Presseblick (43)

Die Linke in Deutschland ist gespalten. Es wird um Begriffe und Definitionen gestritten, es werden politisch Engagierte als Unpersonen erklärt (Ken Jebsen) oder zu esoterischen Spinnern (Konstantin Wecker) gemacht und es gibt eine regelrechte linke Gesinnungs‐ und Gedankenpolizei, die Denktabus verordnen wollen. Die Anhänger der reinen und einzig wahren Lehre. Albrecht Müller von den Nachdenkseiten hat dem Neuen Deutschland zu diesem Thema ein Interview gegeben, dass dann, wegen internen Interventionen, auch wieder zensiert wurde. Ich kann Müllers Gedanken nur unterstreichen und werde auch in Zukunft Ken Jebsen verlinken oder Interviews von ihm posten, wenn ich sie für sehenswert erachte: »Nun, ich habe mich entschlossen, mir nicht von anderen vorschreiben zu lassen, mit wem ich Kontakt haben darf, wen ich achte und zitiere und mit wem ich mit Respekt umgehe.« Die Neoliberalen reiben sich derweil die Hände, weil sich der Widerstand ganz von selbst zerfleischt.

Arbeitsmarkt
Ich hielt die Behauptung, dass viele deutsche Gewerkschaften nur handzahme Steigbügelhalter und gekaufte Helfershelfer des Kapitals sind, für stets übertrieben. Nun zeigt sich das jedoch an gleich zwei aktuellen Vorgängen. Beim Kita‐Streik hat Verdi‐Chef Frank Bsirske gerade mal gnadenlose 2 bis 4 Prozent Gehaltserhöhung rausgeholt, die sofort von der Inflation aufgefressen werden. Dies lehnte sogar die eigene Ver.di-Basis ab und revoltierte. Der VW‐Vorstand plant nun, zusammen mit der Gewerkschaft IG‐Metall und dem Betriebsrat, einen massiven Stellenabbau. Von einem geplanten Streik keine Spur. Die Arbeitnehmervertreter segnen das ab und erhalten als Dank dafür ein paar Pöstchen im Management.

Rechtsextremismus
Erst wird wochenlang über die Pegida‐Bewegung berichtet (warum nicht mal über die Arbeit von »Pro Asyl?«) und dann brennen wieder die Flüchtlingsheime sowie die Scheunen von Neonazi‐Gegnern. Gleichzeitig plädieren Anja Reschke (Tagesthemen) sowie Til Schweiger (Facebook) für mehr Mitmenschlichkeit und werden dafür angefeindet. Wer heute für humanistische Werte einsteht und nicht den Hass predigt, der wird wieder als »Gutmensch« bezeichnet und dem wird »Humanitätsduselei« vorgeworfen. Längst vergessen geglaubte Begriffe und Gedankenmuster der NS‐Zeit sind wieder (oder immer noch) aktuell.

abschiebung

gefunden am 27. August 2015 auf stepstones.de

Die TAZ titelt »In Heidenau versagt das Bürgertum« und zitiert damit die grüne Monika Lazar (MdB). Sie betont: »Es (Anm.: das Bürgertum) lässt sich hier einfach nicht blicken.« So als wären Nazis und Rechtsradikale vor allem ein Phänomen des Pöbels und der einfachen Arbeiter. Der Glauben, vermeintlich akademische Bildung befreie von rassistischem Gedankengut hält sich im Bildungsbürgertum hartnäckig. Dabei war es primär die Mittelschicht, welche die NDSAP und die Nazis damals unterstützt haben. Auch heute gibt es in der deutschen Mittelschicht eine stark ausgeprägte Fremdenfeindlichkeit.

