Das Narrenschiff

narrenschiffEr ist für mich bereits der zweite Blogger (nach Roger Beathacker aka Kurt von „nebenbei bemerkt“), den ich regelmäßig lesen und schätzen gelernt habe und der nun verstorben ist. Ja, der gute Charlie vom „Narrenschiff“ war nicht der größte Diplomat. Auch ich hatte einige Reibungspunkte mit ihm, aber hat die nicht jeder in seiner Familie? Das eher lose linkspolitische Blogger-Netzwerk definiert sich viel zu oft durch seine Unterschiede anstatt durch seine Gemeinsamkeiten. Ich fand das schon immer schade. Es scheint fast so, als müsse man sich unbedingt von den Anderen abgrenzen, um seine Individualität zu bewahren. Dabei schreibt und redet man die ganze Zeit von Solidarität, Empathie und Mitmenschlichkeit, schafft es aber selten, genau die im Blog-Netzwerk überhaupt einmal vor-zu-leben. In diesem Sinne: mir wird der gute Charlie fehlen, denn es gab viele Beiträge von ihm, die mich inspiriert haben.


>> „Einer weniger“
>> „Schüß Charlie!“
>>  „Ein paar Worte“

3 Gedanken zu “Das Narrenschiff

  1. Sind die Unterschiede im losen linken blogger-netzwerk nicht eher genau so, wie sie einer normalen Vielfalt von menschlichen selbstbewussten Individuen sein sollten? Welche sich nicht von einem Mainstream, einer konformen Fahne, einer Gleichschaltung unter dem Wunschhut der Gestaltung anderer, – aber dem Willen zum Streit ohne Feindschaft für einen besseren Weg für alle finden? Ist es nicht eher das Zusammenraufen, was näher an der Realität liegt, – als das Blasen von Posaunen? Deshalb mag ich Menschen wie Charlie, oder den Altautonomen, so sehr man sicher oft anderer Ansichten ist. Sie sind für mich authentisch, – nicht biegsam. Damit kann man sich wenigstens streiten und wenn denn mal die Fetzen fliegen, – ist das auch in Ordnung. Links kann streiten, das macht es aus. Ansonsten wirklich ein schöner Nachruf.

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