Verschwörungstheoretisieren

RT Deutsch vom 16.12.2017

RT Deutsch vom 16.12.2017

Verschwörungstheorie. Verschwörungstheoretiker. Mit diesen Begriffen kann man heute jede Theorie und jeden Autor nicht nur diskriminieren, sondern auch seine Glaubwürdigkeit untergraben. Der Aufstieg der »Conspiracy Theories« begann mit dem Mord an John F. Kennedy, als die CIA dieses Schlagwort erfand, um jede alternative Erklärungsmöglichkeit im Vorfeld zu diffamieren. Heute hat er vor allem wieder Konjunktur, weil es kaum noch jemanden gibt, der an die öffentliche Version vom 11. September 2001 glaubt. Und das darf nicht sein, da die gesamten geopolitischen Interessen der US-Regierung ‑bis zum heutigen Tag- auf das Narrativ des war on terror aufbauen.

Und genau darum geht es: alles was jenseits öffentlicher Verlautbarungen von Politik, Wissenschaft und Wirtschaft ist und jeder, der sich nicht in die öffentlichen Strukturen und Narrativen einfindet, gilt als Unperson. Und alles was er/sie dann sagt, sei Blödsinn. Wie aber, kann man sich beispielsweise die sieben toten NSU-Zeugen, den Bau von Stuttgart 21 oder die ständige Verschiebung des BER-Flughafens erklären, ohne zu verschwörungstheoretisieren? Offensichtlicher geht es doch kaum noch, dass hier korrupte, mafiöse und/oder geheimdienstliche Machenschaften am Werk sind.

Übrigens zeigt Spiegel Online (mal wieder) perfekt wie Framing funktioniert: man nehme einen echten Spinner und belege ihn mit der Verschwörungstheorie-Vokabel. Das nächste mal, wenn nun jemand die NATO-Propaganda, die NSA- Massenüberwachung, Nine Eleven oder die US-Kriege kritisiert, wird das VT-Schlagwort gezückt und man wird mit »die-Erde-ist-eine-Scheibe-Spinnern« in einen Topf geworfen. Mission erfolgreich!

Antisemitismus

antisemit_titelDieser Beitrag wird die Blogger-Gemeinde spalten und polarisieren. Man wird mir einzelne Begriffe, Sätze und Formulierungen entgegenschleudern. Einen Subtext, versteckte Symbole und Zeichen sehen wollen. Mich (womöglich) als einen verkappten Nazi oder als Querfrontler bezeichnen. Denn kaum ein Thema ist mit so einem gedanklichen und mentalen Sperrgebietsetikett innerhalb der Linken gebrandmarkt, wie die Antisemitismus-Vokabel. Wer sich damit beschäftigt, sticht in ein Wespennest. Ähnlich wie Populismus, Verschwörungstheorie und Fake News, nur deutlich mächtiger, ist der Antisemitismus-Begriff heute ein politischer Kampfbegriff. Ein Herrschaftsinstrument, um unliebsam gewordene Personen sozial, gesellschaftlich, medial und kulturell zu vernichten. Diese Methode der sozial-medialen Lynchjustiz, ist in Deutschland mittlerweile eine fest verankerte, öffentliche Inquisitionsform. Weiterlesen

Der pädagogische Happen (20)

_happen_Tochter: »Du Mama? Darf ich heute alleine vom Hort Nachhause gehen?«

Mutter: »Ich hole Dich doch um 16 Uhr heute ab!«

Tochter: »Ja, aber warum darf ich nicht einfach um vier Uhr vom Hort los gehen und wir treffen uns dann Zuhause?«

Mutter: »Nein, Claire. Ich möchte das noch nicht. Dafür bist Du noch zu jung! Vielleicht in Zwei Jahren oder so!«

Tochter: »Aber ich bin doch schon 10 Jahre alt!«


» »Der pädagogische Happen«
» »Elternängste«

Das Leid der Anderen

Quelle: pixabay. Bearbeitet von epikur

Quelle: pixabay. Bearbeitet von epikur

»Boah, ehrlich! Was interessiert mich das Leid der Anderen? Ich habe selbst genug um die Ohren! Auch mir geht es nicht immer gut. Und das interessiert auch keinen! Echt mal. Meine letzte Gehaltserhöhung ist auch schon wieder ewig her. Aber gleichzeitig wird alles immer teurer. Und dann kommen da so Obdachlose, die nur keinen Bock haben zu arbeiten oder die Zigeuner-Bettel-Mafia und wollen meine Kohle? Die Flüchtlinge wollen auch nur unser schönes Hartz 4 haben! Aber dann unsere deutschen Frauen an Silvester begrapschen! Was wollen die eigentlich alle? Uns geht es doch gut!«