Und während unsere Abgeordneten öffentlichkeitswirksam mit den Flüchtlingen menscheln, arbeiten Merkel und Hollande weiter an der Festung Europa: »Deutschland und Frankreich drohen damit, sämtliche Balkanstaaten zu sicheren Herkunftsländern zu erklären, aus denen keine Einwanderer aufgenommen wird.«

Junge Welt

Junge Welt vom 26. August 2015

Lobbyismus
Vor über fünf Jahren sah ich auf dem TV‐Sender Phoenix noch gelegentlich die Polit‐Talk‐Sendung »Unter den Linden«, moderiert vom Journalisten Christoph Minhoff. Schon damals fand ich ihn nicht nur schmierig, sondern auch neoliberal‐konservativ‐parteiisch in den Diskussionen. Ich hielt das früher noch für meine eigene kognitive Dissonanz, weil ich immer genau beobachtet hatte, wie auf linkspolitische Gäste und Themen reagiert wurde. Heute ist er Lebensmittellobbyist und sagt Sätze wie: »Das Problem ist doch aber, es gibt keine generell gesunden oder ungesunden Lebensmittel.« Und verteidigt damit irreführende Werbung der Lebensmittelindustrie, Zuckerbomben, gekaufte Studien sowie Junk und Fast Food.

Obdachlosigkeit
Wer Obdachlose als überflüssige Ballastexistenzen erklärt, auf die man keine Rücksicht nehmen und bei denen man vor allem auch keine Empathie zeigen sollte, der muss sich nicht wundern, wenn am Ende das dabei heraus kommt: »Obdachloser von Jugendlichen stundenlang misshandelt.«

Griechenland
Yanis Varoufakis war und ist der Finanz‐, Polit‐ und Bankenmafia ein Dorn im Auge. Denn er hat, im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen, Ahnung wovon er spricht. Und er ist ein Kritiker gegenüber dem Neoliberalismus und dem Kapitalismus. Das geht natürlich nicht, wenn man so präsent in der Öffentlichkeit steht. Also wird sein Buch »Time for Change« diffamiert und verunglimpft: »lässt das Buch einseitig, antiquiert und wenig konstruktiv erscheinen. Selbstgerechtigkeit und Selbstverliebtheit wehen durch die Seiten.«

15 Gedanken zu “Presseblick (43)

  1. Hihi, also ich werde euch sicher genauso weiter lesen und auch weiter empfehlen wie die NDS, auch trotz eigener, sagen wir mal, Schwierigkeiten mit dieser oder jener Persönlichkeit. Gleichzeitig muss ich natürlich auch damit leben können, dass andere, — Personen die ich nun mal selber mag, ebenfalls wieder anders sehen, wie ich. Gleichzeitig, müssen auch die NDS damit leben können, dass ich die Bloßstellung eines Kommentators der es ein wenig übertrieben hat, aber als blogger immerhin schon weit vor den NDS Aufklärung betrieben hat, auch nicht ganz so dolle finde. Auch das Spiel mit Begriffen wie Denunziant, kann man in endlose hypersensible Kreisel vewandeln, die sich nur noch um sich selber drehen und damit auch nur noch um eigene Eitelkeiten.

    Darüber, dass aus Kritik schnell mal wieder Sippenhaft werden kann, obwohl es eigentlich die Linken waren, die auch darüber aufklärten, kann man natürlich nur traurig sein. Ich habe ein wenig Angst, dass sich jetzt auch darüber wieder etwas hoch schaukelt, was einfach nur noch weiter spaltet. Nicht nur auch den einen oder anderen Anhänger der NDS, habe ich selbst mal aus diesem fb‐fan‐friends‐Umfeld einfach entfernen müssen, weil ich nur noch das Kläffen pawlowscher Hunde hörte. Meine Güte, und wem, (ich natürlich inklusive), ist das nicht schon passiert, dass ihm einfach die Pferde durch gingen. Ich weiß nicht, ob es an so etwas wie einem Willen zu so etwas wie einer reinen Lehre liegt, damit hab ich nie etwas anfangen können, weil es einfach von sich aus schon nach purer Technokratie und Homogenisierung riecht, aber wenn das so weiter geht, entwickeln wir uns immer weiter auf etwas zu, was so mit Sicherheit niemand wollte. Weg von einem Perfektionsdenken, und auch weg von dieser Bösartigkeit, die manchmal links fürwahr nicht besser ist wie rechts, wäre sicher mal ein großer Schritt.

