Die Meinungsfreiheit, die sie meinen

"Ja, wir Journalisten haben Russland unfair behandelt" (mehr als 900 Kommentare; viele zensiert). Kolumne von Jochen Bittner. Zeit.de vom 13. Oktober 2016

„Ja, wir Journalisten haben Russland unfair behandelt“ (mehr als 900 Kommentare; viele zensiert). Kolumne von Jochen Bittner. Zeit.de vom 13. Oktober 2016

Anmerkung: Wer die NATO-Versteher Jochen Bittner und Josef Joffe auf ihre transatlantischen Netzwerke und somit auf ihre Parteilichkeit hinweist, wird zensiert. Wer die USA und die NATO kritisiert gilt wahlweise als Putin-Troll, Antiamerikaner, Populist, Verschwörungstheoretiker oder Antisemit. Und nein, im Syrien-Krieg gibt es keine Guten. Jeder, der andere Menschen tötet, ist böse.

Presseblick (56)

Über sechs Jahre Kampagnen von »Emma«, BILD und Alice Schwarzer sowie medialer und existenzieller Rufmord gegen Jörg Kachelmann. Nun ist es amtlich: die Vorwürfe waren erstunken und erlogen! Genau wie bei Gina-Lisa Lohfink. Oder Horst Arnold. Das alles kümmert aber weder Hardcore-Feministinnen (wie die Journalistin Silke Burmester) noch Claudia D. Männer sind Täter und Frauen Opfer. Immer und überall. Basta!

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Der Wahrheit verpflichtet

Spiegel Online vom 15. September 2016

Spiegel Online vom 15. September 2016

Die Parteilichkeit und Unsachlichkeit des Artikels ist unerträglich. Einige Auszüge:

»Auslöser der Tätlichkeiten sollen den Angaben nach Asylsuchende gewesen sein.«

Welchen »Angaben nach«? Der sächsischen Polizei? :bulle:

»Ein 18-jähriger Bewohner des Heimes erlitt nach Angaben der Polizei aus noch unbekannter Ursache Schnittverletzungen. [...] Ein weiterer, 20-jähriger Bewohner des Heimes soll sich selbst mit einer Flasche am Kopf verletzt haben.«

So so. Borderline-Flüchtlinge? So wie der Selbstanzünder Oury Jalloh? Warum verletzen sich eigentlich Nazis niemals selbst? Sachsen ist bekannt für seinen Sachsensumpf, die brennenden Asylheime und seine generelle Fremdenfeindlichkeit. Vielleicht sollten unsere »Leitmedien« nicht immer ungeprüft die Polizeimeldungen übernehmen und sich mal wieder selbst auf Recherche begeben? Aber das ist natürlich nicht »kostenneutral« zu haben, wie ab- und umschreiben, gelle?

Presseblick (55)

Aufklärung ist Wurst! (Berliner Morgenpost vom 15. August 2016)

Aufklärung ist Wurst! (Berliner Morgenpost vom 15. August 2016)

Erwerbslosigkeit
Erwerbslose seien generell unglücklicher und unzufriedener als Menschen, die in Lohnarbeit stehen, stellt jetzt eine Studie von der FU Berlin und dem DIW fest. Ohne eine exakte Analyse zu liefern, warum das wohl so sei. Es scheint eine gesellschaftliche Norm zu sein, dass wer keiner Lohnarbeit nachgehe, eben auch depressiv, unglücklich und freudlos sein müsse. Glückliche Erwerbslose wären dreiste Sozialschmarotzer. Außerdem wurde das öffentliche, politische, soziale und mediale Bild vom vermeintlich typisch deutschen Erwerbslosen nicht untersucht. Denn dann würde man vermutlich zusätzlich zu der Erkenntnis kommen, dass wer überall als Ballastexistenz, Schmarotzer oder unwertes Leben beurteilt und abgewertet wird, es auch verdammt schwer haben dürfte, glücklich und zufrieden zu sein. :sick: Weiterlesen →

»Aber meine Wetter-App...

...sagt mir, dass es heute nicht regnen und/oder erst dann und dann schütten wird! Wieso gießt es jetzt schon aus vollen Kübeln? Das kann doch echt nicht wahr sein, oder? Ich verstehe das einfach nicht!«

app

Quelle: Goldmedia Mobile Monitor 2014 (netzoekonom.de)

Die Unberechenbarkeit des Wetters unterwirft sich nicht dem minutiös geplanten Vorzeige-Biedermeier-Leben oder einer App. Es gibt (und wird immer) Dinge im Leben geben, die man nicht einplanen und/oder berechnen kann. Dann sind Spontanität, Einfallsreichtum, Gelassenheit und Kreativität gefragt. Eigenschaften, womit scheinbar immer mehr Menschen völlig überfordert sind.

