Verdammte Kacke

kacke_teaserUngefähr einmal im Monat trete ich in Hundescheiße. Wie kann man nur so blöd sein, fragen sich jetzt sicher einige? Tja, wenn man viel in Parks, am Rande von Spielplätzen, im Dunkeln sowie nachts unterwegs ist und dann noch in einer Gegend wohnt, wo gefühlt mehr Hunde als Menschen leben, passiert das eben häufiger mal. Was beim ersten und zweiten Mal ein inneres »Na gut, Pech gehabt« hervorruft, fängt spätestens beim dritten Mal an, richtig ab zu stressen.

Ich werde jetzt auch nicht zum Hundehasser. Denn wenn jemand für den Dreck verantwortlich ist, dann die egoistischen Halter. Ohne Rücksicht, auf irgendwas oder irgendwen, lassen sie ihre Vierbeiner Parks, Gehwege und Spielplätze zuscheißen. Wie gerne würde ich mal einem solchen ignoranten Hundefreund vor, oder besser noch: in die Wohnung kacken. Einen schönen dicken Haufen nach einem leckeren Chicken Curry. Widerlicher als der Kotgestank selbst, ist nur dieses Verhalten der vermeintlichen Tierfreunde.

Viele Katzen meiden das Katzenklo, wenn es nicht sauber ist, da sind sie (zurecht) sehr eigen. Wir Menschen aber lassen uns unsere Infrastruktur freiwillig von den Kläffern vollkacken? Irgendetwas stimmt hier nicht. Ganz und gar nicht. Wenn ich demnächst ein Herrchen dabei beobachten sollte, wie er die Kacke seines Köters liegen lässt, werde ich ihn ganz höflich fragen: »Entschuldigen Sie, ich habe gerade gesehen, dass die Kackwurst hier ganz frisch ist. Darf ich vielleicht als erster reintreten?«

5 Gedanken zu “Verdammte Kacke

  1. @Epikur

    Geht mir ganz genauso, ich wohne im ländlichen Raum und leite einen kleinen saisonalen Campingplatz.

    Mitte März geht es wieder los, und ich kann dir ein Lied davon singen, dass die Campinggäste die am meisten stressen eben die lieben Hundebesitzer sind, und dies obwohl in unseren AGBs ausdrücklich erwähnt ist, für die Gäste zum Nachlesen ausgehängt, dass man 1. die Hunde an der Leine zu halten hat und zweitens »Hundekot unverzüglich zu entfernen ist«.

    Unsere Dauercamper lassen die Hunde auch auf dem Platzareal ohne Leine herumlaufen, und meinen ich weiß das nicht — das Problem ist, dass ich einen kleinen Platz leite und da schon mal ein Auge zudrücken muss, denn kündigen heißt ein Kunde weniger. Große Campingplätze sind da weniger kulant, denn dort wird schon einmal ein Dauercamper gekündigt, wenn er gegen die AGBs bzw. Platzregeln verstößt — man kann es sich eben leisten einen Kunden weniger zu haben. Ich kann meine Dauercamper eben nur jedes Jahr auf’s neue ermahnen, im Interesse der anderen Gäste die Hunde anzuleinen und den Kot zu entfernen — oder ich mache es selbst, wenn ich es sehe — Seit Saisonende übrigens war nicht ein Hundehaufen auf dem Platz, der letzte Dauercamper hat mir gleich 3 hinterlassen.

    An unseren Platz, in der ländlichen Gegend, grenzt eine Straße zum Fußballplatz den Hang hinunter, und da kann ich nicht nur unsere Camper sonder auch Einheimische betrachen wie die, trotz Hundetütenhalter nicht weit weg, ihre Hunde frei an der Straße entlang, und an unser dort angrenzendes Gartengrundstück, hinscheißen lassen.

    Bei mir rennst du mit deinem Text offene Türen ein, da es eben auch mir so geht, dass ich kein Hundehasser bin — meine Nichte hat auch einen niedlichen kleinen Hund — aber die Hundebesitzer zunehmend zu hassen beginne.

    Übrigens auch im örtlichen Amtsblatt wird fast jede Woche darauf hingewiesen, dass man erstens seine Hunde nicht frei rumlaufen läßt — im Stadt- bzw. Dorfgebiet — und zweitens nicht seinen Kot überall rumverteilt — was mir zeigt es ist überall in meiner Wohngemeinde — samt Ortsteilen — so, dass Hundebesitzer einfach unverschämt sind.

    Tja, es bleibt wohl bald nur noch die singapurische Lösung — Gentest von Hundekacke und Hund und saftiges Strafgeld für den Besitzer sollte er sich so aufführen wie du, ich und viele andere mitbekommen.

