- Zu ausländisch. Ein nicht-deutscher Nachname, ein Akzent und/oder ein arabisch-asiatisch-afrikanisches Aussehen.
- Zu dick und/oder zu stark übergewichtig bzw. zu vermeintlich unattraktiv.
- Zu selbstbewusst, zu intelligent und/oder zu hochqualifiziert (und damit zu anspruchsvoll, was die Gehaltsvorstellungen angeht)
- Zu schwanger, zu sehr Mutter mit Kind oder mit Kinderwunsch.
- Zu ehrlich und zu anständig.
- Zu links und/oder zu kritisch.
- Zu krank und/oder zu alt.
- Zu wenig »Vitamin B«.
Letztendlich sind das natürlich nur haltlose Behauptungen und Übertreibungen von mir. In Deutschland herrscht ein Diskriminierungsverbot. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), oder auch Antidiskriminierungsgesetz genannt, schützt effektiv vor Benachteiligungen im Arbeitsmarkt. Die wahren Gründe, warum viele Millionen Menschen in Deutschland keine Arbeit finden, sind Faulheit, Dummheit und Anpassungsverweigerung. Und die Behauptung von einer strukturell fest verankerten Massenerwerbslosigkeit, die politisch und wirtschaftlich gewollt ist, entspringt nur den fixen Ideen von linken Spinnern, die ihren Arsch nicht hoch kriegen und immer nur nörgeln wollen.
Wer einer Lohnarbeit nachgehe, verdiene sein eigenes Geld, sei nicht mehr vom Staat abhängig, sorge für sich selbst und seine Familie, verwirkliche sich selbst und nehme aktiv an der Gesellschaft teil. So lautet eine der üblichen, allgemein gültigen und selten in Frage gestellten Dogmen der westlichen Industriegesellschaften. Manche Menschen sind gar »selbstständig« oder gründen eine »Existenz«. Wer als ein vollwertiges Mitglied in der Gesellschaft anerkannt, ja als Mensch respektiert und nicht zu den
Wie Bundeskanzlerin Angela Merkel auf einer Pressekonferenz gestern mitteilte, ist die Massenerwebslosigkeit in Deutschland überstanden: »Jeder, der arbeiten will, findet nun auch eine Arbeit«, so Merkel. Mit einer groß angelegten Joboffensive im öffentlichen Sektor, einer Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich sowie einer Entkoppelung der Sozialabgaben vom Faktor Arbeit, ist es der Bundesregierung gelungen, innerhalb von nur 5 Jahren die Massenerwerbslosigkeit von statistisch schöngerechneten 3 Millionen (also ca. 6 Millionen) Arbeitslosen, auf sagenhafte ca. 100.000 Arbeitslose zu reduzieren. Während die Mehrzahl der Bürger die Entwicklung begrüßt, sind die Reaktionen aus der Wirtschaft eher verhalten.
Arbeit ist für viele das Tor in die Gesellschaft. Sie strukturiert den Tag und vermeidet, dass sie in Krankheiten und Süchte abgleiten.
Wie aus dem hässlichen Entlein ein schöner Schwan wird, wie eine Raupe zum Schmetterling wird, so sind wir erst vollkommene Menschen, wenn wir einen Beruf ausüben. Man ist erst »jemand«, darf erst Anerkennung, Respekt und Achtung erfahren, wenn man lohnarbeiten geht. Man soll gesellschaftliche Anpassung vorweisen können, ein Rädchen im Systemgetriebe sein und eine Funktion aus-füllen, selbst wenn sie einen nicht er-füllen sollte.