Ab einem gewissen Alter scheint es für viele Leute kaum ein anderes Thema als Lohnarbeit, Geld, Konsum und Geldvermehrung zu geben. Hobbys, Leidenschaften oder andere — eben nicht familiäre Interessen- werden immer seltener in Gesprächsrunden thematisiert. So wurde ich vor kurzem beispielsweise von unterschiedlichen Personen zu unterschiedlichen Zeitpunkten und an unterschiedlichen Orten gefragt, ob ich nicht Karriere machen wolle? Ob ich nicht eine Leitungsposition anstreben, Vollzeit arbeiten, den bestbezahlten Job in der Branche suchen (in Berlin ist das im sozialen Bereich vor allem der öffentliche Dienst) und ob ich nicht etliche Fortbildungen machen wollen würde, um meinen Marktwert zu steigern?
Ich antwortete auf alle Fragen ohne groß zu zögern mit einem klaren »Nein«. Ich soll mich 40–50std/Woche bis zur chronischen Krankheit kaputt schuften, kaum mehr Zeit für Familie, Freunde, Leidenschaften und Hobbys mehr haben, ständig körperlich und geistig erschöpft sein, mich selbst entfremden und das alles eben nur für Geld? Geld. Geld. Geld. Solange die existenziellen Bedürfnisse gedeckt sind und ein kleines Taschengeld übrig bleibt, brauch und will ich nicht mehr lohnarbeiten. Wofür? Für mein Ego? Für irgendeinen materiellen Kram, der meine Selbstwert-Lücken füllen soll? Für künstlich konstruierte Bedürfnisse, die mir die Werbeindustrie einimpfen will? Für Konsum-Events, die meine innere Leere kompensieren sollen?
Geld stinkt!
Vom Geld-Selbstwert
»Warum ich nicht reich sein will...«

Seit es die AfD-Partei gibt, betreiben die bürgerlichen Massenmedien, und mit ihr das gesamte linksliberale Bildungsbürgertum eine Hetzjagd nach dem Motto: »Haltet den Dieb!«. Dabei hat die AfD bis heute
Aus welchem New-Hollywood-Film aus dem Jahr 1973 stammt dieses Zitat?
Im Marketing-PR-Werbe-und-Medien-Zeitalter dreht sich alles nur um Aufmerksamkeit, Reichweite, Quote, Marktanteil, Aufrufe und Klickzahlen. Die erreicht man mit Provokation, Polarisation, Populismus und popkulturellen Referenzen. Wie man Emotionen ausbeutet und die Sprache vergewaltigt, zeigt seit einigen Jahren die Werbekampagne der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) mit ihrem absurden Slogan
Der Links- und Rechtspopulismus sind sich,