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»Wir sind billiger als Droiden und einfacher zu ersetzen.«
— Cassian Andor
Die Star-Wars-Serie »Andor« ist die bisher beste Umsetzung des SW-Universums. Zumindest nach meiner bescheidenen Meinung und den bisher 12 gezeigten Folgen. Die Charaktere handeln glaubwürdig und nachvollziehbar, die Dialoge sind solide und nicht auf Vollidioten-Niveau wie bei anderen, aktuellen Star-Wars-Produktionen und die Entscheidungen der Figuren haben echte Konsequenzen.
Das Imperium besteht hier nicht aus ein paar laserschwert-schwingenden Bösewichtern und namenlosen Witzfiguren, sondern aus einem totalitären, gleichgeschalteten und gnadenlosen Bürokratie-und-Überwachungs-Apparat. Dieser ist voller Eichmänner (und Frauen!), die nur ihren Job machen wollen und fest daran glauben, das einzig Gute und Richtige zu tun. Eine spoilerfreie Empfehlung. Weiterlesen
Erwachsen-Sein wird heute als das höchste Ziel der individuellen Entwicklung betrachtet. Wer Geld verdiene, besitze und/oder Rechnungen bezahle, der übernehme Verantwortung. Überhaupt wird Erwachsen-Sein in erster Linie immer irgendwie mit Geld, Vermögen, Besitz, Konsum und/oder Lohnarbeit verbunden. Aus Kinderaugen wirkt das weder großartig erstrebenswert, noch attraktiv, auch wenn viele Erwachsene das gerne glauben wollen. Die sinnlose Monotonie des täglichen Lohnarbeits-Hamsterrades ist keine erstrebenswerte Reife, sondern eine von Menschen gemachte Selbstentfremdung.
In der Pädagogik und der Psychologie gibt es bergeweise Studien, Untersuchungen und Bücher über die Entwicklung des Kindes. Dort wird festgehalten, was normal und was entwicklungsverzögert sei und somit gegebenenfalls einer Diagnose eines Facharztes bedarf. Ob pränatale Frühförderung, die
Im Social-Media-Zeitalter scheint man häufig auf der Jagd nach Entertainment zu sein. Große und auch kleine Geschichten wollen erzählt werden, die witzig, lustig, verrückt oder sonstwie unterhaltsam sind. Wie oft habe ich es erlebt, dass man in gemütlichen Gesprächsrunden mit Bekannten, Kollegen oder Fremden, etliche Coming-of-Age-Stories erzählt bekommt. Die vermeintlich verrückten Geschichten der eigenen Pubertät, die häufig was mit Drogen, Gewalt oder anderen nicht immer ganz legalen Handlungen zu tun haben. Man habe sich ausprobiert, die Welt erkundet und sei verrückt gewesen, so der Tenor.
In den ersten 10 Jahren des Lebens (und oft noch darüber hinaus) wird den Kindern beigebracht, ehrlich zu sein, nicht zu lügen, zu stehlen, zu betrügen und Konflikte ohne Gewalt zu lösen. Lehrer, Erzieher und Eltern arbeiten jahrelang, mit viel Ausdauer daran, dass den Kleinen ‑durch intensive Gespräche, Geschichten und Übungen- ein moralisch-gutes Gewissen sowie humanistische Werte und Normen mitgegeben werden. Auch die Vorstellung, man könne im Leben alles erreichen und schaffen, wenn man nur wolle und sich anstrenge, wird den Kindern eingeimpft. Häufig jedenfalls.
Die häufigsten Fragen von Eltern an Erzieher und Kinder, wenn sie die Kleinen entweder vom Kindergarten, der Schule oder der Nachmittags-Betreuung abholen, sind:
Erwachsen werden und eine gewisse Reife erlangen, gilt in unserer westlichen Gesellschaft als ein wichtiges und erstrebenswertes Ziel. Erwachsen sein bedeutet in der Regel (euphemistisch ausgedrückt) Verantwortung zu übernehmen, oder konkret: zu lohnarbeiten. Die unbeschwerten Kindheitstage, die voller Spiel, Spaß, Glück und Freude waren, sollen vorbei sein. Es ist keine Zeit mehr für Neugier, Entdeckerfreude, eigenen Ideen und der ureigenen schöpferischen
Wie aus dem hässlichen Entlein ein schöner Schwan wird, wie eine Raupe zum Schmetterling wird, so sind wir erst vollkommene Menschen, wenn wir einen Beruf ausüben. Man ist erst »jemand«, darf erst Anerkennung, Respekt und Achtung erfahren, wenn man lohnarbeiten geht. Man soll gesellschaftliche Anpassung vorweisen können, ein Rädchen im Systemgetriebe sein und eine Funktion aus-füllen, selbst wenn sie einen nicht er-füllen sollte. 