Filmtipp: Station Agent

Als ich letztens mit meinen werten ZG-Kollegen italienisch essen war, kamen wir durch die fabelhafte US-Serie »game of thrones«, auf den kleinwüchsigen Schauspieler Peter Dinklage zu sprechen. In dem Film Station Agent vom Jahre 2003 spielte er die Hauptrolle.

Station Agent handelt von dem kleinwüchsigen Fin, der Eisenbahnen und Züge liebt, introvertiert ist und kein leichtes Leben als Mensch hat, da er nur ca 140 cm groß ist. Als er ein kleines Stationshäuschen direkt an der Eisenbahn erbt, gibt er sein bisheriges Leben auf und will fortan zurückgezogen und einsam dort leben. Doch immer wieder kreuzen der lebensfrohe Joe und die depressive Olivia seinen Weg, die er aber bald zu seinen neuen Freunden zählt.

Staton Agent ist ein ruhiger Charakterfilm im Stile eines »the Wrestler«, der tief berührt und ans Herz geht. Peter Dinklage beweist in diesem Film, was für ein großartiger Schauspieler er ist. Sehenswert!

 

 

Wertlose Schöpfungen

Sibylle Berg greift in ihrer SPON-Kolumne einen Gedanken auf, der mir auch schon seit langem durch den Kopf geht. Intellektuelle, Künstler, Philosophen und Musiker — kurz: schöpferische und kreative Menschen, die nicht marktkonform sind und handeln, werden heute weitestgehend ignoriert oder sogar verachtet. Nur wer seine Kunst, seine Gedanken und seine Weltliebe verwerten und verkaufen kann, wird respektiert. Alle anderen kulturschaffenden Denker, Künstler und Philosophen werden als überflüssiger Ballast gesehen: Spinner, Träumer und Idealisten, die es zu nichts gebracht haben. Intelligenz wird nur geachtet, wenn sie eine Marktintelligenz ist.

Warum ist intellektuell heute ein Schimpfwort? Weil keinen Wert mehr hat, was nicht verkauft. [...] Gesellschaftlich respektiert werden unterdes nur noch Menschen, die es zu was, sprich: zu Geld gebracht haben. [...] Intellektuelle sind heute Verlierer, weil sie kein Geld verdienen. Sie haben keine Label an ihrer Kleidung, sie feiern nicht in St. Moritz, sie sind ohne jede Bedeutung für unsere Gesellschaft, also lächerlich. [..] Was nicht verkauft, hat keinen Wert.

- Sibylle Berg in ihrer SPON-Kolumne vom 31. Mai 2011

Für das deutsche Vaterland!

 

Quelle: www.bundesfreiwilligendienst.de

Ab dem 1. Juli 2011 startet der neue Reichsarbeitsdienst Bundesfreiwilligendienst (BFD). Laut dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) kann man sich für mindestens 6 und maximal 24 Monaten freiwillig verpflichten, im sozialen, ökologischen oder kulturellen Bereich tätig zu werden. Hintergrund ist die Aufhebung der Wehrpflicht und dem damit verbundenen Ausfall von ca. 90.000 Zivildienstleistenden. Nach Wunsch des BMFSFJ sollen zukünftig 35.000 Männer und Frauen den Dienst absolvieren. Der Dienst ist Vollzeit und unterliegt dem Arbeitsschutzgesetz. Bezahlt wird ein Taschengeld bis maximal 330 Euro pro Monat. Es werden alle Leistungen zwischen Freiwilligen und Einsatzstelle vereinbart. ALG 2 Empfänger dürfen maximal 60 Euro vom Taschengeld behalten, können aber zusätzlich eine Versorgungspauschale von 30 Euro sowie Fahrtkosten beantragen. Laut einer Broschüre des BMFSFJ soll der Bundesfreiwilligendienst arbeitsmarktneutral ausgestaltet sein, d.h. die Freiwilligen verrichten unterstützende, zusätzliche Tätigkeiten und ersetzen keine hauptamtlichen Kräfte. Weiterlesen →

Moviefans: Taxi Driver

Roberto schenkt uns seinen Filmartikel über Martin Scorseses Klassiker »Taxi Driver«. Danke schön.

Am Ende ein Blutbad, wie es das Kino der damaligen Jahre, den Jahren des cineastischen Realismus, mit all seinem Schmuddel und Dreck, seinen Blutspritzereien und seinen ästhetischen Tötungsdarstellungen, seit The Wild Bunch liebte. Der Anti-Held des Streifens urplötzlich ein Heroe des Molochs, der sich New York nennt; ein Rächer der Gerechten und gefeierter Ex-Marine und Vietnam-Veteran, der beinahe somnambul durch die geschlossenen Reihen des Abschaums marschierte und diesen von der Welt beförderte...

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Kinder in Deutschland; Teil 13: Kinderfernsehen

»Fernsehen bietet den Kindern Unterhaltung, Abwechslung, Spannung und Abenteuer. Kinder können sich mit einem Tastendruck die Welt, ob Wirklichkeit oder Phantasie, in ihr Zimmer holen und von einem Ereignis zum nächsten springen. Außerdem suchen Kinder häufig Vorbilder, wollen informiert werden oder schauen fern, wenn sie nichts Besseres zu tun wissen.«

- kika.de

»Kinder sollten nicht fernsehen«, sagen so manche Pädagogen, Wissenschaftler und Eltern. Dinge, die verboten sind, entwickeln aber ihren ganz besonderen Reiz. Und spätestens wenn Kinder zu ihren Freunden gehen, werden sie TV schauen oder mit der Konsole spielen. Damit Kinder später nicht regelrecht fernsehgeil werden, ist ein gezielter und geregelter Umgang mit dem Medium Fernsehen, angebracht. Weiterlesen →

ZG-Rückblick: Hexenjagd

Im Jahre 2011 scheinen die Hexenverfolgungen wieder Fahrt aufzunehmen. Ähnlich wie damals, reichen Anschuldigungen meist schon aus, damit der Ruf zerstört wird und um eine juristische Aufarbeitung in Gang zu setzen. Im März 2010 wurde der Journalist Jörg Kachelmann wegen des »Verdachts auf Vergewaltigung« festgenommen. Im November 2010 wurde in Schweden gegen den Wikileaks Mitbegründer Julian Assange ein Haftbefehl wegen »sexueller Vergehen« erlassen, der kurz darauf zum internationalen Haftbefehl von Interpol wurde. Und im Mai 2011 ist der IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn wegen des »Verdachts auf versuchte Vergewaltigung« verhaftet worden.