  2. Zu »Obdachlosigkeit«: das Alter des Obdachlosen wurde im sz‐ Artikel mit 19 Jahren angegeben. Also mit hoher Wahr‐scheinlichkeit ein H IV‐Sanktionsopfer; ein Jugendlicher zu 100% sanktioniert und aus seiner Wohnung herausgeklagt bzw. von seinen Eltern auf die Straße gesetzt. Weitere Kommentare
    erübrigen sich …

  3. @eb

    Weg von einem Perfektionsdenken, und auch weg von dieser Bösartigkeit, die manchmal links fürwahr nicht besser ist wie rechts, wäre sicher mal ein großer Schritt.

    Volle Zustimmung!

  4. Der Vertreter der Wohlfühlmarktwirtschaft (jetzt neu mit sozial) äußert sich zu den Linken.
    So wie sich die Kapitalisten bei ihrem System uneinig sind, sind sich die Linken eben auch uneinig, genauso wie sich die Verfechter der sozialen Marktwirtschaft auch nicht alle grün sind.
    Letztere wie erstere wissen zumindest eines, am Kapital liegt es nicht, dass haben sie den »Linken« schonmal voraus.

  5. Gäste und Anonyme, haben den Linken natürlich immer was voraus. Man weiß nie was dahinter steckt, bevor man sich die Mühe macht, den Welterklärern ihr Weltbild oder wenigstens die Agenda2010 zu erklären. Aber das wäre jetzt fast schon die angenehmere Variante dessen, womit sich so ganz normale Wahlkämpfer für die LINKE tagtäglich abmühen. Nur mal so als Gegensatz, zum täglich Kampf um den Perfektionismus.

  6. Mag sein, dass sich Till Schweiger für mehr Mitmenschlichkeit einsetzt, ist ja sein gutes Recht. Vergessen sollte man aber nicht, dass er den »Gutmenschen« auch benutzt hatte, als es ihm passend erschien. Da hat er alle als Gutmenschen beschimpft, die gegen härtere Bestrafung von Pädophilen sind. Ich bin hier nicht mehr sicher, ob er die Todesstrafe verlangte oder nicht. Der Til Schweiger erzählt halt viel, wenn der Tag lang ist. Bei dem Thema Edathy hat er sich auch unnötigerweise eingemischt.

    Den einzigen Satz, den ich von ihm unterschreiben würde, ist: Say goodbay to your Nazi‐balls. Das wars aber auch.

  7. MT: Schweiger drängte es in irgendeiner Form spektakulär in die Öffentlichkeit, weil es seine neuen Tatort‐Kino‐Film promoten mußte, und folglich öffentliche Aufmerksamkeit brauchte.

    epikur: Ja dann mach mal Deine Revolution mit dem Sozialdemokraten Müller, dem Esopapst Wecker und dem Montagsterroristen Jebsen. Viel Glück damit und besonders mit der ausweglosen Versuche, Deine eigenen Widersprüche jenseit des kleinsten gemeinsamen Nenners »Frieden« usw. aufzudröseln.

    Es gelingt immer weniger Bloggern, sich gegen die Rechtsdrift ihrer Kollegen abzugrenzen. Dieses Gemeinschaftsgefühl ist aber trügerisch und nur von kurzer Dauer.

    Beispiel. Tom Wolf vom Spiegelfechter kuschelt jetzt sogar mit den »bürgerlichen Bedenkenträgern« aus der extremen Mitte der Gesellschaft. Nur, dass er sie -rhetorisch geschickt‐ »Bedrückte Bürger« und nicht wie Siegmar Gabriel »Besorgte Bürger« nennt.

