Ökonomische Vampirmentalität

Praktiker‐Pleite entlastet die Baumarkt‐Branche. Für Albrecht Hornbach, Chef der drittgrößten Baumarktkette in Deutschland, haben die Pleiten von Praktiker und Max Bahr auch ihre guten Seiten. »Das hat Druck aus dem Markt genommen«, sagt Hornbach.

- dpa‐Meldung vom 3. Juli 2014

Anmerkung: Solidarität ist das Gegenteil von Wettbewerb und »freier Marktwirtschaft«. Des einen Leid, ist des anderen Freud. Viele Firmen feixen vor Vergnügen, wenn Konkurennten insolvent gehen. Dass dabei auch Menschen ihren Job verlieren, womöglich nie wieder eine andere Erwerbsarbeit finden (besonders wenn man über 50 Jahre alt ist), interessiert hierbei nicht. Im neoliberalen Zynismus sind die Menschen nur die Verfügungsmasse für die Raubvermögen der Konzerne.

2 Gedanken zu “Ökonomische Vampirmentalität

  1. Es besteht kein Grundrecht auf Wachstum und Beschäftigung und ein Naturgesetz ist es eben auch nicht!
    Was also tun?
    Vllt. sollten wir Herrn Hornbach bitten, anstandshalber auch pleite zu gehen!? Über kurz oder lang wird er das sowieso tun, er weiß es nur noch nicht.
    Nur mal so als Gedankenspiel:
    Evtl. ist es ja so, dass nicht nur die Arbeitsplätze immer weniger werden, sondern dass gleichzeitig die Arbeitssuchenden immer mehr werden?
    Was können wir also tun, um das Gleichgewicht wieder herzustellen?

  2. Nicht Solidarität sondern Kooperation ist das erfolgreichste Wirtschaftsprinzip der Natur. Wenn wir nur die vielen Symbiosen — eine andere Bezeichnung für Kooperationen — in der Natur betrachten, dann ist das Wettbewerbsprinzip eigentlich zum Aussterben verdammt.
    Es gibt üblicherweise drei Arten, auf einen Konflikt zu reagieren:
    a) Kampf
    b) Weglaufen
    c) Totstellen
    und in meiner Zeit als Ausbilder habe ich immer noch
    d) Kooperation
    dazugenommen.
    Beispiel: Nehmen wir einmal den Konflikt zweier Parteien um eine Zitrone zum Backen an. Jede Partei will diese unbedingt haben. Bei den ersten drei Konfliktlösungsstrategien verliert immer ein Partei. Erst bei der vierten kann es eine WinWin‐Situation geben. Die vierte Lösung wäre beispielsweise, daß eine Partei die Schale benötigt, während die andere nur den Saft braucht. Durch Kooperation bekommen beide, was sie brauchen und zwar ohne, daß eine Partei einen Verlust macht.

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