Werden Vergewaltigungsvorwürfe von politischen Gegnern benutzt, um unliebsame Personen los zu werden? Oder haben sexuelle Übergriffe, von Menschen die in der Öffentlichkeit stehen, zugenommen bzw. werden sie heute einfach besser aufgedeckt als früher? Weiterlesen →

Achtung: Killergemüse!

Nach der Schweinegrippe, BSE, Dioxin, der Vogelgrippe, Gammelfleisch und Sars haben wir nun Ehec. Ich kann auch nicht verstehen, weshalb man diese Gefahren nicht ernst nimmt. Die Chance an Ehec oder einer anderen Lebensmittel-Krankheit zu erkranken und zu sterben ist extrem hoch. Seht selbst: (Quelle: Wiki)

Tote bei Ehec bisher: 7. Am besten sollten alle Deutsche an einen Tropf und nur noch Flüssignahrung zu sich nehmen. Das wäre das Sicherste. Achja:

Üblicherweise beherrscht ein gesunder Körper die Infektion, so dass in vier bis zehn Tagen eine vollständige Remission eintritt.

- aerztezeitung.de vom 25. Mai 2011

Im Übrigen begehen jedes Jahr in Deutschland ca. 10.000 Menschen Selbstmord. Wieso gibt es hier keinen Medien-Aufschrei? BILD-Schlagzeile: »Hilfe, Deutschland stirbt aus! Wieso bringen wir uns um?«.

Rausgemobbt!

Die Gleichstellungsbeauftragte in Goslar, Monika Ebeling, hat einen Fehler begangen: sie hat ihren Job ernst genommen: sie hat sich nicht nur für Frauen, sondern auch für Männer eingesetzt. Das kann natürlich nicht sein. Feministinnen wollten sie loswerden. Nun wurde sie rausgemobbt. Gegen Monika Ebeling wurde gehetzt, sie wurde niedergeschrieben und fertig gemacht. Wie kann es eine Gleichstellungsbeauftrage wagen, sich für Männer einzusetzen? Den Männern geht es, im Vergleich zu Frauen, doch hervorragend in Deutschland: schlechter gestellt im Sorge- und Scheidungsrecht, härtere Strafen vor Gericht, Benachteiligung in der Schule, eine geringere Lebenserwartung, mehr Selbstmorde, mehr Obdachlose und Drogenkranke, kein eigenes Ministerium, keine Männerförderungspolitik, Prostatakrebsforschung liegt Jahrzehnte hinter Brustkrebsforschung zurück usw. Warum also nicht auch mal zur Abwechslung was für Männer machen? Weiterlesen →

Drogen sind geil

Ob am Stammtisch oder im Internet: überall verherrlichen und relativieren Raucher, Trinker und Kiffer ihre Sucht, ihren Drogenkonsum. Argumente wie: es würde das Bewußtsein erweitern, es wäre ein Zeichen persönlicher Freiheit oder es sind eben Genußmittel, die das Leben erträglicher machen, sollen die Abhängigkeit und die negativen Folgen verschleiern und verdrängen helfen. Keine Frage, Drogen sind schon eine verdammt geile Sache, oder?

Idee zum Bild: epikur

Bildbearbeitung/Gestaltung: jtheripper (Danke!)

Das Bild ist in hoher Auflösung auch hier zu finden.

Fotos: (v.l.n.r) Florian Eckerstorfer, mrichel, roel1943, Gus Hertzog, Albaraa Mehdar, Samael Kreutz / flickr.de

Fernsehkritik-TV

Fernsehkritik-TV

Vor einiger Zeit habe ich eine Seite entdeckt, die sich mit dem Medium »Fernsehen« im größeren Stil als wir bei ZG auseinandersetzt: Fernsehkritik-TV. Dieses Portal bringt regelmäßig eine Sendungen heraus, wo das TV-Programm kritisch aufgearbeitet wird. Die Folge 65 hatte es mir besonders angetan, da hier die GameOne-Redaktion im Interview ist. Natürlich liegt dadurch der Fokus der Folge auf Games in den Medien. Für Spieler also durchaus sehenswert.

Es kommen zwei Folgen im Monat heraus. Zusätzlich gibt es auf der Seite u.a. noch einen einfachen Blog und Filmkritiken. Es hat mich auch sehr überrascht, wie wichtig Holger das Feedback seiner Zuschauer nimmt: Ausgewählte Zuschriften werden in einem extra Format ausgiebig beantwortet. Eine Folge hat so im Durschnitt 40–50 Minuten, aber der Vorteil einer Internetsendung ist, dass sie auch schon mal länger werden kann, ohne dass einem die Produzenten gleich den Saft abdrehen (Folge 65 z.B. geht ca. 80 Minuten weil Simon einfach zu viel quatschen musste. Er hat zwar öfters vorgeschlagen, dass sein gebrabbel geschnitten werden kann, aber wozu, wenn es denn interessant ist).