    Fazit: Ich bin dann auch hier weg.

    Tschüss.

  8. @ epikur: Ich schätze Deine Beiträge meist sehr, das weißt Du hoffentlich. Weshalb Du aber nun den Blödsinn von der »gespaltenen Linken« wiederholst und dafür ausgerechnet das Beispiel Konstantin Wecker bzw. dessen Widersacher anführst, wird mir wohl ewig ein Rätsel bleiben.

    Die »Linke« — und damit meine ich nicht bloß die sich selbst »links« verortenden politischen Parteien — hat bekanntermaßen mit erheblichen »Unterwanderungsproblemen« zu kämpfen. Nicht nur die »Nachdenkseiten« sind prall gefüllt mit Beispielen dafür — Du lieferst ja auch selber immer wieder welche nach.

    Aus welchen Gründen hältst Du nun ausgerechnet einen gottgläubigen Sucher nach »spirituellem Heil« und »Erlösung« wie Wecker für einen »Linken«? Es ist ja kein Zufall, dass Wecker für sein Blog »Jenseits der Realität« ausgerechnet einen Menschen wie Roland Rottenfußer als Betreuer eingesetzt und mit weitreichenden redaktionellen Vollmachten ausgestattet hat. Ich rate eindringlich dazu, sich über die Machenschaften dieses esoterischen Spinners sehr genau zu informieren, bevor man sich eine Meinung bildet.

    Es müsste inzwischen doch bei jedem politisch Interessierten angekommen sein: Nicht alles, was sich rot lackiert präsentiert, ist tatsächlich »links«. Es gibt haufenweise Beispiele für menschenfeindliche Tendenzen in Weckers Blog — nur einige wenige davon habe ich in den vergangenen Jahren kommentiert.

    Diese Kritik hat nun wahrlich nichts mit einer ominösen »Spaltung« zu tun, sondern stellt eine notwendige Abgrenzung dar, ohne die alles »Linke«, alles Progressive in der massenmedial befeuerten Beliebigkeit verschwände. Die böse Funktion des religiösen Wahns in einer kapitalistisch strukturierten Gesellschaft ist Dir doch hoffentlich bewusst?

    Dabei ist das alles nur die aufgewärmte Wiederholung des alten Kaffees, der schon vor hundert Jahren durch die Hirne und Gazetten geisterte. Damals war das »spirituelle Bewusstsein« ebenso angesagt wie heute, es gab sogar ganze Kunstrichtungen, die sich dem vermeintlich unmittelbar bevorstehenden »Sprung der Menschheit in eine neue Evolutionsstufe« widmeten (der Expressionismus ist voll davon) — herausgekommen ist aber nur die Übernahme dieser spinnerten Ideen durch die Nationalsozialisten, die darauf ihren perversen Rassenwahn und ihr absurdes »Herrenmenschentum« gründeten.

    So verwundert es nicht weiter, dass in Weckers Eso‐Blog Menschen, die sich beispielsweise dem veganen Irrsinn nicht beugen möchten, wiederholt als »Leichenfresser« und »minderwertige Kreaturen« bezeichnet wurden. Es gibt, wie gesagt, mannigfaltige Beispiele dieser Art.

    Inwiefern »spaltet« also jemand, der diesen offensichtlichen Irrsinn kritisiert, die »Linke«?

  9. @Charlie

    Ich behaupte ja nicht, dass vermeintlich Linke, die vermeintlich Linke kritisieren, zwingend Spalter seien. Jeder darf kritisieren, wen oder was er/sie mag. Ich finde auch nicht immer alles gut, was andere Blogger thematisieren. Was mir sauer aufstößt, ist eben gerade nicht die Befürwortung einer Diskussions‐ und Kritik‐Kultur, sondern die Forderung nach Denkverboten und Tabus innerhalb der Linken. Frei nach dem Motto: »Mit dem nicht, der ist iih. Oder den darfst Du nicht zitieren oder verlinken, sonst gehörst du zu den Rechten.« Das ist eine Gedanken‐ und Gesinnungspolizei und keine Diskussionskultur. Genau das hat Müller zu Recht kritisiert.

