
-Schulpflicht-
Mittlerweile gibt es immer öfter Forderungen nach einer Abschaffung der Schulpflicht. Die Schulen seien zu ideologisch, zu konformistisch ausgelegt und sie würden die Schüler verdummen. Weitere Argumente sind, dass zu viel Unterricht ausfallen und es einen eklatanten Lehrermangel geben würde. Also könne man die Schulpflicht auch abschaffen und die Kinder Zuhause unterrichten.
All diese Phänomene mag es geben, sind in der Gesamtbetrachtung der kindlichen Entwicklung aber weniger relevant, als man denkt. Denn hier sprechen, wieder einmal, politisch-aktivistische Erwachsene aus ihren Elfenbeintürmen, die weder im Namen der Kindesentwicklung sprechen, noch den Schulalltag selbst erleben.

Beim Thema »Schule« gibt es vor allem zwei dominante Sichtweisen. Die der etablierten Medien und der etablierten Politik sowie die der alternativen Medien und der Reformpädagogen. Die Einen instrumentalisieren Schulen als Bildungsanstalten für zukünftig-verwertbares Lohnarbeitsmaterial (»Humankapital«), das optional den Kindern gleichzeitig die gewünschte Weltsicht beibringen soll.
Vor einiger Zeit war ich auf einer
Vor einiger Zeit absolvierte das gesamte Personal an unserer Schule einen Studientag zum Thema »Antisemitismus«. Das war eine Auflage vom Berliner Senat. Drei Dozentinnen vom »Kompetenzzentrum für antisemitismuskritische Bildung und Forschung«, vom Projekt »ACT gegen Gewalt« (natürlich gefördert vom Land Berlin), beglückten uns rund sieben Stunden mit zahlreichen Vorträgen zum Thema »Antisemitismus«. Meine Kolleginnen fühlten sich unwohl und unter Generalverdacht gestellt.