»Taschenspieler-Tricks und okkulte Opferrituale«

Eine wirklich gute Grundsatzrede von Sahra Wagenknecht. Dem ist nur noch wenig hinzuzufügen. Wir sollten endlich aufhören, uns an Parteien oder Politikern abzuarbeiten, sondern uns vielmehr denjenigen widmen, die wirklich die Macht in den Händen halten: Konzerne und Banken. Zum Thema Schiedsgerichte und TTIP: »Wenn wir hier im Bundestag keine Gesetze mehr machen können, die den Banken und Konzernen nicht gefallen, dann verkommt das was wir hier tun, zu einer schlichten Theatervorstellung.«

Marktgerechtigkeit und Verwertungsmoral

Und täglich sollt Ihr einkehren in unsere Konsumtempel!

Und täglich sollt Ihr einkehren in unsere Konsumtempel!

Das oberste Gebot im Kapitalismus lautet: alles ist erlaubt und angemessen, was Profit bringt. Lügen, betrügen, sparen und kürzen, verschleiern, verheimlichen, abzocken, verschmutzen, verschwenden: solange es dem Wirtschaftswachstum dient –also der heiligen Götze des Marktes- ist es gut und richtig. Der Rendite muss sich alles unterordnen. Der Kapitalismus ist nicht daran interessiert, dass es der Bevölkerung und der Umwelt gut geht, sondern einzig daran, dass die wenigen Reichen, noch reicher werden. Ganz im Gegenteil: umso mehr Menschen ängstlich, unzufrieden, chronisch krank, ungebildet oder drogenabhängig sind, umso besser. Weiterlesen →

Zombie Nation

»[...] dass Fremde – ob Migranten oder Asylsuchende – so etwas wie Barbaren sind, gegen deren Invasion sich die EU wehren muss. [...] Sind 113.000 Asylsuchende wirklich eine Bedrohung für einen Kontinent, auf dem 500 Millionen Menschen leben? [...] Im Vergleich zu früher gibt es unter den Neuankömmlingen heute kaum noch sogenannte Wirtschaftsmigranten. Die meisten von ihnen wollen politischer und religiöser Verfolgung entkommen.«

- Niels Kraditzke. »Brüssel liegt nicht am Meer«. Le Monde Diplomatique. November 2014. S. 4

Anmerkung: Menschen, die der Gewalt und dem Tod entkommen wollen, werden kriminalisiert, in Auffanglager gesteckt und/oder wieder abgeschoben. Während die Sicherheitskräfte der EU-Grenzpolizei Frontex, regelmäßig unter Gewaltanwendung, Flüchtlingsboote mit Verzweifelten und Hungernden wieder ins Mittelmeer zurücktreiben. Wer ist denn hier der wirkliche »Barbar«?

Verfestigte Massenerwerbslosigkeit

»Deutschland wird nie wieder aus der Massenerwerbslosigkeit heraus kommen, denn diese ist der Knüppel des Kapitals, um stets die Löhne niedrig halten zu können.«

- Prof. Heinz-Josef Bontrup

Anmerkung: Wann hat Angela Merkel oder ein anderer Politiker, Ökonom oder ein vermeintlicher Arbeitsmarkt-Experte zuletzt davon gesprochen, die Massenerwerbslosigkeit abschaffen zu wollen? Während Gerhard Schröder sich noch daran messen lassen wollte, die Massenarbeitslosigkeit zu reduzieren, spricht heute niemand mehr darüber. Ganz im Gegenteil: Unternehmen und Konzerne bauen stetig weiter Arbeitsplätze ab, um ihren Aktienkurs kurzfristig zu steigern und weil immer mehr Technologien menschliche Arbeitskräfte ersetzen.