    Wenn es U‐Boote, Verfassungsschützer, PR‐Soldaten und Geheimdienst‐Mitarbeiter geben sollte, welche die Linke unterwandern und spalten sollen (davon gehe ich auch aus), dann ist die oben genannte Methode übrigens nicht die Schlechteste ;)

  10. Ergänzung zu den »Bedrückten Bürgern«: So lange es sich natürlich um arme »Volksgenossen« handelt‐ wenn man auf den »Flüchtling« einprügeln kann, kriegt sogar der Hartz‐4‐Empfänger ein bisschen Solidarität ab! Jede Wette, dass diese Mensche in Zeiten ohne »Flüchtlingskrise« ganz schamlos und vielleicht nicht minder hasserfüllt gegen »einheimische« »Sozialschmarotzer« vom Leder ziehen würden.

  11. »Ja dann mach mal Deine Revolution mit dem...«

    Und mit wem machst du so »Revolution«...?! Stellst dich als allwissender Hirte vor die Schafherde — und wunderst dich, dass die dich nicht verstehen, sondern dir nur laut blökend vor die Schuhe kacken...? Köstlich...! :d Der Altautonome und Charlie erlösen uns also vom weltweiten Kapitalismus! Sie sind die Auserwählten! Geprießen seien sie in ihrer schier grenzenlosen Weisheit...!

    »Rechtsdrift« — Wenn man sich weit genug »links« postioniert hat, kommt man irgendwann auch wieder »rechts« raus. Und ein wesenliches Merkmal von »rechts« ist für mich zumindest der Drang, andere Menschen ständig persönlich zu diffamieren, als »nützlich« oder unnütz (in Sachen »Revolution« / »besserer Welt«) einzuteilen, sie auszugrenzen, sie in Schubladen einzuteilen — und keine anderen Meinungen als die Eigene gelten zu lassen, denn es gibt ja nur die (s)eine Richtige... wer will, kann da vielleicht auch ne Form von Herrenmenschentum erkennen...!? Wer’s so nötig hat, sich ständig von allen anderen abzugrenzen, hat vielleicht Probleme mit seiner eigenen Identität...!?

    Überhaupt lustig — dass »Linke« so ein Faible für »Grenzen« haben... ständig zieht man welche — gesichert mit Mauern und Stacheldraht. :d Und hat nix anderes zu tun, als anderen ständig Stöckchen hinzuhalten, über jene sie zu springen haben. Die Inquisition damals verlief ja strukturell ähnlich...

    »Fazit: Ich bin dann auch hier weg.«

    Wenn du deine leeren Versprechungen denn auch mal einhalten würdest...! :P Reisende soll man nicht aufhalten. Vielleicht sollte es Leuten wie dir mal zu denken geben, warum es sie sich am Ende immer mit ausnahmslos jedem(!) verscherzen? Auch bei »Charlie« wird dir garantiert auch in Bälde irgend ein »Nogo« auffallen und du ihm genauso ans Bein pinkeln wie allen anderen, die du ja zumindest zeitweise irgendwie mal dufte fandest — und an »deiner Seite« wähntest. Am Ende hockste dann alleine in der Ecke und wunderst dich, warum deine »Revolution« ausfällt...

