzen. Da werden Insekten mutwillig getötet, Pflanzen rausgerissen, Äste abgebrochen oder Vögel verjagt. Der Klassiker ist, dass Kinder eine freilebende Katze, ein Eichhörnchen oder einen Hund sehen und sich dann wild gestikulierend und brüllend auf es stürzen. Weiterlesen →

Der pädagogische Happen (67)

- Kontrolle und Überwachung -

Will man einen totalitären Kontroll- und Überwachungsapparat errichten, gibt es kaum ein besseres Vehikel als »Eltern«. Es vergeht kaum ein Elternabend oder ein Elterngespräch, bei dem Eltern nicht genau das, immer und immer wieder, fordern. Aufsichten auf den Toiletten. Aufsichten in der Sportumkleide. Aufsichten bei sämtlichen Eingängen und Zugängen der Schule. Höhere Zäune. Sichtschutz. Kontrolle von Büschen. Und vieles mehr. Weiterlesen →

Der pädagogische Happen (66)

‑Kürzungen-

Drei Meldungen der letzten Wochen verdeutlichen wie viel der Politik die Bildung der Kinder sowie die Teilhabe von Kindern an der Gesellschaft wirklich wert sind. Und obwohl sich mittlerweile selbst alle C‑Maßnahmen-Befürworter einig sind, dass die Kinder in der »C‑Pandemie« völlig unverhältnismäßig gelitten haben, setzt man bei ihnen nun den großen Spar- und Kürzungshammer an. Natürlich im Namen der Freiheit, der Demokratie und der Sicherheit. Was auch sonst. Weiterlesen →

Der pädagogische Happen (65)

- Elfenbeinturm -

Zwischen Theorie und Praxis klafft häufig eine sehr große Lücke. Das wird kaum so deutlich, wie in der Bildung und in der Pädagogik. Ob (Fach-)Schulen, Dozenten, Journalisten, selbsternannte Experten, Freiberufler, Reformpädagogen, Kultusministerien, Wissenschaftler, Politiker oder Buchautoren: sie alle haben ganz viele und ganz tolle Ideen, Konzepte, Theorien und Maßnahmen im Gepäck, damit es in der pädagogischen Bildungslandschaft in Deutschland angeblich wieder vorangeht. Weiterlesen →

Der pädagogische Happen (64)

- Konflikte -

Die Moderation von Konflikten, Missverständnissen und Meinungsverschiedenheiten unter Kindern, gehört zur klassischen Kompetenz eines Pädagogen. Kinder sind, in aller Regel, hier sehr ähnlich wie 90 Prozent aller Erwachsenen: sie wollen den Erzieher und/oder den Lehrer, auf ihre Seite ziehen. Sie wollen, dass der Andere Ärger oder eine klare Ansage bekommt. Sie selbst sehen sich fast immer in der Opferrolle. »Schuld« ist immer der Andere.

Ein guter Pädagoge will aber gar nicht wissen, wer angefangen hat, zu provozieren, zu schlagen oder zu ärgern. Die »Schuldfrage« trägt eben nicht zur Deeskalation bei. Auch wenn das Hypermoralisten gerne vor sich her tragen. Eine einseitige, auf emotionaler Beweisführung aufgebaute Täter-Opfer-Markierung, hilft Niemanden weiter. Außer vielleicht den Massenmedien, die gezielt Feindbilder aufbauen und bedienen wollen. Jeder Konflikt hat eine Ursache, einen Hintergrund und einen Kontext. Jeder. Weiterlesen →