Karsai, der Marionetten-Präsident

»In Afghanistan ist die gegenwärtige Regierung, die wir unterstützen und überhaupt erst ins Amt gehievt haben, massiv am Drogenhandel beteiligt, sie verkauft Stellen bei der Polizei, der Armee und im öffentlichen Dienst. Und Gerichtsverfahren werden nach der Höhe des Bestechungsgelds entschieden. Die Beamten reißen sich alles unter die Nägel, was sie zu fassen bekommen; einige sind schon dabei erwischt worden, wie sie Munition an die Taliban verkauften. Die Wahl vom August war nicht einmal eine Travestie, sie war ein Witz: Karsais Sieg wurde verkündet, bevor die Stimmen ausgezählt waren.«

- William Polk, »Die Viet Minh, die Taliban und das amerikanische Trauma«, Le Monde  diplomatique, November 2009, Seite 7

Anmerkung: Was zur Hölle haben wir in diesem Land verloren? Die Briten und die Russen haben sich  jahrelang an Afghanistan die Zähne ausgebissen. Können und sollten wir uns überhaupt einmischen? Wielange soll der Einsatz noch dauern, wenn wir nach 8 Jahren keine nennenswerten Veränderungen verbuchen können?

2 Gedanken zu “Karsai, der Marionetten-Präsident

  1. Sorry, Kollege — Deine Fragen sind ja mehr als berechtigt, aber daß Du da nicht auch selber ernsthaft was dazu einbringst, finde ich — mit Verlaub gesagt — eher mager. Du kannst mehr, wie ich anderweitig gesehen habe, weshalb ich halt mal ›aufdringlich‹ werde ;-)

    Freundlichen Gruß
    Frank

    P.s.: Am Wochenende gelingt es mir hoffentlich, den zweiten Teil zum »Sumpf« zu schreiben, denn ich habe zuviel ausgelassen bzw. nicht genug Zeit gehabt. Karsai hat mir aber gestern schon etwas Butter vom Brot genommen ...

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