Die Matrix ist der Fehler

»Selbst ein Kapitalismus mit mehr Einkommensgerechtigkeit wird in der Katastrophe enden, wenn er weiterhin auf Konsumsteigerungen und kurzfristiges Wachstum setzt.«

- Chandran Nair. »Die Mutter allen Kapitals«. Le Monde Diplomatique. Ausgabe Juli 2014. S. 3

Anmerkung: Viele Alt-Sozis, Gewerkschafter und SPD-Anhänger glauben daran, den Kapitalismus zähmen zu können. Eine vermeintlich bessere Verteilung von Brotkrumen der Reichen, führt jedoch nicht zu einem besseren gesellschaftlichen Entwurf, sondern verfestigt nur die ohnehin schon vorhandenen Ungerechtigkeiten (Konsum als Lebenszweck, Ausbeutung von Menschen und der Natur, Umwelt- und Klimaverschmutzung etc.). Was wir wirklich brauchen, sind Alternativen zum menschlichen Abgrund. Und wer die liefern will, wird lächerlich gemacht.

Interview mit Adolf Hitler

Adolf Hitler

Das Bundesarchiv, wikimedia commons

Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit, am Rande einer Podiumsdiskussion den Politiker, Feldherren und Diktator, Adolf Hitler, zur aktuellen politischen Situation zu befragen.

Epikur: Guten Tag, Herr Hitler.

Adolf: Heil!

Epikur: Ihr Buch »Mein Kampf« ist überall in der Welt, außer in Deutschland, Österreich und der Schweiz, erhältlich. Selbst in Israel. In Deutschland ist der Verkauf nach wie vor verboten. Was halten Sie davon? Weiterlesen →

Linkspartei-Bashing

An diesem Video erkennt man sehr gut, wie unsere bürgerlichen Massenmedien ticken und wie sie mit der Linkspartei (und auch allgemein mit linken Positionen) umgehen. Am Ende (ab ca. 7:25) werden ausschließlich Personal-Fragen zur Linkspartei gestellt. Meist auch mit haltlosen oder provokativen Andeutungen, um aus den Antworten irgendwie einen Linkspartei-Bashing-Artikel schreiben zu können. Es gibt keine einzige inhaltliche Frage zu dem Vortrag von Sahra Wagenknecht.

Gute Politik

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Deich von Bremerhaven. © epikur.

Es gibt für mich vor allem ein Hauptkriterium, wie man menschenwürdige, humanistische und gerechte Politik messen kann: geht es dem Großteil der Bevölkerung (besonders den Ärmsten) nach den neuen Gesetzen und Entscheidungen ‑faktisch, nicht fiktiv-rhetorisch-irgendwann- besser oder schlechter? Alles andere: Reden, Statistiken, Relativierungen, Studien, Theorien und Konzepte sind politisch-gequirlte Senfsaucen zur Ruhigstellung der Massen.

WM der Ablenkung

Während alle Welt nur auf die WM schaut, werden nebenbei umstrittene Gesetze durchgepeitscht, Lobby-Politiker in Konzernvorstände gehievt und neue soziale Grausamkeiten beschlossen. Einige Beispiele, die gerade so durchgesickert sind:

  1. Die Hartz4 — Sanktionen sollen verschärft werden. Zukünftig soll man bereits beim ersten Versäumnis eine Sanktion erhalten, wie die dpa nach einem BILD-Bericht meldet. Schließlich sind ja die Erwerbslosen dafür verantwortlich, dass es zuwenig Arbeitsplätze gibt und nicht der »Arbeitsmarkt«.
  2. Der ehemalige Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (CDU) wechselt nun doch ohne Pause zum Januar 2015 zur Deutschen Bahn. Er wird dort die »politische Kontaktpflege« übernehmen, wie die Medien berichten.
  3. Während Sigmar Gabriel im April 2013 im Greenpeace-Magazin noch erklärt hatte, Fracking verbieten zu wollen, weil es unverantwortlich sei, Chemikalien ins Grundwasser zu pumpen, will er es nun als Bundeswirtschaftsminister »unter Auflagen« doch zulassen.

Allen noch ein schönes Fussballfest! Feiert, sauft und vergesst die Politik. Lasst euch fröhlich weiter verarschen. Prost!