Wer kein Geld hat

Wer kein Geld hat, ist eine gescheiterte Existenz.
Wer kein Geld hat, ist ein fauler Nichtsnutz.
Wer kein Geld hat, ist selbst schuld.
Wer kein Geld hat, ist ein Versager.
Wer kein Geld hat, ist unattraktiv.

Ist es nicht traurig, würdelos und erbärmlich, seine Mitmenschen nur nach ihrem finanziellen Vermögen und Besitz zu beurteilen?

18 Gedanken zu “Wer kein Geld hat

  1. Moin,
    Ich habe kein Geld und meine Familie liebt mich trotzdem.

    Ich bin ein reicher Mensch.

    Nanit

  2. Erbärmlich — schon.
    Allerdings muss man an der Stelle auch einmal Fairness walten lassen: Es ist noch eine beständliche Entscheidung, dass man dafür Sorge trägt, sich selbst niemanden an den Hals zu schaffen, der 100.000 Schulden hat. Wenn man mit so jemandem eine Verbindung eingeht — oder durch Familie hat -, das werden irgendwann auch die eigenen Schulden und man darf dafür aufkommen. Dass man sich sowas nicht leisten will, ist eine normale Entscheidung.

    Abseits davon — bei der Partnerwahl scheint es ab einem gewissen Grad der Verzweiflung über das Single‐Dasein auch wieder egal zu werden, wie viel derjenige finanziell zu bieten kann. Dann wird bedingungslos der akzeptiert, den keiner weiter haben will, nur um das Alleinsein nicht mehr ertragen zu müssen.

  3. .....matrixman......»werden irgendwann auch die eigenen Schulden und man darf dafür aufkommen«..........wie kommste denn auf s was?

  4. @rainer
    Ist ein Fakt — einer, der größere Summen in den Miesen steht, jeder, der ein wenig Verstand hat, baut mit einer solchen Person nicht gerade eien eheähnliche Gemeinschaft auf aus dem Grunde: Spätestens, wenn sie Sache rechtlich bindend wird (sollte man sich auf das mit dem Heiraten einlassen), sagt der Gesetzgeber »sieh du doch mal zu mir nachzuweisen, dass die Schulden schon vor der Ehe da waren«, mit anderen Worten »sind zur Hälfte deine«. Davon abgesehen, wer schon vorher welche hat, wird im größeren Teil der Fälle auch weitere Schulden aufnehmen. Bei Eheurkunde sind das dann automatisch auch deine Sorgen.
    — Wer dabei etwas pragmatischen Verstand walten lässt, und sich entscheidet, mit einer Person, die solch einen Stand hat, nichts anzufangen, das wäre an und für sich noch eine relativ normale Überlegung.

  5. matrixmann: Vermögen zum Zeitpunkt der Eheschließung, ob in Gestalt von Barvermögen, Immobilien odeer Schulden in Form von Krediten läßt sich sehr leicht nachweisen. Grundbuch, Kontoauszüge, Kreditvertrag usw. Vorsicht ist seit der letzten Gesetzesänderung bezüglich der gesetzlichen Zugewinngemeinschaft geboten, wenn einer der Ehepartner Schulden hat, z. B. für sein Einfamilienhaus und diese im Laufe der Ehe getilgt hat..

    Beispiel: Stefan und Ulrike lassen sich nach 15 Jahren scheiden. Stefan hatte sich kurz vor der Ehe selbständig gemacht und ein Existenzgründungsdarlehen über 30.000,- Euro aufgenommen. Im Laufe der Ehe konnte er das Darlehen zurückbezahlen und sogar 20.000,- Euro ansparen. Das Endvermögen beträgt also 20.000,- Euro, während sich der tatsächliche Vermögenszuwachs (klar bezifferbarer Gegenwert) auf 50.000,- Euro beläuft.

    Dieser Betrag fließt dann in den Zugewinn ein.

  6. @altautonomer @matrixmann
    folglich lohnt es sich sogar, jemanden zu heiraten der hohe Schulden hat, wenn er diese im Verlauf der Ehe zurück zahlt.
    Schulden sind halt nicht gleich Schulden.

