Gehirnschreck und Gefühlsdreck

Das Fernsehen ist unterirdisch schlecht. Darüber wird allerorten viel geschrieben (Zum Beispiel hier). Mir ist auch gar nicht daran gelegen, das Fernsehprogramm zu verbessern, da die Fernsehanstalten auf Einschaltquoten und Marktanteile schielen, bekommt die Masse ihren Müll. Ich hingegen schalte einfach ab. Da bin ich gnadenlos. Weiterlesen →

Lektüre für Nichtleser

... eine Rezension Empfehlung

LfN - Band10 - Cover

Ich bin seit einiger Zeit leider Nichtleser geworden, was aber nicht so auffällt, wenn man sich mit dem Fahrrad fortbewegt und sonst immer im Internet hängt. Nun darf das Rad aber überwintern und in der kurzen S‑Bahnfahrt ist die Lektüre für Nichtleser von Michael Bukowski einfach optimal. Für mich sogar fast perfekt. Natürlich funktioniert sie auch bei längeren Fahrten (habe es vor kurzem erst getestet), aber dann hat man so ein Band auch schneller durch und es gibt nur zehn. Bis jetzt. So ein Band ist aber eigentlich mehr ein Heft und im DIN A6-Format. Damit passt es super in die Jackentasche und kann schnell ge- und entzückt werden (*hust*). Band 1 habe ich nun schon durch und war very amused. Zwar fehlten die Seiten 27–28 (zensiert oder Ausschießen verschossen?), aber ein Bleistift-Pfeil auf Seite 65 (ich denke mal für die Laufrichtung) vergnügte mein Mediengestalterherz wieder. Weiterlesen →

Sauber und sicher verstrahlt

Die Atompropaganda in Deutschland kennt angesichts der großen Anti-Atomproteste kein Halten mehr. In Berlin, im Bahnhof Friedrichstraße, hängen derzeit dutzende der oben gezeigten Plakate. Atomkraftwerke seien in Wahrheit Klimaschützer. Kein Wort zum Atommüll. Die Krone setzt die Seite www.kernenergie.de aber mit einem vermeintlichen factsheet auf, in der behauptet wird, dass der GAU von Tschernobyl sich in Deutschland nicht wiederholen könnte. Weiterlesen →

BILDLOS Plakate

Der ein oder andere dürfte die Promi-Plakate von der BILD bereits an diversen Bahnhöfen und in Schaukästen gesehen haben. Mich lachte vor kurzem noch Özil an, der nur (oh Wunder) an dem Sportteil interessiert ist. Andere Promis haben da schon etwas kreativere »Meinungen«.

Es ist auch immer wieder interessant zu sehen, welcher Promi für diese Werbung zu kaufen ist. Nun ist BILDLOS auch auf den Zug aufgesprungen und hat die Idee kopiert. Nur die Promiauswahl ist um Weiten besser. Aber seht selbst:

Auf zeitgeistlos.de gibt es die Plakate zusammen mit der BILDLOS-Titelseite...

Filmtip: the Road

The Road ist ein Film der den Titel »Endzeitfilm« wirklich verdient hat. Das Genre hat schon jedemenge Filme herausgebracht, aber nur sehr wenige haben es geschafft, die düstere und hoffnungslose Stimmung einer postapokalyptischen Welt einzufangen. Viele dieser Endzeitfilme haben stereotype Protagonisten (Waterworld, Postman, Book of Eli, Cyborg, Aeon Flux usw.)  die in Hollywoodmanier platte Sprüche und dumme Witze reißen. Das Setting und das Aussehen der Charaktere ist vermeintlich cool und dient nur als Mittel zum Zweck. »The Road« geht an das Thema völlig anders heran und nimmt die postapokalyptische Welt sehr ernst. Dies verleiht dem Film eine einzigartige Atmossphäre. Weiterlesen →

Marktkonformer Habitus

In der Blätter-Ausgabe vom September 2010, schreibt der Publizist Robert Misik über Weltverbesserung und linke Reformen. Misik spricht sich gegen Ohnmacht, Resignation und Zynismus aus. Denn: es waren immer die Optimisten, die die Welt verändert haben, niemals die Pessimisten, so Misik. Er beschwört eine ökonomische Fairness und fordert progressive Reformen, eine progressive Wirtschaftspolitik. Progressiv meint hier vor allem dem Fortschritt zugewandt. Misik möchte den Vorwurf der linken, vermeintlich rückwärtsgewandten, Wirtschaftspolitik begegnen, indem er Vorschläge zu einer neuen Wirtschaftspolitik macht. Weiterlesen →

Agenda Setting

Als Agenda Setting bezeichnet man die gezielte Thematisierungsfunktion der Massenmedien. Bestimmte Themen werden in die Öffentlichkeit bzw. in den öffentlichen Diskurs gebracht und andere werden schlicht ignoriert. Damit  steuern die Massenmedien die Themen, also das, worüber nachgedacht und diskutiert wird. Gleichzeitig werden Schwerpunkte und Prioritäten gesetzt. Wenn also alle Medien, d.h. Radio, Fernsehen und Printmedien über das gleiche Thema reden und schreiben, dann wird dem Empfänger vermittelt, dass dieses Thema gerade eine besondere Wichtigkeit haben muss. Weiterlesen →

zufällig, unfreiwillig, gewollt?

Folgende Schlagzeile mit entsprechendem Bild war in der »Welt Kompakt« auf Seite 22 am Dienstag, den 14. September zu sehen: (click to enlarge)

Weiter unten im Artikel steht dann:

Wer mit einem Paket unter dem Arm an der Tür klingelt, sollte als Firmenmitarbeiter erkennbar, freundlich und Kompetent sein.

Versteckter Rassismus oder überempfindlicher epikur?

Fernsehverblödung

Am 9. September 2010 hat SpiegelOnline den Medienkritiker Oliver Kalkofe interviewt. Kalkofe weist auf einen wichtigen Punkt in der Fernsehlandschaft hin:

Ich mutmaße, dass Sender selbst die besten Ideen ausschlagen, weil sie anderes günstiger produzieren können.

In Kalkofes Mattscheibe parodiert Kalkofe schon seit längerem das Fernsehen. Ein großer Klassiker ist die Satire von Fips Asmussen:

»Danke, Herr Merz!«

Friedrich Merz verlor vor ein paar Jahren sein Notebook. Er bedankte sich bei dem obdachlosen Finder mit seinem neuen Taschenbuch

- Gastbeitrag von Jutta H.-

»Wir haben da einfach mal so rumgetippt. Da kamen dann Namen und Nummern von Edmund Stoiber, Gerhard Schröder, Angela Merkel und so«. Enrico, 42, hat 2004, vielleicht war es auch 2005, am Ostbahnhof am Taxistand das Notebook, »so ein kleines war das«, von Friedrich Merz gefunden. Friedrich Merz war von 2002 bis 2004 stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Weiterlesen →