» »Angela Merkel: Den Menschen in Deutschland ging es noch nie so gut«

Neusprech: Resilienz

ZG-Artikel: Neusprech HeuteAls Resilienz (lateinisch resilire »zurückspringen«, »abprallen«) bezeichnet man die ressourcenabhängige und individuell unterschiedliche Fähigkeit, krisenhafte Lebensumstände ohne gesundheitliche Einbußen physischer oder psychischer Art zu bewältigen (persönliche Widerstandskraft). Resilienz ist kein Zustand, sondern ein stetiger Prozess. Das Gegenteil von Resilienz ist Verwundbarkeit. Faktoren, die Resilienz beeinflussen sind:

  • Umweltfaktoren (Familie oder Gemeinschaft, schulische Umgebung)
  • Personale Faktoren (Intelligenz, Deutungs- und Sinngebungs-Modelle der Realität, Religiosität)
  • Emotionale Faktoren (Emotionskontrolle, Selbstwirksamkeitserwartung, Beziehungsfähigkeit, Frustrationstoleranz)
  • Prozessfaktoren (Wahrnehmung, Perspektiven, Konzentrationsfähigkeit, persönliche Strategien)
  • Lebenseinstellung (selbstbestimmt/keine Opferhaltung, Lösungsorientierung, Vertrauen in die Selbstwirksamkeit, Optimismus)

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Todesschwadronen

blickpunkt-lateinamerika.de

blickpunkt-lateinamerika.de

Diese Bezeichnung wird für paramilitärische, meist rechtsgerichtete Milizen, Ex-Polizisten, Auftragsmörder, Sicherheitsbeamte, Militär- und/oder Geheimdienstangehörige verwendet, die im Auftrag des Staates (oder eines Konzerns) bzw. zumindest mit dessen Duldung, Oppositionelle ermorden und verschwinden lassen. Offiziell sind sie illegal, auch wenn sie in Militärdiktaturen meist essentieller Bestandteil des Staates sind. In westlichen Breitengraden sind Todesschwadronen ‑in Politik und Presse- nur selten ein Thema, obwohl sie in Süd- und Lateinamerika, Afrika und Asien große Schrecken verbreiten und die Zivilgesellschaft lähmen.

In Europa und den USA gibt es jedoch auch Todeschwadronen. Sie nennen sich nur anders: US-Drohnen und verdeckte Operationen der Geheimdienste. Letztlich sind Todesschwadronen eine Form des Staatsterrorismus, der brutal gegen jede Form von Opposition vorgeht. In der Vergangenheit hat sich die CIA bei Ausbildung und Ausrüstung lateinamerikanischer Todesschwadronen rege beteiligt, sofern es in ihrem geopolitischen Interesse lag.


» »Gewalt in Kolumbien: Todesschwadronen jagen Linke«
» »Brasilien: Todesschwadronen in Peripherie und Stadt«
» »Ex-Polizist deckt Vorgehen von Todeschwadronen in Honduras auf«

Die Spaltung der Geschlechter

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Was mal als Feminismus, Frauenbewegung und Gender Mainstreaming begann, ist heute vielfach ein Instrument zur Spaltung der Geschlechter. Sie alle mochten einmal hehre Ziele gehabt haben, das Ergebnis ist heute: Atomisierung. Entsolidarisierung. Vereinzelung. Es begann als Kampf für mehr Frauenrechte und endet als Kampf gegen geschlechtsübergreifende Solidarität. Damit lässt sich vor allem der Radikal-Feminismus vor den Zug des Neoliberalismus spannen: »Vereinsamung als Herrschaftsprinzip«. Dabei verläuft die Trennlinie der Macht nicht zwischen Mann und Frau, sondern zwischen reich und arm. Nicht das Patriarchat regiert uns, sondern der Turbo-Kapitalismus. Weiterlesen

Ärzte als Dealer

»2016 hat die Drogenkrise ein weiteres Mal zur Verkürzung der Lebenserwartung in den USA beigetragen. Dort sterben jedes Jahr mehr Menschen durch Opiumderivate (65.000 Todesopfer) als durch Verkehrsunfälle (37.000) oder Schusswaffen (39.000).[...] In der aktuellen Krise beginnt die Sucht mit einem Besuch beim Hausarzt, Zahnarzt oder bei einem Sportmediziner.«

- Maxime Robin. »Als der Arzt zum Dealer wurde«. Le Monde diplomatique vom 08.02.2018.

Anmerkung: Süchtige sind eben immer noch die besten Kunden. Das weiß nicht nur der Drogenhändler, sondern ganz besonders auch die Pharmaindustrie. Nur darf sie das nicht laut sagen. Stattdessen weist mich beispielsweise die Apothekerin darauf hin, dass ich das Nasenspray nicht länger als 5–7 Tage nutzen und keinesfalls durchgängig verwenden darf. Suchtgefahr! 100.000 sollen in Deutschland bereits abhängig sein. Das tut der Pharmaindustrie auch ganz dolle leid. Schließlich weisen ihre Apotheker immer darauf hin! Jawohl! :jaja:


» »Vom Arzt zum Dealer«
» »Betäubte Bürger«