    Übrigens, es sind nicht nur die Hundebesitzer die immer dreister werden, auch das Campinggeschäft macht bald keinen Spaß mehr — leider werden hier auch die Kunden immer dreister (nicht nur Hundebesitzer) und unverschämter — letztes Jahr war für mich eine Sch...saison....aber das ist ein anderes Thema, ich weiß.....

    Gruß
    Bernie

    PS: Ich bin nicht im örtlichen Fußballverein, aber mich würde dennoch brennend interessieren wie es denen geht, wenn eben Hundebesitzer ihre Hunde auf den Fußball- bzw. Bolzplatz scheißen lassen — Ist bestimmt auch ärgerlich, und dies, wie bereits erwähnt, obwohl da unten von der Gemeinde die Beutel zum Entsorgen der Hundekacke hingehängt wurden — samt Mülleimer für die Beutel.

  2. Der Nachbarshund scheißt mir auch regelmäßig auf den Acker. Dass da Lebensmittel angebaut werden, interessiert die liebe Nachbarin auch auf Anfrage herzlich wenig. Sie kauft zwar regelmäßig Bioprodukte, weil ihr kleiner Sohn nicht mit Umweltgiften aufwachsen soll, aber hier dürfen Bauern und Gärtner regelmäßig die Tretminen ihres Hundes auf Landwirtschaftsflächen bestaunen. Klar, der eine oder andere Haufen tut dem Boden nichts — aber es ist eine respektlose Haltung uns »echten« Landeiern gegenüber...

  3. @Herbstfeuer

    Als Sohn eines Campingplatzwartes und Bauern kann ich das nachvollziehen — auch das ist mehr als ärgerlich.

    Die Landwirtschaft haben wir aufgegeben, aber ich verfolge immer noch wie manche Menschen gedankenlos die Hunde auf ihr Essen scheißen lassen — wie du erwähnst, die Lebensmittel, die uns alle ernähren, nicht nur den Landwirt der diese anbaut.

    Ich hab sogar mal an ’ner Tanke im Nachbarort — eben wie bereits erwähnt ländliche Gegend — getankt und konnte frühmorgens beobachten wie sogar eine Tierarztpraxis, neben der ein Feld liegt, die Hunde auf diesem Feld »Gassi« gehen ließ — Einfach nur ärgerlich, wie sich manche »Hundebesitzer« so verhalten.

    Gruß
    Bernie

    PS: @epikur

    Ich hab vorher noch vergessen, dass ich den Campingplatz in der Nachfolge meines Vaters leite, der immer schon für Hunde Campinggebühr verlangt hat — Ich hab’s lange nicht eingesehen, weiß aber — seit ich hier selbst »der Chef« bin warum man auf süddeutschen Campingplätzen zumindest eine Gebühr für mitgeführte Hunde verlangt — Zitat einer Kollegin, und Campingplatzeigentümerin »Die trinken uns Wasser und scheißen den Platz voll«. Wie bereits erwähnt, es ist ein generelles Problem, nicht nur hier auf meinem Platz, die Menschen werden immer anspruchsvoller, wollen alles, möglichst nichts dafür bezahlen (=die Hundegebühr) und sind einfach nur frech und respektlos gegenüber den Gastgebern....nicht nur »Hundebesitzer« es scheint ein generelles Problem in der dt. Tourismusbranche zu sein....aber wie bereits erwähnt...dazu müßte man mal extra was schreiben....meine Vermutung die meisten Menschen fressen ihren Frust über die ungerechten gesellschaftlichen Verhältnisse in sich hinein, und lassen ihn dann eben überall raus — nur nicht bei den Adressaten derer, die die ungerechten gesellschaftlichen Verhältnisse verursacht haben — eben bei Nichthundehaltern oder einfach nur bei Gastgebern, die als Ventil dienen um den Frust abzulassen.....Könnte doch sein? Oder? Obwohl wir haben — als Familienunternehmen — beim Tod meiner Großmutter und meines Vaters sowie der schweren Parkinson-Erkrankung meiner Mutter noch ganz andere Erfahrungen der Respektlosigkeit gegenüber den Gastgeber bzw. unserem Familienunternehmen erlebt, aber wie bereits erwähnt, dass ist ein komplett anderes Thema und hat damit zu tun, dass ich — mit absoluter Sicherheit — irgendwann mal was ganz anderes arbeiten will und Tourismus für mich dann als Geschäft gestorben ist.

  4. In meiner Gegend gibt es für meine Begriffe zu viele Hunde. Besonders ekelig wird das, wenn Schnee liegt und einen die Pisse und die Kacke so richtig auf weiß anleuchten und das mehr oder weniger überall.

  5. die letzten Einträge sind ja schon etwas älter (vom Februar) aber nachdem ja jetzt wieder der Winter Einzug halten wird, da denk ich schon bald wieder an den Schnee. Da fällt »das Problem« dann so richtig erst gut auf :-) LG und sehr toller Artikel Antje

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