    Dies waren nun wirklich meine letzten Worte an dich — und diese Arbeit habe ich mir nur gemacht, weil du als allwissender, perfekter, makelloser »linker Spalter« soziologisch gesehen quasi aus einem Lehrbuch zu entsprungen scheinst. Kannst dich (der andere permanent persönlich angiftet) nun wieder persönlich angegriffen fühlen und laut »mimimimi« nach der Mami heulen...! :P

  12. Dennis82: »Wenn man sich weit genug »links« positioniert hat, kommt man irgendwann auch wieder »rechts« raus. «
    Auf diese »Hufeisentheorie« hat Dein Bruder im Geiste der Herr Karl bereits das Copyright. Grüße auch an Herrn Godwin.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Godwin%E2%80%99s_law

    Ich fühle mich ja schon regelrecht verfolgt von Deinem Hass. Nebenbei bemerkt, vermisse ich diesmal Dein gebetsmühlenhaftiges »divide et impera«.

    Anstatt mit konkreten Beispielen Deine infamen Behauptungen zu stützen, schüttest Du Deinen üblichen Jauchekübel über mich aus, beweist Deine Unfähigkeit, Differenzen auszuhalten, orakelst blindwütig substanzlos über mein Verhältnis zu Charlie und verziehst Dich in Dein unerforschtes Jammertal. So macht bloggen Freude.

  13. Um einmal zu zeigen, wie unsinnig solche pauschalen Vorwürfe und Polemiken sind:
    »dass »Linke« so ein Faible für »Grenzen« haben...«

    Autonome und Antifa haben seit den 90er Jahren die Parolen »Grenzen auf für alle«, »Für freies Fluten« ausgegeben und auf Demos skandiert: »Um Europa keine Mauer; Grenzen auf für alle, und zwar auf Dauer.«

    Ich weiss nicht, wie es bei Dir ist Dennis82, aber ich akzeptiere selbstverständlich Grenzen. Grenzen der Höflichkeit und des Respekts, Grenzen des Wachstums und des geistigen Potenzials, wobei sich die letzte noch verschieben läßt. Ich beachte Grenzen, die mir meine altersbedingte Degeneration setzt, Grenzen durch Verletzungen, die mir signalisieren, mich nicht über den Schmerz hinaus zu belasten. Eine andere Grenze lautet: Keine Diskussion mit Rassisten, keine Kooperation mit der Polizei.

    Das Ignorieren von Grenzen ist z. B. das Wesensmerkmal von Stalkern.

    Freundliche Empfehlung von mir: Wenn Dich die verbale Inkontinenz mal wieder überkommt, einfach aufs Bike setzen und vom Fahrtwind den Feinstaub aus der Fontanelle pusten lassen. :BLING:

  14. wenn »Autonome«, junge wie alte, nicht immerzu die Konfrontation mit »Rechten« suchen, sondern abseits davon, ihre Autonomie, was immer darunter zu verstehen wäre, selbst suchen und leben würden, könnte ich »Autonome« ohne Anführungszeichen sein lassen.

    wenn »Atheisten«, ihr Leben, ohne »Esoteriker« zu bekehren oder sich von diesen distanzieren glauben zu müssen, leben würden, könnte ich »Atheisten« ohne Anführungszeichen schreiben.

  15. Was die derzeitige Debatte um die Flüchtlingsthematik angeht, kann ich mich nur selbst zitieren aus dem Artikel »Rechte und Linke sind uns egal« vom 23. Januar 2015. Damals ging es primär um die Pegida‐Bewegung:

    »Ohne es laut zu sagen, aber wir lieben es, wenn Ihr euch bekriegt und aufeinander losgeht. Wer wir sind? Die Herrschenden, die Eliten, der Finanzadel, Oligarchen, Milliardäre, Bankster, Manager sowie Verlags– und Industriebosse. [...] Nur sobald Ihr auf die Idee kommt, euch gegen uns zu verbünden, zu Millionen die Arbeit tagelang niederlegt, die Eigentumsfrage in den Mittelpunkt rückt, unsere kriminellen Geschäftsmethoden thematisiert, den Kapitalismus anzweifelt oder den (Massen-)Konsum komplett verweigert — mischen wir uns ein. Dann werden wir böse.«

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