Volker Looman jammert auf faz.net über »Klamme Mittelschicht: Kinder sind die schönste Geldanlage.« Der Artikel ejakuliert bis ins Detail sämtliche Kosten, die eine Familie mit Kind verursacht: Haushalt, Miete, Kleidung, Lebensmittel, Freizeit Kommunikation, Bildung und so weiter. Hier zeigt sich die erbärmliche, kleinbürgerliche und rein monetäre Kosten-Nutzen-Rechnung: Familie ist Geld, Geld ist Familie. Glück, Liebe, Harmonie und zwischenmenschliche Nähe als Familien-Faktoren spielen hier keine Rolle. Willkommen bei der neoliberalen, kleinbürgerlichen Spießer-Familie :sick:. Weiterlesen
Schlagwort-Archiv: Krieg
Presseblick (29)
Auf faz.net wird im Artikel »Pazifismus – ein Abgesang« gefragt:»Welche Rolle spielen die intellektuellen Restbestände pazifistischer Reinkultur?«. Restbestände. Grabbeltisch. Überflüssiger Ballast. So wird der Pazifismus als eine Form von Blockade-Haltung von vermeintlich Ewiggestrigen abgewertet. Wer für Frieden ist, fördert letztlich den Krieg, so die Unterstellung. Ja, der ist auch für Leid, Zerstörung und Tote verantwortlich: »Ich möchte nicht, dass Menschen sterben für die Reinheit meiner Philosophie, meines Pazifismus« — wird Rupert Neudeck zitiert. Nach dieser Logik haben alle Diktatoren und Tyrannen in der Geschichte der Menschheit ihre Kriege gerechtfertigt. Weiterlesen
Filmtipp: Planet der Affen – Revolution
Der zweite Teil der neu aufgelegten Planet der Affen – Reihe ist kein Action‑, sondern ein Antikriegsfilm. Er ist voll gepackt mit aktuellen Vergleichen (beispielsweise zur Ukraine-Krise) und einer derben Zivilisationskritik. Der Film ist ein Plädoyer für den Pazifismus – ein für Hollywood eher seltenes Projekt, in Zeiten der weltweit geführten US-Kriege um Rohstoffe und Rohstoffwege (Irak, Afghanistan, Libyen, Syrien, Ukraine etc.). Ganz im Gegenteil fungieren heutzutage viele Blockbuster als Anheizer und Einpeitscher von Kriegen wie beispielsweise die Transformers-Reihe (großzügig vom US-Militär gesponsert).
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ZG-Rückblick: Breaking News
Israel will den Gazastreifen vom 19. Jahrhundert ins Mittelalter bomben, in der Ukraine geht auch nix voran, in Syrien ist das Chaos als Normalzustand akzeptiert. Naja, die geopolitische Gesamtsituation ist aber unterm Strich immer noch gut genug, um sich den wirklich wichtigen Dingen zu widmen: Kürzlich wurde der erste Teasertrailer des finalen Kapitels der Hobbittrilogie veröffentlicht.
Haben die ersten beiden Teile bisher überzeugt und wie sind die Erwartungen an den Kommenden? Ist der Hobbit eher ein kommerzielles Ausschlachten der Marke oder wird sie der Vorlage gerecht?
Presseblick (24)
Der Focus, und andere LeiDMedien, veröffentlichen eine dpa-meldung mit der Schlagzeile »Kurze Haftzeiten erschweren die Produktion im Gefängnis«. Die Insassen seien zu kurz im Gefängnis, hätten eine mangelnde Ausbildung und es fehle an ausgebildeten Schlossern und Druckern. Fachkräftemangel im Knast. Das heißt in der Konsequenz: Gefängnisstrafen drastisch erhöhen für Schlosser und Drucker. Hauptsache die Knast-Betriebe bleiben produktiv. Sind wir schon in Gaga-Land? Weiterlesen
Wie viel ist genug?
- Wie viel Wirtschaftswachstum ist genug?
- Wie viel Umweltzerstörung ist genug?
- Wie viel Konsumgüter sind genug?
- Wie viel Reichtum ist genug?
- Wie viel Armut ist genug?

Syrische Bombenstimmung
Headshot!
Während sich die Welt über einen amoklaufenden US-Soldaten in Afghanistan unnötig aufregt, sollten wir uns lieber einem wahren Helden widmen. Chris Kyle war bei den Navy Seals und hat in seiner Zeit als Scharfschütze mehr als 160 Menschen hingerichtet. Vornehmlich in den Kopf, das macht am meisten Spass. Einmal hat er aus zwei Kilometern Entfernung einen wehrlosen Iraker erschossen. Kyle feierte das Morden zu Recht als »den weitesten bestätigten tödlichen Treffer des Irak-Krieges«. Kyle ist nur 37 Jahre alt und hat schon jetzt den Größten in der Hose. Wir sollten ihn als Vorbild nehmen, anstatt uns mit dem Amoklauf eines US-Soldaten zu beschäftigen. Unschuldige und wehrlose Menschen zu ermorden ist nämlich okay, aber bitte nur gezielt und auf Befehl! Das ist einfach cooler!
Neusprech: Präventive Selbstverteidigung
»Präemptive Selbstverteidigung bezeichnet das Ausüben militärischer Gewalt als letztes Mittel eines Staates, um eine unmittelbar bevorstehende, manifeste und objektiv feststellbare militärische Aggression abzuwehren.«
Im Irakkrieg (2003) und im Libyenkrieg (2011) wurde von »präventiver Selbstverteidigung« gesprochen. Man wolle eine unmittelbare Gefahr vorzeitig abwenden und greife deshalb zur militärischen Gewalt. Ähnlich wie die Instrumentalisierung des Begriffes der »humanitären Intervention« verstößt die »präventive Selbstverteidigung« gegen das allgemeine Gewaltverbot des Völkerrechts. Weiterlesen
Bundeswehranzeigen
Deutschland verteidigt sich selbst seit gut 10 Jahren in Afghanistan. So langsam geht uns aber das Menschenmaterial aus. Die Bundeswehr braucht dringend frische Soldaten. Das Titanic-Magazin hat nun im Auftrag der Bundeswehr brandneue Anzeigen gestaltet, die man bequem als digitale Postkarten versenden kann. Noch heute verschicken oder gleich bei ihrer örtlichen Kaserne sich als Zeitsoldat verpflichten lassen!
