„Biste auch bei WhatsApp?“

X: „Nein.“

Z: „Und wieso nicht?“

X: „Ich habe kein smartphone.“

Z: „Ist Deins kaputt gegangen? Oder haste es verloren? Ich hab noch ein altes, das ich Dir geben kann, wenn Du willst?“

X: „Nein, danke. Ich will keins.“

Z: „Was? Aber wieso denn nicht?“

X: „Weil ich so ein Ding nicht brauche.“

Z: „Aber wieso denn nicht? Die Teile sind doch voll cool, ey! Damit kann man sich Nachrichten, Fotos, Bilder und Videos schicken, unterwegs surfen, spielen, telefonieren, Filme gucken, Musik hören…“

X: „…sich überwachen und ausspionieren sowie die eigene Ruhe, Stille und Konzentration rauben lassen, ständig erreich- und verfügbar sein müssen, mit belanglosem Social Media Geblubber sowie infantilen Kinderspielchen die Zeit totschlagen. Nein, ich brauche kein smartphone.“

Z: „Versteh ich nicht.“

14 Gedanken zu “„Biste auch bei WhatsApp?“

  1. »…unterwegs surfen, spielen, telefonieren, Filme gucken, Musik hören…«

    Ich schau mir unterwegs gern die Gegend und die Leute an und hänge meinen Gedanken nach.
    Übrigens – besitze auch kein Smartphone. ;)

  2. Kommentarspalten sind doch diese weißen Flächen, in denen man ausrollt, dass man den Längeren hat, richtig? Also, bei mir geht das so: Ich hab ein Iphone 5S (das hatte ich auch schon, als das 6er ganz frisch war, machte also was her). Ich benutze es aber nicht. Wozu auch? Okay, manchmal habe ich es als Drohung dabei, wenn ich Gefahr laufe, ein Navi zu brauchen (der Fall ist noch nicht eingetreten). Theoretisch kann ich es auch als Router benutzen. Habe ich genau ein Mal gemacht. Wenn ich telefonisch erreichbar sein wil, nehme ich mein Nokia aus 2003. Akku hält ewig, es hat ca. 1432 Stürze überlebt. Meist ist das aber auch ausgeschaltet. Sie sagen immer, man könnte so irrsinnig viel machen mit den DIngern. Stimmt. Gut, wenn man die Möglichleit hat. Noch besser, wenn man sie nur nutzt, wenn man sie braucht, also eher nie.

    x: Kann ich dein Iphone haben?
    y: Um den Facebook-Konzern mit Daten zu versorgen? Nope.

  3. @flatter

    „Kommentarspalten sind doch diese weißen Flächen, in denen man ausrollt, dass man den Längeren hat, richtig?“

    Nicht nur die Kommentarspalten, auch der Blogartikel. :MRGREEN:

  4. mon dieu,
    hab auch ein „smartphone“ – recht billiges. Tscha, zum „surfen“
    brauch ich dat ding nicht, nur für mal nach Hause rufen und nachfragen, ob Frauchen was aus dem Supermarkt möcht‘, isses recht nützlich.
    Hauptsächlich aber nutz ich das sp auf Fahrradtouren in die „Wallachei“. Als älterer Mensch > 70 ist es schon beruhigend zu wissen, wo man sich befindet und die Position angeben kann…
    Also ganz nutzlos sind die Geräte nicht; und sonst bin ich damit einverstanden, daß diese „Spionage-Dinger“ mit Vorsicht zu genießen sind.
    Und in U-Bahnen und Bussen ist das schon peinlich, nur noch
    die Leute auf die Geräte starren zu sehen. Die Jüngeren haben
    da wohl eine Gen-Modifikation erlitten.
    Wat solls
    Gruß 73

  5. Das kommt mir so bekannt vor. Es ist mir auch schon öfters passiert, dass Leute dachten, ich wäre zu arm für ein Smartphone („Ich hab letztens ein billiges im MediaMarkt-Prospekt gesehen!“) oder mir wäre die Technik zu kompliziert („Du, das ist ganz einfach, das kann sogar meine dreizehnjährige Tochter“).

  6. Ich finde es zunehmend auch immer schwieriger, mich ständig erklären zu müssen, warum ich kein Smartphone habe. Besonders weil mittlerweile wirklich alles über Whatsapp läuft. Gerade auf der Arbeit. Ich werde dadurch von allem ausgeschlossen.

