Seit ich bei der Protestdemonstration anlässlich des G8 — Gipfel, im Jahre 2007 in Heiligendamm, live miterlebt habe, wie sog. Agent Provocateurs dafür gesorgt hatten, den ganzen Widerstand zu diskreditieren, indem sie ein Auto (!!) anzündeten ‑dass dann in verschiedenen Perspektiven gezeigt und so der Anschein erweckt wurde, hier werden reihenweise Autos in Brand gesteckt- glaube ich der Presse kein Wort mehr. Zufällig waren damals die Journalisten auch immer genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort, um Fotos zu machen. Selbst als der Provocateur später enttarnt wurde, hat man darüber kleinlaut oder gar nicht berichtet. Insofern sollte man die gleichgeschalteten Meldungen dieser Tage durchaus in diesem Zusammenhang sehen (ohne links):
- EZB-Demo in Frankfurt: Randalierer greifen Polizei bei Blockupy-Demo an (bild.de)
- Ausschreitungen in Frankfurt: Scharfe Kritik an Blockupy-Organisatoren (spiegel.de)
- Frankfurt: »Gewalt gegen Polizei ist Angriff gegen uns alle« (welt.de)
- Linke Krawalle in Frankfurt: Nur noch blinder Hass (faz.net)
- Blockupy-Proteste: Diese Feuer waren nicht gerecht (zeit.de)
- Kommentar Blockupy-Proteste: Kein Recht auf Krawall (taz.de)
Natürlich kann man auch alle Menschen, die sich gegen die Banken- und Finanzmafia-Diktatur erheben, als Randalierer, Chaoten und Vandalen beschimpfen, das gezielte Einsetzen von staatlichen Agent Provocateurs als Verschwörungstheorie diffamieren und weiterhin GZSZ, Dschungelcamp und DSDS schauen.
Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) schlägt in einem Positionspapier vor, dass die Bundesregierung für Unternehmen neue Regelungen schaffen müsse, damit sie über 40-jährige Mitarbeiter noch besser und schneller kündigen können: »Firmen sollten dafür belohnt werden, unproduktive Arbeitskräfte, frei zu stellen, denn das würde dem Wirtschaftswachstum zugute kommen«, so der BDA Präsident Ingo Kramer.
Im Auftrag des
Kochsendungen mit und ohne Promis, Kochbücher auf den Bestseller-Listen, Foodblogger und Food Events wie die Berlin Food Week, Erlebnis-Restaurants (wie beispielsweise das Dunkelrestaurant) oder der Billig-Italiener um die Ecke, Dinner Shows, Restaurant-Kritiker und Bewertungsportale wie yelp.de, Ernährungstipps und Trainer, Gourmet-Köche, dogmatische Vegetarier oder fanatische Veganer, Fast Food – Jugendhype, Magersucht-Kotz-Models, Kino-Popcorn-Reinstopfer, Omas Kochkünste, Bio-Besseresser, Kochduelle, Diät-Wahnsinn oder dutzende Rezepte-Webseiten: essen und kochen ist für viele Menschen nicht einfach nur ein Grundbedürfnis des Körpers, sondern Leidenschaft, Obsession und Fetisch.