ZG‐Rückblick: Dark Souls II

ZG-Rückblick

Was kümmern uns Skandale wie Primark oder die Fußball‐WM, wenn From Software den nächsten Dark Souls Teil veröffentlicht. Für die Konsolen ist das Spiel schon seit März erhältlich, für den PC seit April. Deswegen ist todesglupsch auch schon so ziemlich durch mit dem Spiel (wenn das überhaupt geht), ich stecke mitten drin und epikur hat noch keinen Teil der Serie mit einer Kneifzange angefasst. Können wir ihm und euch den dritten Teil der »Souls‐Serie« schmackhaft machen?

jtheripper
Der erste Teil Demon Souls wurde erst nur in Japan veröffentlicht, da es für den westlichen Markt zu schwer und Spieler‐unfreundlich war. Diese alte Tugend von Videospielen kam aber so gut an, dass es doch zu uns kam und durch eine Petition Dark Souls 1 es auch noch auf den PC schaffte. Mit dem Nachfolger hat sich das Spiel aber doch etwas vereinfacht und zugänglicher gemacht. Zwar nur in den Details, aber für absolute Hardcore‐Fans natürlich eine Katastrophe. Nach den ganzen Qualen in Demon Souls bin ich über die Änderungen recht froh und somit ist Dark Souls 2 eigentlich der richtige Titel, wenn man sich noch nicht getraut hat. Aber nicht falsch verstehen: Auch in Dark Souls 2 wird häufig gestorben, denn das ist eine grundlegendes Prinzip im Spiel.

todesglupsch
Trotz einiger Unkenrufe, unterscheidet sich Dark Souls 2 nicht bedeutend von den Vorgängern. Das ist an sich eine gute Sache, da die Vorgänger spielerisch einige Alleinstellungsmerkmale aufweisen. Der viel beschworene Schwierigkeitsgrad zum Beispiel. Allerdings ist der ein wenig zum Marketingselbstläufer geworden, denn so wie der Schwierigkeitsgrad gerne dargestellt wird ist er dann auch wieder nicht, es ist vielmehr so, dass man nicht nur einfach Zeit sondern auch tatsächliche Aufmerksamkeit investieren muss. Der Erfolg ist einfach kein Automatismus wie in modernen AAA‐Titeln üblich. Deshalb spricht das Spiel Coregamer und Nerds an, denn es gibt spielmechanisch wohl mehr zu entdecken als in praktisch jedem anderen Spiel. Andererseits ist die eher graduelle Veränderung für Veteranen der Serie etwas zweischneidig. Denn einerseits geht sie doch tendeziell in Richtung Massenkompatibilität, andererseits fühlt man sich doch dabei ertappt nicht mehr wie in den Vorgägngern alles ausprobieren zu müssen, es gibt doch erste Verschleißerscheinungen.
Trotz allem bleibt Dark Souls 2 gegenwärtig konkurrenzlos und ist für jeden der die Vorgänger gerne gespielt hat eine Empfehlung zumal das Preis/Leistungsverhältnis praktisch unschlagbar ist.

epikur
Tja, da muss ich Dir leider widersprechen, verehrter Ripper! ;) Ich habe Dark Souls 1 auf dem PC mit einem Gamepad angespielt. Da ich aber überhaupt kein Konsolero bin (meine letzte Konsole war ein Atari 2600) und meine Gamepad‐Fähigkeiten bzw. meine Reaktionsgeschwindigkeit doch sehr mangelhaft sind, bin ich zentimeterweise nach vorne gestorben. Denn das ist bei Dark Souls wirklich zwingend erforderlich: eine hundertprozentige Beherrschung der Steuerung. Ohne die kann man es gleich sein lassen. Insofern werde ich wohl erst einmal andere Gamepad‐Konsolentitel auf dem PC spielen müssen. Und dann wäre da noch das Problem mit der Zeit. Denn für die Dark Souls‐Reihe sollte man davon reichlich mitbringen.

2 Gedanken zu “ZG‐Rückblick: Dark Souls II

  1. Na Zeit ist nicht das Problem, epikur. Du möchtest deine Freizeit aber halt in andere Dinge investieren.

    Dark Souls spielt sich auch sehr gut, wenn man nicht so viel Zeit am Stück hat und oft ist es besser, wenn man zigmal beim Boss gestorben ist und man ihn am nächsten Tag beim ersten Versuch schafft.

  2. @jtheripper

    Richtig, ich schreibe dann vorerst lieber Blog‐Artikel als tausend Tode zu sterben ;)

    Mir fehlt bei Dark Souls ein wenig die Pause Taste, fällt mir gerade auf. Man muss immer erst ins Menü gehen und dann das Spiel verlassen.

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