Big Pharma

»Doch die Pharmaindustrie interessiert sich nicht dafür, wie Betroffene ihre Freiheit wiedergewinnen, denn dann würden sie sich ja ihrem Zugriff entziehen. Sie hat vielmehr ein Interesse daran, dass es noch mehr Krankheiten gibt. [...] ADHS sei ein „Parade­beispiel für eine fabrizierte Erkrankung“, und dass die genetische Veranlagung für hyperaktives Verhalten vollkommen überschätzt werde.«

- Gérard Pommier. Le Monde Diplomatique. Ausgabe April 2018. S. 23

Anmerkung: Wie jetzt? Das klingt ja alles wie eine große Verschwörungstheorie! Ich dachte immer, die Pharmaindustrie will uns in erster Linie helfen und heilen? Und jetzt muss ich lesen, dass es ihr primär um den Profit geht? Das kann nicht sein. Weil es nicht sein darf. :nene:

19 Gedanken zu “Big Pharma

  1. Als Ossi weiß man sowas.
    Ich habe nie einen ADHS-Schüler getroffen oder bemerkt. Auch keine
    Contagan-Kinder. Und Pollen-Allergien — nie davon gehört in der Schule.

    Natürlich sind die meisten Krankheiten durch die Profitgeier der Pharmaindustrie entstanden.

  2. Warum ist Cannabis wohl illegal?
    Weil die Pharmaindustrie bei der Legalisierung große Gewinneinbußen hätte. Dass die Prohibition gescheitert ist, ist ja mittlerweile eine Binse.

  3. Hallo Epikur!

    »Das klingt ja alles nach einer Verschwörungstheorie.«

    Danach soll es wohl aussehen Für mich ist das allerdings auch ziemlich schwierig Unternehmen der »Big Pharma«, die nach kapitalistischen Prinzipien handeln vorzuwerfen, dass sie sich darum kümmern, dass ihr Markt beständig wächst, ihre Klientel nicht nur erhalten bleibt sondern sich beständig erweitert, also das Prinzip der Profitmaximierung sich auch hier unerbittlich durchsetzt.

    Wer mir folgen mag, dann ist das unter den Bedingungen der Warenproduktion doch kein verwerfliches Prinzip, sondern nur die logische Folge aus dieser..

    Und damit komme ich wahrscheinlich an einen Punkt wo jeder Bürger aufschreien wird: Aber wenn es doch um die Gesundheit geht?
    Ich höre hier mal auf und verlinke etwas, was ich bereits beim Klaus Baum verlinkt habe:

    «Gesunde Menschen sind schlecht für Pharmafirmen»
    Eigentlich nicht für die Öffentlichkeit gedacht: Ein Memo des Investmentkonzerns Goldman Sachs an die Adresse von ausgewählten Kunden innerhalb der Pharmabranche. Doch der Wirtschafts- und Finanzsender CNBC machte Teile davon am 11. April öffentlich.
    https://www.infosperber.ch/Artikel/Gesundheit/Goldman-Sachs-

    P.S. Mit solchen Themen macht man sich selbst unter sog. Linken mehr Feinde als Freunde

  4. @frühautarker Es ist ja nicht so, als gäbe es da hier nicht auch. Eine gute Zuverdienstmöglichkeit ist es wohl auch. Hartz IV das 5. Mal sanktioniert — finde mal jemand, der Dir noch was gibt. Evtl. gibt es sogar eine Ablebeklausel, so das enge Verwandte nicht Deine Beerdigungskosten von gut 7 k € berappen müssen. Das gilt vor allem auch für Leute, die bereits krank, bzw chronisch krank sind (z. B. Fettleber, Asthma, COPD, div. Diabetesformen, etc.). Klar, das schließt jetzt auch Säufer und Raucher ein, so’n Ärger, aber irgendwas ist ja immer.

