zufällig, unfreiwillig, gewollt?

Folgende Schlagzeile mit entsprechendem Bild war in der »Welt Kompakt« auf Seite 22 am Dienstag, den 14. September zu sehen: (click to enlarge)

Weiter unten im Artikel steht dann:

Wer mit einem Paket unter dem Arm an der Tür klingelt, sollte als Firmenmitarbeiter erkennbar, freundlich und Kompetent sein.

Versteckter Rassismus oder überempfindlicher epikur?

Fernsehverblödung

Am 9. September 2010 hat SpiegelOnline den Medienkritiker Oliver Kalkofe interviewt. Kalkofe weist auf einen wichtigen Punkt in der Fernsehlandschaft hin:

Ich mutmaße, dass Sender selbst die besten Ideen ausschlagen, weil sie anderes günstiger produzieren können.

In Kalkofes Mattscheibe parodiert Kalkofe schon seit längerem das Fernsehen. Ein großer Klassiker ist die Satire von Fips Asmussen:

»Danke, Herr Merz!«

Friedrich Merz verlor vor ein paar Jahren sein Notebook. Er bedankte sich bei dem obdachlosen Finder mit seinem neuen Taschenbuch

- Gastbeitrag von Jutta H.-

»Wir haben da einfach mal so rumgetippt. Da kamen dann Namen und Nummern von Edmund Stoiber, Gerhard Schröder, Angela Merkel und so«. Enrico, 42, hat 2004, vielleicht war es auch 2005, am Ostbahnhof am Taxistand das Notebook, »so ein kleines war das«, von Friedrich Merz gefunden. Friedrich Merz war von 2002 bis 2004 stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Weiterlesen

Schönheitswahn

Jeder soll und muss sich Schönheit in Form von Kosmetik, Mode oder sogar Schönheits-Op›s kaufen. Denn nur wer schön und jung aussieht, ist ein gesellschaftlich anerkannter und begehrenswerter Mensch. Ziel ist es, neben den Milliardenprofiten der Schönheitsindustrie, dass am Ende alle Menschen gleich aussehen. Für Individualität ist kein Platz. Wir wollen schließlich überall Models haben und keine Freaks, oder? Weiterlesen

Kurts Vermächtnis

Kurt alias Roger Beathacker hat den beeindruckenden Blog »nebenbei bemerkt« geführt. Der gute Kurt ist leider viel zu früh verstorben. Sein Blog ist noch online und es finden sich dort zum Glück noch immer hunderte lesenswerte Artikel. Um sein Andenken ein wenig zu ehren und um dem Blog-Phänomen der gnadenlosen Aktualität zu begegnen, werde ich heute auf  ältere Beiträge von ihm hinweisen. Weiterlesen

Keine Menschenrechte für Vergewaltiger?

Im Zapp-Beitrag vom 4. August, wird die Medienhetze auf den entlassenen Vergewaltiger Hans-Peter W. thematisiert. Zapp beschreibt, wie eine beispiellose Medienhetze vonstatten geht. Sicherlich, er ist ein Verbrecher. Und er hat seine Zeit im Gefängnis abgesessen. 30 jahre lang. Was hier jedoch passiert, ist eine Hexen- und Treibjagd der übelsten Sorte. Im Beitrag sagt eine Passantin des protestierenden Mobs wörtlich: »Vergewaltiger sollten keine Menschenrechte haben«. Im gleichen Moment schreit einer von hinten: »das sind doch keine Menschen!«. Da wären wir dann auch wieder bei der Todesstrafe für Kinderschänder.

Die innere Diktatur

Die Diktatur wird oft als drohendes Mahnmal am Horizont beschworen. Ob Datenkraken, Monopolisten, Überwachungs- oder Sicherheitswahn: die Diktatur ist das dunkle Firmament am Sternenhimmel. Viele Blogger-Kollegen schreiben intelligente Beiträge, indem sie auf eine mögliche diktatorische Zukunft hinweisen, sollte es in vielen politischen und wirtschaftlichen Bereichen keine anderen Weichenstellungen geben. Was ich mich immer wieder frage: wie ist es  eigentlich mit der demokratischen Gesinnung der Mahner selbst bestellt? Weiterlesen

Stimmungsmache gegen Väter

»Vater ist doch gleich Vater. Aber genau hier liegt ein Knackpunkt: Vater ist eben nicht immer gleich Vater. [...] Es gibt aber auch Väter, die allein aus einem Machtinstinkt heraus auf das gemeinsame Sorgerecht pochen. [...] Doch so anmaßend es klingt: Die Mehrheit der Väter muss erst noch beweisen, dass sie in der Realität mit dem neuen Recht etwas Sinnvolles anfangen kann.«

- Kommentar von Simone Schmollack in der TAZ vom 3. August 2010

Anmerkung: Die TAZ beweist, dass sie immer noch ihre alten feministischen und männerhassenden Vorstellungen pflegt. Väter sind an sich erstmal »böse« und verantwortungslos, so wie Frauen an sich erstmal »gut« und verantwortungsbewusst sind. Wenn Mütter das Sorgerecht nicht teilen wollen, machen sie das natürlich nur dem Kind zuliebe (Frau Schmollack schreibt hier von der »weiblichen Verantwortungskultur«). Wenn Väter  einen Anspruch auf das gemeinsame (!) Sorgerecht erheben, geschieht das ‑nach Frau Schmollack- nur aus einem Machtanspruch der Väter heraus.

Filmtip: Gomorrha

Der italienische Mafia-Film »Gomorrha« aus dem Jahr 2008, zeichnet ein authentisches Bild der neapolitanischen Mafiaorganisation, genannt Camorra. Rund 4.000 Morde hat die Camorra in den letzten 30 Jahren verübt. Der Film ist an den Bestseller von Roberto Savianos »Gomorrha« angelehnt. In schonungsloser Härte und Brutalität zeigt der Film fünf verschiedene Schicksale auf, die unmittelbar mit der Camorra zu tun haben. Ein eindrucksvoller Film, der seine Spuren hinterlässt. Weiterlesen

Was ist PR?

Öffentlichkeitsarbeit/ Public Relations ist Auftragskommunikation. In der pluralistischen Gesellschaft akzeptiert sie Interessengegensätze. Sie vertritt die Interessen ihrer Auftraggeber im Dialog informativ und wahrheitsgemäß, offen und kompetent. Sie soll Öffentlichkeit herstellen, die Urteilsfähigkeit von Dialoggruppen schärfen, Vertrauen aufbauen und stärken und faire Konfliktkommunikation sichern. Sie vermittelt beiderseits Einsicht und bewirkt Verhaltenskorrekturen. Sie dient damit dem demokratischen Kräftespiel.

- Definiton nach dem Deutschen Public Relations Verband

Anmerkung: Faire Konfliktkommunikation? Sie dient dem demokratischen Kräftespiel? Nicht eher  den Profitinteressen von großen Unternehmen? Und was ist mit »Verhaltenskorrekturen« gemeint? PR vermittelt Einsicht? Einsicht für was?