In Zeiten der Krise, in der unser Glauben an das kapitalistische System, an Leistungsideologie und Lohnarbeitszwang immer öfter in Frage gestellt wird, suchen viele Menschen nach Auswegen und Lösungen aus dem Dilemma. Es gibt zwar, aus linker Perspektive, wirtschaftspolitische Alternativen und andere Gesellschaftsentwürfe zum Spardiktat der Regierung (Mindestlohn, Einkommensumverteilung, Reichensteuer, bedingungsloses Grundeinkommen, Bankenregulierung usw.), aber ob sich damit die Lebenssituation von Millionen Menschen signifikant verbessert, ist mehr als zweifelhaft.
Letztendlich sind viele, solcher linkspolitischen Vorschläge, aus der Motivation heraus geboren, den letzten Rest des verfaulten Systems irgendwie noch zu retten. Auch wenn diese Massnahmen vorerst wichtige Methoden darstellen, um noch mehr Leid zu verhindern. Was wir dennoch dringend brauchen sind grundsätzliche Fragen. Weiterlesen

Wer über politische, wirtschaftliche oder gesellschaftliche Veränderungen spricht, und dabei halbwegs ernst genommen werden will, der muss Zahlen und Fakten vorlegen, wirtschaftspolitische Modelle oder Theorien besprechen, die Finanzmarktindustrie ernst nehmen oder ökonomisch argumentieren. Der herrschende Ökonomie-Diskurs, lässt eine offene und konstruktive Wertedebatte, in welcher der Mensch im Mittelpunkt allen politischen und wirtschaftlichen Handelns steht, nicht zu. Ganz im Gegenteil, wer primär normativ argumentiert, gilt wahlweise als 
Räuber Ratte war ein Schurke,