  7. Der kapitalistische Irrsinn macht auch vor Israel nicht Halt:

    »Jeder vierte der in Israel wohnenden Holocaust‐Überlebenden fristet sein Dasein unterhalb der Armutsgrenze. Dies geht aus dem Jahresbericht der Wohlfahrtsstiftung für die Holocaust‐Überlebenden hervor, der vor dem israelischen Tag des Gedenkens an die Opfer der Schoah und des jüdischen Widerstands veröffentlicht wurde. Demnach haben 45.000 der insgesamt noch 189.000 Überlebenden in Israel monatlich weniger als die 3000 Schekel (712 Euro) zur Verfügung, die im Land als Armutsgrenze definiert wurden.«

    Das ist Kapitalismus — unabhängig vom Land, vom persönlichen Status, vom Pass oder sonstigen Begebenheiten: Zunehmende Armut der Massen ist zwingendes Gesetz in diesem System.

    Ist es nicht endlich an der Zeit, diesem furchtbaren, zerstörerischen System — und nicht irgendwelchen lokalen, austauschbaren Regierungen — den Kampf anzusagen?

  8. .......altauto......hab zu wenig Zeit um das auszuführen......

    und dann....wie kann das sein in Israel....wo sind denn dann die Wiedergutmachungsgelder hingegangen?.....da sollten doch wohl die Überlebenden zuerst wohl mal was haben......nicht zu glauben....

  9. @ rainer: Welche »Wiedergutmachungsgelder«?

    Manchmal fasst man es einfach nicht, mit welcher Dummheit man es in den weiten Gefilden des Internet zu tun bekommt. Eigentlich fehlt jetzt nur noch ein Bullshitbingo der Marke »die SPD (oder wahlweise die ›Linke‹, die AfD, die NPD oder das große Spaghettimonster) wird es schon richten« — dann ist wieder alles im Lot in deutschen Landen.

    Dummheit kennt eben — ebenso wie Kapitalismus — keine Grenzen. Es ist zum Davonlaufen.

  10. ...charlie.......jaja, charlie...die Ahnung all..........«....unterzeichnete Konrad Adenauer am 10. September 1952 das Luxemburger Abkommen, in dem Warenlieferungen im Wert von 3,0 Milliarden DM an Israel und die Zahlung von 450 Millionen DM an die Jewish Claims Conference vereinbart wurde. Die Conference on Jewish Material Claims against Germany wurde 1951 als .....«

  11. @ rainer: Bloß keine Links posten, das könnte sich ja als Humbug herausstellen, gelle. Stattdessen müssen nun Zahlungen zur Bekräftigung herhalten, die über ein halbes Jahrhundert [sic!] alt sind ... auf diesem infantilen Niveau lässt sich auch problemlos behaupten, dass Cäsar Plattfüße hatte oder Adenauer ein Reptilienwesen war.

    Der umfassende Bildungsnotstand in diesem verkommenen Land ist erkennbar evident.

  12. ....charlie.......nomen est omen........es gab mal ne Fernsehsendung »Unser Charlie«.....da ging mien Tochter in den Kindergarten....

  13. Dummheit ist wahrlich ein Problem. Dummheit zeigt sich aber meiner Meinung nach auch darin, nicht zuerst die nachweislich vollkommen Verblödeten damit zu konfrontieren. Also jene Masse, die dieses so verhasste »System Kapitalismus« soziologisch erst bildet. »Kapitalismus« kann man also auch als eine zynische Form von »Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile« sehen! Den weniger »Dummen« kann man ja Zeit geben, noch etwas im Laufe des Lebens zu lernen. Dieser Weg steht auch jenen offen, die sich zumindest für besonders »oberschlau« halten...!

    Eigentlich fehlt jetzt nur noch ein Bullshitbingo der Marke »die SPD (oder wahlweise die ›Linke‹, die AfD, die NPD oder das große Spaghettimonster) wird es schon richten« — dann ist wieder alles im Lot in deutschen Landen.

    Wenn aber regelm. das »Spaghettimonster« in Form der personifizierten, absolut realistischen »revolutionären totalen Überwindung des Kapitalismus« beschworen wird, um es »zu richten«, ist dies natürlich kein Mantra‐Gebetsmühlen‐Dreh‐Bullshit‐Bingo...!? :d :P

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