6 Gedanken zu “Reichtum erzeugt Armut

  1. Dahin, dass die Masse der Menschen nur einfachste Produkte für sich und Luxusprodukte für eine kleine Oberschicht produzieren wird. Man muss sich ja nur mal überlegen, was dabei raus kommt, wenn man mit Lohndumping mit China konkurrieren will.
    Dann haben wir eine Bevölkerung, die sich gerade mal kleine Behausungen am Stadtrand, etwas zu Essen und Anziehen leisten kann, mehr braucht sie auch nicht zum Existieren. Transport zu den Produktionsstätten erfolgt kostenlos, die Oberschicht ist ja nicht so.

  2. »[...] Die Kinder können doch überhaupt nichts dafür [...]«
    Genauer Herr Gysi!
    Können die Erwachsenen etwas für ihre Armut, die ja die Ursache für die Armut der Kinder ist?

  3. Transport ZU den Produktionsstätten?
    Wozu der Aufwand — Massenunterbringung
    und -beköstigung auf dem Werksgelände!
    Die Bratzen müssen eh mitarbeiten, sobald
    sie allein aufs Töpfchen gehen können: bis
    dahin werden sie in Massenkindergarten im
    Schnelldurchlauf abgerichtet.

    D.h. die Abkömmlinge derer, die sich überhaupt
    reproduzieren durften (Rest wird unfruchtbar
    gemacht).

    Und irgendwann klappt das dann mit den Klonen.
    >Cloud Atlas< lässt grüßen.

  4. Echt gut gesprochen von Gysi.... wobei ich annehme, daß der Satz »Reichtum erzeugt Armut« überhaupt nicht ankommt.

    Hierauf zur Vertiefung ein Buch von Karl Georg Zinn, Wie Reichtum Armut schafft.

  5. also in Schleswig‐Holstein hat Armut sichtbar zugenommen. Bei uns hier wühlen oft einige Rentnerinnen oft in Mülltonnen hinterm Supermarkt.

    Kinderarmut ist hier im Stadtteil Gaarden so 61%. Und in einigen Landkreisen von SH arbeiten 45% der Frauen allein als Minijobber — einige die ich kenne, wollen eigentlich richtige Teilzeit oder tw. Vollzeitstellen eigentlich haben.

    Aber es gibt hier nicht genug Arbeit.

    Rationalisiert wird weiterhin — in immer mehr Ländern gibt es fast nur noch SB‐Kassen, DE ist da sogar voll hinterher. Ich rechne eher damit, dass noch mehr Stellen verschwinden. Auch weil ich einige andere Dinge da beobachte, z.B. neue IT Netze bei Banken und sowas, wo mit Einsparungen gerechnet wird.

    interessant dazu ist auch diese Studie: IAB von 2010
    allein von 2002 bis 2008 ist jede 5. Stelle für Ungelernte verschwunden und jede 11. Stelle für Sv‐pflichtige Beschäftigte mit Ausbildung (in SH). Nur bei Hochqualifizierten gab es einen Zuwachs, nur dort. Bundesweit ist es derselbe Trend — Es verschwinden sv‐pflichtige Stellen.
    Ich denke, dass das auch weiterhin so ist.

    JeremyRifkin hat Recht gehabt. Deshalb find ich das vollkommen unverständlich, wo all die Frauen Vollzeit arbeiten sollen?? Vollzeitstellen wachsen nicht auf Bäumen. Der Bedarf ist nicht da. Sonst wären nicht so viele Stellen entfallen.
    Von daher ist es Humbug Vollzeit kinderbetreuung zu wollen, denn faktisch kann die Arbeit nicht beliebig vermehrt werden. Wir haben massiv Unterbeschäftigung — egal, was man euch erzählt.

    Man hat das Überangebot nur auf viele Niedrig/Minijobber aufgeteilt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.