Letzten Donnerstag, am 23. Juni 2011 ist der Schauspieler Peter Falk gestorben. Er wurde 83 Jahre alt. Als Peter Falk in mein Leben trat, kannte ich ihn nur als Inspektor Columbo. Diese Rolle verkörperte er von 1971–2003. Wobei die 13. Staffel einfach nicht mehr den Columbo zeigte, wie man ihn kannte und liebte. Hier wurde versucht die klassische Rolle des Inspektors, in eine neue Zeit zu zwängen. Aber dort gehörte er nun mal nicht hin. Anfang der 70er bis Anfang der 90er Jahre war schon lange genug. Danke, dass der Privatsender RTL zu der Zeit noch auf amerikanische Serien setzte und Columbo immer und immer wieder zeigte, bis ich wirklich alle Teile gesehen hatte. Sorry, wenn es damals jemanden gestört hatte, aber für die x‑te Wiederholung war dann wohl ich schuld. Weiterlesen
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Moviefans: The Nightmare Before Christmas

Wow das ist klasse: Jetzt schenkt uns auch noch antiferengi einen Filmartikel und zwar Tim Burton’s »The Nightmare Before Christmas«. Regie ist allerdings Henry Selick, der auch Coraline gemacht hat (über den hatte ich 2010 kurz geblogt hatte). Aber nun zu TNBC:
Eine Filmkritik, hat man nun schon seit längerem nicht mehr geschrieben. Und wenn, dann doch mehr im Stile einer vielleicht nicht ganz so passenden Unbekümmertheit für z.B. die Seriösität der Zeitgeistlosen. Ob das hier jetzt natürlich besser ist, – ebenso fraglich. Aber man möchte, auch mal im gigantischen Wust der, eher in ihrer Masse nicht so oft behandelten Animationsfilme auf die Perlen darunter verweisen. Und wo das Thema Filmkritik, eine ganz spezielle Problematik bietet, die mal ganz abgesehen von der gerade unpassenden Jahreszeit, für den Film; »Nightmare before Christmas«, aus dem Jahre 1993, nochmals eine ganz eigene Qualität besitzt.
Jetzt bestehen für Menschen, mit mehr visuell und bildhaft ausgeprägten Bevorzugungen, — oft Schwierigkeiten damit, sich Dinge erklären zu lassen, deren Erklärung der Sehende sich selber lieber bildlich, anstatt schriftlich über das Auge gestalten möchte. Dies betrifft die Liebhaber von Animationsfilmen ganz speziell. Es aber nun mal auch ziemlich schwierig macht, Filmkritiken ohne Kritik zu gestalten. Zudem, gibt es noch ein zusätzliches Problem. Wie soll ich Dinge kritisieren, die ich gut finde? Also muss ich mich an dieser Stelle vorab entschuldigen, wenn ich das Ganze hier wohl mehr zu einer kleinen Hommage für einen guten Regisseur gestalte, – um animierend den Film dann lieber für sich selber wirken zu lassen. Außerdem, ist das Ding nun wirklich alt genug, um es nochmals aus einem ganz neuen Blickwinkel heraus zu betrachten und unsereins vom Verdacht unlauterer Werbung dafür zu befreien.
Labergeld
Polit-Talkshows im Fernsehen sind ein Hort von INSM-Mietmäulern, von Dampfplauderern und Selbstdarstellern. Inhalte mit Erkenntnisgewinn jenseits von propagandistischen Einseitig- und Oberflächlichkeiten, sucht man in der Regel vergebens. Ob Maybrit Illner, Maischberger, Anne Will, Kerner, Beckmann oder Hart aber Fair — Diskurstheater und Inszenierung geben sich die Hand.
Umso interessanter ist, wieviel die Sender eigentlich für ihre Talkgäste ausgeben, d.h. wie hoch das Honorar für die Labertaschen ausfällt. Die Frankfurter Rundschau hat im März 2008 eine Honoraranfrage an die Sender verschickt und traf auf ein Meer des Schweigens. Gerüchte, Halbwahrheiten und Lügen wurden verbreitet. Die Sender reden über die Gäste-Honorare ganz und gar nicht gerne, auch die Öffentlich-Rechtlichen nicht. Angeblich bemessen sich die Honorare nach den tatsächlich anfallenden Kosten (Anfahrt, Übernachtung etc.). Das Standard-Honorar bei »Hart aber Fair« beläuft sich auf angebliche 250 Euro und bei »Anne Will« auf 500 Euro. Für Exclusivgäste, wird aber auch mal tief ins Portemonaie gegriffen. So habe, im Zuge der Doping-Affäre, Radprofi Jan Ulrich für seinen Auftritt bei Beckmann eine Aufwandsentschädigung von ca. 15.000 Euro erhalten.
Im Übrigen lagern die Sender die Produktionen der Polit-Talk Formate häufig an externe Firmen aus, an denen meist die Moderatoren beteiligt sind (z.B. Anne Will bei Willmedia). Das Outsourcen der Formate bringt eine schleichende Selbstkommerzialisierung mit sich, womit der Wille der Sender, die Formate selbst zu gestalten auf der Strecke bleibt. Die Privatisierung bringt es mit sich, dass horrende Summen an die Moderatoren gezahlt werden. Das Moderatorenhonorar betrage teilweise 20.000 Euro pro Sendung.
Filmtipp: Station Agent
Als ich letztens mit meinen werten ZG-Kollegen italienisch essen war, kamen wir durch die fabelhafte US-Serie »game of thrones«, auf den kleinwüchsigen Schauspieler Peter Dinklage zu sprechen. In dem Film Station Agent vom Jahre 2003 spielte er die Hauptrolle.
