Der »Verband wahre Mütter e.V.« (bundesweit rund 13 Millionen Mitglieder) spricht in einer Pressemeldung über die Rolle von Vätern. Sie seien vor allem dazu da, die Mütter bei der Erziehung der Kinder zu unterstützen, aber sie sollen nicht selbst in die Erziehung eingreifen. Sie sollen die Ansichten und Pädagogik-Methoden der Mütter nicht in Frage stellen, sondern sie ausführen. Väter, die beim Grenzen setzen der Kinder laut werden, würden den Kindern Gewalt antun, so der Verband.
Die Walt Disney Company (WDC) will zunächst in den USA und dann In Deutschland alle öffentlichen Spielplätze aufkaufen. Das Unternehmen plane, die Areale mit meterhohen Elektrozäunen und mit Sicherheitspersonal auszustatten. Außerdem soll ein »angemessener Eintrittspreis«, so der Disney Präsident Robert A. Iger, für die Spielplätze erhoben werden. Die US-Administration und die deutsche Bundesregierung befürworten das Vorhaben.
Der zahnärztliche Notdienst in Berlin hat in einem internen Schreiben die Zahnärzte dazu aufgefordert, ihre Patienten nicht mehr daran zu erinnern, dass sie regelmäßig ihre Zähne putzen sollen. Kaputte Zähne und verfaultes Zahnfleisch seien schließlich wichtig, um immer genügend Patientenkunden zu haben.
Der geflügelte Slogan »Kinder sind unsere Zukunft!« ist im deutschen Sprachgebrauch, im Marketing‑, Werbe‑, Polithülsen‑, PR- und Stammtisch-Sprech eine positiv konnotierte Redewendung. Auch viele Linke, Öko-Bio-oder-sonstwie-Denker und Menschenfreunde halten den Spruch für die personifizierte Kinder-Nächstenliebe. Schließlich gäbe es ja nichts Wichtigeres als unsere Zukunft. Bei genauerer Betrachtung ist diese Phrase jedoch kinderfeindlich, denn sie macht Kinder zu einem ökonomisch verwertbaren Rohstoff ohne Rücksicht auf ihre individuelle Selbstbestimmung. 
Die gelebte
Vor einigen Tagen ging es wieder durch die Presse: »Geburtenflaute in Deutschland. Seit 40 Jahren liegt die Geburtenrate bei konstant 1,4 Kindern pro Frau«. Als Grund wurde die mangelnde Vereinbarkeit von Familie und Beruf genannt. Auch wenn das ein wichtiger Punkt ist, so ist das nicht die einzige Ursache. Warum wird der Geburtenrückgang eigentlich als ein Problem skandalisiert? Wollen deutsche Unternehmen nicht etwa gut ausgebildete Frauen ohne Kinder oder Kinderwunsch? Wollen viele Arbeitgeber nicht ehrgeizige Karriereristen, die flexibel, mobil und ungebunden sind? Und wollen Nachbarn, Mieter und Passanten nicht eine kinderfreie Lebenswelt, weil die kleinen »Gören« eh nur den ganzen Tag spielen und schreien würden?