    »Mit Ihrer Studienteilnahme unterstützen Sie die medizinische Forschung bei der Entwicklung neuer Medikamente. Sie helfen mit, die Therapie hinsichtlich Wirksamkeit, Verträglichkeit und Dosierung zu optimieren. Während der Studie werden Sie kostenlos umfassend medizinisch betreut, inklusive Labordiagnostik, und Sie erhalten entsprechend des zeitlichen Aufwands eine angemessene finanzielle Entschädigung.«

  5. Eike: Hab 1998 an einer Phase-3-Studie über ein Jahr lang teilgenommen. Teure Medikamente wurde erprobt. Als Belohnung wurde die Heilung von einer chronischen, im weiteren Verlauf tödlichen Krankheit in Aussicht gestellt.

    Gruss vom »jungabhängigen«.

  6. Bislang habe ich das noch nicht selbst »genießen« dürfen, aber ich durfte da anhand eines Nachbarn lernen. Die Krönung war allerdings, dass er es irgendwie geschafft hat, in die Körperwelten zu kommen und so die Ablebekosten umschiffen konnte. Es ist aber auch die Frage, ob man lieber im Heim an seiner eigenen Scheiße erstickt.

  7. @altautonomer

    »Wachstumsförderung von Babys«. Soso. Ich habe ja schon vor Jahren gesagt, eine Wachstumspille wäre der Durchbruch. Kinder sind uns in Deutschland doch nach wie vor zum großen Teil nur lästig. Gleich Erwachsene produzieren auf die Welt bringen. Die kann man sofort bestmöglich industriell verwerten.

  8. Ich würd‹ eher sagen, Kinder dienen der Kompensation. Unerfüllte Träume, Wünsche und Ziele werden in die Kinder projeziert, das Erreichen derselben von den Winzlingen gefordert und gefördert.

  9. Das trifft nur auf den verbliebenen, oberen Mittelstand zu, wie er noch häufig auf dem Land anzutreffen ist oder auf Hellikoptereltern. Beides sind aber Minderheiten mit Schwundzuwachs.

  10. @Eike @Musil

    Beides trifft zu. Kompensation. Selbstbestätigung. Sich Liebe abholen. Rückzug in den Biedermeier-Familien-Bunker. Weltverleugnung.

    Kinder sind darüber hinaus ‑bis zu einem gewissen Alter und je nach Art der Erziehung- einer der wenigen »Quellen« echter Authentizität und Lebensfreude.

  11. Naja...ein geheilter Patient ist eben ein verlorener Kunde.

    Wer BRAUCHT denn nur Heilung?Ein Kranker...Das ist einfach so und das ist doch total logisch.Was soll man mit gesunden Menschen,wenn man sein Geld mit kranken Menschen verdient?Daa ist doch ganz leicht nachzuvollziehen.
    Was hat das mit Verschwörungstheorien zu tun,wenn man sagt,dass es der Pharmaindustrie und generell dem gesamten »Gesundheits«-Wesen nicht wirklich um die Patienten geht?
    Deswegen versteh ich auch diese Argumentation von manchen Menschen nicht...

  12. Ganz extrem habe ich übrigens dieses »Fabrizieren von Erkrankungen« auch bei meiner Tochter erlebt.
    Ihr wurden auch ständig von sogenannten »Experten« alle möglichen psychischen Störungen angedichtet.Dann wurde auch noch so getan,als wäre das alles meine »Schuld« und dass es für meine Tochter ja gar keine Hoffnung auf Besserung geben würde...
    Dabei war sie einfach nur manchmal unsicher und hat sich nicht so viel zugetraut.Wo ist das Problem?Das ist bei kleinen Kindern doch ganz normal...Außerdem haben auch Erwachsene Ängste!
    Diese »Experten« haben diese Unsicherheit also zu einer schlimmen Sünde mit ewiger Verdammnis aufgebauscht und dann auch noch wirklich geglaubt,das Problem läge tatsächlich bei meiner Tochter :mrgreen: Das muss man sich mal reinziehen...
    Und das Schlimme ist,dass sowas nicht wirklich selten ist...Leider kann man ja vorher nie wissen,bei wem man so landet.Aber zumindest hatte ich jede Menge zu lachen!

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