Station Agent handelt von dem kleinwüchsigen Fin, der Eisenbahnen und Züge liebt, introvertiert ist und kein leichtes Leben als Mensch hat, da er nur ca 140 cm groß ist. Als er ein kleines Stationshäuschen direkt an der Eisenbahn erbt, gibt er sein bisheriges Leben auf und will fortan zurückgezogen und einsam dort leben. Doch immer wieder kreuzen der lebensfrohe Joe und die depressive Olivia seinen Weg, die er aber bald zu seinen neuen Freunden zählt.
Staton Agent ist ein ruhiger Charakterfilm im Stile eines »the Wrestler«, der tief berührt und ans Herz geht. Peter Dinklage beweist in diesem Film, was für ein großartiger Schauspieler er ist. Sehenswert!
Moviefans: Taxi Driver
Roberto schenkt uns seinen Filmartikel über Martin Scorseses Klassiker »Taxi Driver«. Danke schön.
Am Ende ein Blutbad, wie es das Kino der damaligen Jahre, den Jahren des cineastischen Realismus, mit all seinem Schmuddel und Dreck, seinen Blutspritzereien und seinen ästhetischen Tötungsdarstellungen, seit The Wild Bunch liebte. Der Anti-Held des Streifens urplötzlich ein Heroe des Molochs, der sich New York nennt; ein Rächer der Gerechten und gefeierter Ex-Marine und Vietnam-Veteran, der beinahe somnambul durch die geschlossenen Reihen des Abschaums marschierte und diesen von der Welt beförderte...
Fernsehkritik-TV
Vor einiger Zeit habe ich eine Seite entdeckt, die sich mit dem Medium »Fernsehen« im größeren Stil als wir bei ZG auseinandersetzt: Fernsehkritik-TV. Dieses Portal bringt regelmäßig eine Sendungen heraus, wo das TV-Programm kritisch aufgearbeitet wird. Die Folge 65 hatte es mir besonders angetan, da hier die GameOne-Redaktion im Interview ist. Natürlich liegt dadurch der Fokus der Folge auf Games in den Medien. Für Spieler also durchaus sehenswert.
Es kommen zwei Folgen im Monat heraus. Zusätzlich gibt es auf der Seite u.a. noch einen einfachen Blog und Filmkritiken. Es hat mich auch sehr überrascht, wie wichtig Holger das Feedback seiner Zuschauer nimmt: Ausgewählte Zuschriften werden in einem extra Format ausgiebig beantwortet. Eine Folge hat so im Durschnitt 40–50 Minuten, aber der Vorteil einer Internetsendung ist, dass sie auch schon mal länger werden kann, ohne dass einem die Produzenten gleich den Saft abdrehen (Folge 65 z.B. geht ca. 80 Minuten weil Simon einfach zu viel quatschen musste. Er hat zwar öfters vorgeschlagen, dass sein gebrabbel geschnitten werden kann, aber wozu, wenn es denn interessant ist).
Filmfreunde aufgepasst!
Wer mal wieder genug hat von Politik, Gesellschaftskritik und das ewige Lamentieren über ungerechte Zustände, der kann sich zur Abwechslung ja mal einen guten Film anschauen. Und damit ihr im Meer der Möglichkeiten nicht allein gelassen werdet, haben wir einige Empfehlungen für euch. Unsere Moviefans Rubrik hat zudem die meisten Gastautoren. Moussa, Sephi, Risingson, Roberto J. de Lapuente und alle Redaktionsmitglieder geben sich die Ehre. Schaut doch einfach mal bei den Moviefans vorbei.
Von der Notwendigkeit der Faulheit
Roberto J. De Lapuente (ad sinistram) lag nun wieder monatelang auf der faulen Haut. Seine Bequemlichkeit zur Tugend erhoben, hat er uns ein neues Buch mit dem Titel »Auf die faule Haut« beschert. Ich muss gestehen, dass ich sein Erstling »unzugehörig« als einen Tick spannender, runder und geschliffener empfunden habe. Dennoch ist sein zweites Werk durchaus empfehlens- und lesenswert. Eine durchweg verspielte Sprache, viele kritische Analysen sowie eine Auseinandersetzung mit vielen dunklen Flecken unserer Zeit, verspricht und hält Robertos zweites Werk. Weiterlesen
Nicht vergessen... abschalten: Germanys Next Topmodel
So jetzt noch mal richtig. Ich hatte schon 2009 auf die »Kotzmodels« hingewiesen und jetzt formuliere ich das noch mal aus. Ich hatte eine Bericht gesehen, der das neue Buch von Natasha Walter vorstellte: »Living Dolls«. Worum geht es da? Weiterlesen
Filmtipp: 72 Stunden — the next three days
Für mich gibt es immer weniger Filme, die ich als spannend, mitreißend oder »gut« befinden würde. Viele Charaktere handeln mir zu unglaubwürdig, sind zu glatt, zu stark, zu perfekt. Seit einiger Zeit gibt es jedoch einen Trend in der Filmbranche, die Hauptrollen menschlicher, also durchaus mit Schwächen zu versehen: »the Wrestler« oder »the big Lebowski« sind zwei solcher Filme. Die Serie »breaking bad« ebenso. Der Kinofilm »72 Stunden« mit Russel Crowe in der Hauptrolle wagt diesen Schritt zwar nicht ganz, ist dafür aber glaubwürdig und spannend inszeniert. Weiterlesen

