Nach einer Umfrage von emnid hält die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung (rund 90 Prozent) das Anlegen von Notvorräten (Lebensmittel, Wasser, Medikamente etc.) für übertriebene Panikmache.
Immer mehr Milliardäre und Hedgefonds-Manager kaufen sich unterirdische Notschutz-Bunker, Flucht-U-Boote oder kleine, abgelegene Inseln und Häuser. Sie erwarten einen weltweiten Finanzcrash sowie viele soziale Unruhen und wollen in sichere Rückzugsorte investieren.
Wegen einer Panne ist der Strom in den Ballungszentren in Deutschland für über 72 Stunden komplett ausgefallen. Bundeskanzlerin Merkel fordert die deutsche Bevölkerung auf, Ruhe zu bewahren. Auf den Straßen herrscht indessen das Chaos.

Seit unserer frühesten Kindheit wird uns eingetrichtert, dass wir im Westen auf der hellen Seite der Macht stehen würden. Im Geschichtsunterricht wird von gemeinen Herrschern und brutalen Diktaturen der Vergangenheit erzählt. Im Sozialkundeunterricht erfahren wir etwas über vermeintliche Unrechts- und Schurkenstaaten, die auf der ganzen Welt verteilt seien. In der Schule und der Universität sowie in den Massenmedien wird diese Erzählung tausendfach wiederholt. Das alles hätten wir heute in Deutschland, den USA und Europa überwunden. Wir würden in der besten aller möglichen Welten leben: der Demokratie. Im Paradies der Freiheit. In einer Wertegemeinschaft. Dabei sind Selbstüberhöhung und Narzissmus kein Beweis für gelebte humanistische Ethik sowie für die Wertschätzung der Menschenrechte. 

