4 Gedanken zu “Was ich will

  1. Zum Thema: Blendkörper, Hohlkörpergeschosse, Haben wollen:

    Ich lebe mittlerweile seit über 10 Jahren in Thailand. Je ärmer eine Bevölkerung, desto größer die Anstrengungen der Weiblichkeit, ihre körperlichen Vorzüge einzusetzen, zur Tussi, zur Bitch zu mutieren.

    Wie überall in »Schwellenländern«, armen Ländern, (von denen ich bereits zuviele sah) ist es für die allermeisten Frauen dort die einzige Möglichkeit, ohne übermäßige geistige Anstrengungen, (das glauben die Frauen durch die gesellschaftlich fest verankerten Vorstellungen, obwohl es meist nicht stimmt) durch »Schönheit« aus dem Elend, mittels eines »besser gestellten Kerls« zu entkommen.

    Schau Dir mal Musik‐Videoclips aus Thailand, Brasilien, gerade aus Lateinamerika (Stichwort Reggaeton, Dance, EDM, Gente da Zona, Pitbull, El Reykon, Alexis y Fido, Daddy Yankee, Wisin, Yandel, Nicky Jam, Don Omar, Luny Tunes, Saamara mit »Blucutu« uva) auf YT an. Tolle, rhytmische Musik.

    Oder das letzte Video von Jennifer Lopez, »Ain’t your Mama«, besser noch, Fergie: mit »M.I.L.F. $«, oder besser noch: Veronica Vega ft. Pitbull mit »Wicked«, vllt. noch Fifth Harmony ft. Ty Dolla $ign mit »Work from Home«, Pitbulls »Baddest girl in town«, alle USA.

    Europa kann es auch: MV’s Deutscher Dance-DJ’s: Bodybangers, Italobrothers, DJ Polique, dann Geo da Silva, Rumänische Musiker: INNA, Alexandra Stan, Lariss, Sasha Lopez, selbst Gipsy Casual mit ihrem Ethno‐EDM kommen ohne jede Menge »Blendgranaten« nicht aus.

    Da scheint mir eine (von vielen anderen gesellschaftlich entstandenen) »Vorbildfunktion(en)« für sehr viele junge Menschen eingebaut zu sein. TV‐Schmonzetten aus Lateinamerika und Asien sind noch viel idiotischer als manche deutsche Produktion.

    Wenn man dann noch genug Spanisch versteht, bei manchen lateinamerikanischen und kolumbianischen Künstlern wird es etwas schwerer, was dort über die Frauen, über Schönheit von den meist männlichen Reggaeton‐Interpreten gesungen, gesagt wird, die sich über die schönen Frauen beschweren, dann ist Dein Text harmlos.

    Wenn ich dann noch über das Elitenprojekt Feminismus im Allgemeinen nachdenke, über einige der dort positionierten Extremeiferinnen, dann muss ich nur noch lachen.

    Trotz allem, vllt. gefällt dem einen oder anderen Leser der Reggaeton oder europäischer EDM, von den Mädels mal abgesehen.

  2. @ Alles nur Satire
    Unter EDM verstehe ich aber was ganz anderes...
    Nichtsdestotrotz, das kann man ja schon seit Jahren beobachten. Kreuzung aus HipHop, R’n’B und dann, was Trance und House mal aufgebaut haben (wobei House ja doch schon nie ganz ohne soulige Stimmen auskam), plus oberflächliche Lala‐Texte oder man besingt schon einmal seinen Kater (War das nicht auch Pitbull?). Gut, in den 90ern hatten sie manchmal auch keine viel tiefsinnigeren Ideen, Ausnahmen gibt es dazwischen aber trotzdem genügend. Vor allen Dingen (!) es war auch nicht so schwer, mal einen Song ohne Vocals zu finden! Mittlerweile ist das ja schon fast unmöglich — und zeugt davon, in was für eine Richtung es (zur Bespaßung) geht.
    Saufen, rumwackeln wie die Zombies, Klamotten ausziehen, an den Hals werfen und die teuersten Produkte verbrauchen, weil man sich’s leisten kann. Dadurch, dass Instrumentals (oder Songs, wo Lyrics nur minimal vorkommen) allgemein in den Produktionen selten geworden sind (es sei denn, wenn man sich nicht bei solchen heutigen Randerscheinungen wie Hard‐ oder Jumpstyle herumtreibt oder Acid Techno aus England nimmt), wird einem auch die Möglichkeit genommen, sich dabei sein eigenes Ding zu denken. Zu »träumen«, was eigenes zu entwickeln.
    Gut, seit wann will das System etwas anderes als nur den immer reicheren neidisch hinterherzuschauen und selbst so sein zu wollen wie sie (auch wenn man das gar nicht schaffen kann)...

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