»Die Russen kommen!« (Teil 2)

welt.de vom 11. August 2016

welt.de vom 11. August 2016

Es wird fröhlich weiter gehetzt und gezündelt. Wer immer noch den Glauben von der objektiven »Vierten Gewalt« hat, sollte endlich aufwachen. Gerade im Syrienkonflikt zeigt sich sehr deutlich, dass die bürgerlichen Massenmedien primär das Instrument von Politik und Wirtschaft sind, um Meinungs- und Deutungshoheiten sowie absolute Wahrheiten zu verkünden. Wer diese Wahrheiten anzweifelt, ist wahlweise ein Polemiker, Verschwörungstheoretiker, Antisemit, Populist, Antiamerikaner, Radikaler oder Extremist. Sollte es tatsächlich zu einem neuen Weltkrieg kommen, sollten wir alle die Rolle der Massenmedien ‑als derzeit oberste Kriegstreiber- nicht vergessen! Weiterlesen →

Rucksack-Terroristen

rp-online.de vom 21. August 2016

rp-online.de vom 21. August 2016

Unser menschenfreundliche Innenminister nutzt die Terror-Angst, um schärfere Kontrollen durch zu drücken. Unter anderem: Gesicht-Scanner und Rucksack-Verbote auf Großveranstaltungen. Gerade zu letzterem könnte ich so einige Anekdoten erzählen. Es ärgert mich immer wieder, dass bei Konzerten, Clubs, Theater-Vorstellungen oder anderen Veranstaltungen der Zwang vorherrscht, Jacken und Rucksäcke abgeben zu müssen. Dahinter steckt in aller Regel auch nicht die Angst, es könne jemand Sprengstoff im Rucksack lagern oder ein Messer unter der Jacke verstecken (das kann ich im Übrigen auch in der Socke oder Unterhose verwahren, da man ohnehin nur selten ordentlich gefilzt wird). Nein, es geht den Veranstaltern meist nur darum, dass die Leute kein Essen und Trinken mit in die jeweiligen Veranstaltungen nehmen.

Wie oft wurde schon mein Rucksack intensiv durchsucht, während ich selbst überhaupt nicht abgetastet wurde. Ich hätte an meinem Leib einen Sprengstoff-Gürtel oder auch mehrere Messer haben können und ich wäre damit in fast jede Veranstaltung gekommen. Aber Wasser-Tetra-Verpackungen hingegen, wurden auch auf meinen Protest hin, sofort entsorgt, Dosen und Plastikflaschen sowieso. Als ich einmal einen Security-Mitarbeiter fragte, wie ich mit einer Verpackung aus Pappe jemanden ernsthaft verletzen könnte, hatte er natürlich keine Argumente und meinte nur: »Aus Sicherheitsgründen!«. Na klar! Es geht in aller Regel nur -und zwar wirklich nur- darum, dass die Leute gefälligst die völlig überteuerten Drinks und Snacks im Inneren der jeweiligen Veranstaltung kaufen sollen, damit der Veranstalter mehr Umsatz macht. In diesem Sinne sind alle Rucksack-Träger auch Terroristen, weil sie mit ihren mitgebrachten Speisen und Getränken der Binnenwirtschaft erheblichen Schaden zufügen! :bulle:

Presseblick (54)

welt.de vom 10. Juli 2016

welt.de vom 10. Juli 2016

Es gibt kaum eine Banken-Affäre in der die Deutsche Bank nicht involviert ist. Jens Berger von den Nachdenkseiten hält sie für die gefährlichste Bank der Welt. Und der sollen wir wieder Unmengen an Steuergeldern in den Rachen schieben? :sick:  Weiterlesen →

Ideenlos

Spiderman: vom Comic zur TV-Cartoon-Serie zum Film zum Musical sowie zum Reboot des Reboots (Bildquelle: Piotrus, wikimedia commons)

Spiderman: vom Comic zur TV-Cartoon-Serie zum Film zum Musical sowie zum Reboot des Reboots (Bildquelle: Piotrus, wikimedia commons)

Aus alten und bekannten Film‑, Buch‑, Comic- und Serien-Klassikern werden seit einigen Jahren haufenweise Neuverfilmungen, Remakes, Fortsetzungen und Reboots gemacht. Ein Remake bezeichnet hier die Wiederauflage eines Films und ein Reboot den Neustart der Marke. Aus Kinderbuchgeschichten und Serien werden Hörspiele, Theaterstücke, Musicals und Kinofilme inszeniert. Aus kommerziell erfolgreichen Videospielen werden Kinofilme und Bücher sowie aus Kinofilmen Videospiele gemacht. Die Wiederbelebung und das Ausquetschen eines Franchise, die intensive Bedienung von nostalgischen Gefühlen der Konsumenten sowie das großflächige Einsetzen von Cross-Media-Marketing-Instrumenten verdeutlicht, dass sich die Unterhaltungsindustrie im Kreis dreht und gleichzeitig verbissen am Status Quo festhalten will. Sie ist damit ein Spiegelbild der Medien-Konsumenten.

Gender. Sex. Bullshit.

sexgender_titelFrüher war die individuelle Sexualität Privatsache. Teil des Charakters und der persönlichen Selbstbestimmung. Etwas, dass man nur selten offensiv in die Öffentlichkeit getragen hatte. Keine Marke, Image oder ein Franchise. Und damit will ich explizit nicht sagen, dass ich konservative Vorstellungen oder ein neues Biedermeier befürworte, sondern, dass der inszenierte Marketing-Missionseifer bei den Gender-Themen völlig ausgeufert ist. Mit geschlossenen Weltbildern sollen Dogmen, Ismen und vorgefertigte Meinungen in die Köpfe eingehämmert werden. Unternehmen fahren Marketingkampagnen und die Massenmedien freuen sich über die erhöhte Aufmerksamkeit. Dabei nervt das alles nur noch. Einige Beispiele. Weiterlesen →