  7. Hehe, eine klassische Konversation wie aus dem Lehrbuch. Eigentlich ist alleine schon der gesellschaftliche Rechtfertigungsdruck das deutlichste Anzeichen für die eigentliche Überflüssigkeit dieser modernen Hirnkrücken… denn wirkliche Argumente erhält man ja keine… man hat halt eins, weil alle eins haben. Und ist halt alles „soooo einfach“…

    Man packt die Leute eben da, wo man sie am besten holen kann: bei der Faulheit und Bequemlichkeit. Gerät an, Hirn aus. Überwachung ist für die meisten eh nur ein sehr abstrakter Begriff; haben ja eh nix zu verbergen. Ist ja für mich aber generell mit das größte Phänomen, dass Menschen sich auf ihren „Fleiß“ im Rahmen einer Lohnarbeit wunderst was einbilden – aber im sonstigen Leben jede Anstrengung (vor allem des Hirns) grade mit diesen Dingern zu vermeiden suchen – und dann noch regelrecht stolz drauf sind…!

    Beim Fernsehen und Computerspielen hat man früher (mehr oder minder zurecht…) ja behauptet, sie machten einen blöd. Bei Smartphones ist es aber denke ich inzwischen erwiesene Tatsache! Weil man eine (in quasi jede Form knetbare) Generation heranzüchtet, der jede Fähigkeit zum selbständigen Denken abhanden gekommen ist. Smartephone-Zombies halt… Die „Generation Degeneration“. ;)

  8. Tja. Und dann gibt es noch die Leute, die mit Technik nicht ganz unvertraut sind, auf die Garantiebedingungen sche…../verzichten und sich da mal alternative Software drauftun, wissen was sie machen und was nicht und mit so einem recht feinen Stück Hardware umgehen können. Der Rest jammert halt weiter. Über die da oben, oder sonstwen. Feindbilder malen macht eben Spaß. Wie schön muiß die eigene selbstgemachte Unmündigkeit sein…

  9. @ Nordlicht

    Smartphonebesitzer an sich sind doch nicht meine Feinde. Ich will mich nur nicht dafür rechtfertigen müssen, keins von diesen Geräten zu haben. Das hat nichts mit jammern und „selbstgemachter Unmündigkeit“ zu tun.

  10. @Nordlicht

    Alternative Software draufmachen hört sich toll an, ist aber in der Praxis nicht ganz so einfach, wie bei einem PC mit Linux oder Ubuntu zu arbeiten. In der Regel brauchst Du immer einen Google-Account und gerade die Iphone Betriebssysteme sind in sich geschlossene Umgebungen. Klar, es ist schon irgendwie halbwegs möglich, aber das ist weder von den Herstellern gewünscht, noch rechtlich abgesichert, wenn nicht sogar in der Grauzone angesiedelt.

    Davon abgesehen, warum soll ich mir für so ein unnützes, infantiles Spielzeug so eine Arbeit machen, wenn ich am Ende damit immer noch sehr viel weniger machen kann, was ich mit einem PC normalerweise immer (und noch viel mehr) sowieso schon kann? Nur damit ich „unterwegs“ vernetzt bin?

  11. WhatsApp ist einfach genial, warum soll daran etwas falsch sein!? Bin fast 60 und verschließe mich deswegen nicht allem, was modern ist und in der Not kann ein Handy durchaus lebensrettend sein!

  12. @Epikur

    Je nach Hersteller ist es auch möglich sich die Open-Source Variante von Android zu installieren, komplett ohne Google und Co.
    Ich spare mir durch das Smartphone und einen VPN-Server zum Beispiel die Kosten für die Mobiltelefonie, da ich nicht viel Geld habe macht das schon was aus.
    Sachen wie Facebook, WhatsApp oder ähnliches nutze ich allerdings nicht, wenn es nichts kostet und jemand damit Geld verdient muss da ja irgendwo ein Haken sein.
    Ein älteres Handy zu nutzen schützt übrigens keineswegs vor Überwachung, es reicht das Mobiltelefon dabei zu haben um ein Bewegungsprofil zu hinterlassen. Die einzige Alternative ist gar kein Handy zu benutzen oder es nur zum telefonieren einzuschalten.

  13. Ich habe mich lange dem Handy-Wahn verschlossen. Irgendwann wurde mein Vater krank, ich sass im Ausland und wollte/musste privat erreichbar sein. Also kam so ein Teil, irgendwann ein Smartphone – mehr aus Neugier, weil ich gerne wissen wollte, wie „smart“ die denn seien. Das Gerät macht süchtig – es bedarf einer gewissen Abgeklärtheit, um sich dem Suchtpotential zu entziehen.
    Vielleicht ähnlich wie Fernsehen – visuelle Reize wirken auf uns anscheinend sehr stark.
    Smart sind sie nicht wirklich. Eigentlich sind es tragbare Micro-Computer, „Handhelds“ mit einer Telefonfunktion. Die ollen Moobiltelephone waren dagegen hauptsächlich Telephone. Die sinnvolle Anwendung von Smartphones hält sich sehr in Grenzen, finde ich. Die NSA, BND, CIA, etc. sehen das wahrscheinlich ganz anders

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