Der pädagogische Happen (13)

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Mutter: »Na, wie war der Tag heute?«

Erzieherin: (lächelt freundlich, versucht diplomatisch zu sein) »Schwierig. Oskar hat heute Steine nach Sophia geworfen und sie leider auch direkt am Auge getroffen. Sie musste im Krankenhaus behandelt werden.«

Vater: »Oh, das tut mir leid. Aber, das hatte doch sicherlich eine begründete Vorgeschichte, oder? Er würde sowas nie einfach nur so machen!«

Erzieherin: »Das Ganze ging sehr schnell, aber ich habe es genau beobachtet. Er hat Steine aus unserem Garten aufgehoben und sie direkt auf Sophia geworfen. Es gab vorher keine Interaktion zwischen den beiden. Außerdem mussten wir ihn heute Morgen aus der Sportgruppe nehmen, weil er ständig in körperlichen Konflikten involviert war.«

Mutter: »War das mit Christian? Dem Integrationskind? Der ist aber auch nicht Ohne!«

Erzieherin: »Leider gab es dann heute Nachmittag noch einen Vorfall. Nachdem meine Kollegin ihn ermahnt hatte, nannte er sie...Fotze

Vater: (wütend) »Jetzt reicht es mir aber! Unser Sohn tut so etwas nicht!« (Er nimmt seine Frau an die Hand, sie wenden sich ab und gehen ihren Sohn holen.)

(Bisherige Folgen)

4 Gedanken zu “Der pädagogische Happen (13)

  1. Das passt auch zur Grundschule! Sogar bis in die Vierte Klasse hinein. Ja, Eltern leiden da heute gerne mal an Kognitiver Diskretion.

  2. Ja, vor allem, wenn die lieben Kleinen größere Geschwister haben, können sie durch einen umfangreicheren Sprachschatz als ihre Altersgenossen punkten ;)

    Das in dem Beispiel aber ausgerechnet der Vater das Verhalten seines Sohnes leugnet, entspricht nicht meiner Erfahrung. Das erlebe ich in meinem Umfeld eigentlich nur von Müttern!
    Die Väter sind da in der Regel realistischer und trauen ihren Kindern eher alles mögliche zu (Zumindest ich tue das bei jedem meiner Vieren :) )

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